„Da wir noch kein fertiges Produkt vorweisen konnten, war es für die Investoren wahrscheinlich schwer, eine genaue Vorstellung von Baxterboard unserer Geschäftsidee zu bekommen.“ – Richard Spiegelburg zu den Crowdfundings von Baxterboard

Klaus-Martin Meyer: Herr Spiegelburg, Sie sind Geschäftsführer der Baxterboard GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Richard Spiegelburg: Die Baxterboard GmbH besteht aus zwei Geschäftsführern: meinem Kollegen Matthias Saajja und mir. Gegründet wurde sie im Dezember 2011.
Mitgesellschafter von Baxterboard ist die SSL Business Development Holding GmbH, die uns vor allem hinsichtlich Produktionspartner und Vertriebswege beratend zur Seite steht.
Die Idee zu Baxterboard hatten Matthias Sajjaa und ich während unseres gemeinsamen Masterstudiums am Institut für Medientechnik an der Fachhochschule Köln. Dort entwarfen und fertigten wir unseren ersten Prototypen. In der darauf folgenden Zeit entwickelten wir mit unseren Partnern in China den Prototypen, der jetzt in Serie geht.

Klaus-Martin Meyer: Ihre Funding-Auktion bei Innovestment wurde abgebrochen. Warum hat es nicht geklappt? Lag es am Pitch, am Marktplatz oder an einer Kombination aus beidem?

Richard Spiegelburg: Vermutlich eine Kombination aus beidem. Da wir noch kein fertiges Produkt vorweisen konnten, war es für die Investoren wahrscheinlich schwer, eine genaue Vorstellung von unserer Geschäftsidee zu bekommen. Die wesentlichen Vorteile unseres Boards gegenüber einer herkömmlichen Laptoptasche konnten wir somit nicht klar genug transportieren.

Klaus-Martin Meyer: Gab es vor dem Fundingversuch Ihrerseits ein Auswahlverfahren hinsichtlich der möglichen Marktplätze? Anhand welcher Kriterien wurde entschieden?

Richard Spiegelburg: Zusammen mit der SSL Business Development Holding GmbH haben wir nach diversen Crowdfunding-Marktplätzen recherchiert. Zum einen war uns wichtig, schon während der Auktion eine Bewertung des Unternehmens durch die Investoren zu erhalten. Zum anderen, wollten wir das Funding zeitnah starten. Bei Innovestment waren beide Kriterien erfüllt, deswegen haben wir uns für diese Plattform entschieden.

Klaus-Martin Meyer: Welche Vorteile sehen Sie demgegenüber für ein Crowdfunding via Kickstarter?

Richard Spiegelburg: Der große Vorteil, den wir bei Kickstarter sehen ist, dass wir keine Anteile unserer Gesellschaft in Form einer „stillen Beteiligung“ abtreten müssen. Hinzu kommt, dass wir auf diesem Weg vor allem den amerikanischen Markt testen können, da wir die Konsumenten direkt ansprechen und nicht den Umweg über die Investoren machen müssen. Auf Kickstarter werben wir nur mit unserem Produkt, das man zu günstigen Konditionen erstehen kann. Außerdem gibt es noch besondere Angebote für diejenigen, die das kommende Modell mitgestalten wollen.

Klaus-Martin Meyer: Wird sich das Crowdfunding aus Ihrer Sicht positiv auf den Absatz ihrer Produkte auswirken?

Richard Spiegelburg: Das hängt ganz davon ab, wie erfolgreich wir bei Kickstarter sein werden. Ursprünglich wollten wir im ersten Jahr den Absatz auf Deutschland und Europa konzentrieren. Mit Kickstarter käme der amerikanische Markt bereits in diesem Jahr hinzu. Das würde die Absatzzahlen natürlich enorm positiv beeinflussen, allerdings auch eine große logistische Herausforderung bedeuten.

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