Crowdfunding History – Alles schon einmal da gewesen?

Auch in früheren Zeiten hat es bereits Phänomene gegeben, wo eine Crowd Geld für eine Projekt- oder Firmenfinazierung gesammelt hat. Ein Beispiel ist die Zeppelinspende des deutschen Volkes, auch bekannt als Nationalspende oder das Wunder von Echterdingen.

Dieses „Crowdfunding“ geht zurück auf die Havarie des Luftschiffs LZ 4 am 5. August 1908 in Echterdingen nahe Stuttgart. Während der am 4. August von Graf von Zeppelin begonnenen 24-Stunden-Fahrt (Friedrichshafen – Mainz – Friedrichshafen) widerfuhr dem Zeppelin am 5. August ein Motorschaden, so dass der Luffahrt-Pionier zur Notlandung gezwungen war.

Dieses Unglück löste eine Welle der Sympathie und Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung aus. Ausschlaggebend dafür war angeblich eine von einem Unbekannten gehaltene Ansprache (heute wäre dies vermutlich durch ein Blogposting erfolgt) an Graf von Zeppelin, in der er am Schluss das deutsche Volk zu einer Sammlung aufforderte, um einen neuen Zeppelin bauen zu können.

Die Zeppelinspende, welche über sechs Millionen Reichsmark einbrachte, stellte die größte freiwillige Spendenaktion im deutschen Kaiserreich dar und legte den finanzielle Grundstein für die Gründung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH sowie der Zeppelin-Stiftung.

Dies Zahl von sechs Millionen Mark ist einigermaßen beeidruckend und wäre heute in der Welt von Kickstarter & Co. auch nicht so ohne weitere zu wiederholen.

Auf jeden Fall stellt sich wieder einmal die Frage: „Ist Crowdfunding nur alter Wein in neuen Schläuchen“?

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