„Als „Community Based Business“ war es für uns wichtig, dass die Gemeinschaft unserer Nutzer bei Front Row Society investieren kann.“ – Interview mit Florian Ellsaesser

Klaus-Martin Meyer: Florian, Du bist einer der Gründer der Front Row Society. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Florian Ellsaesser: Front Row Society (FRS) ist ein Modelabel, das die Modeindustrie revolutioniert. Unser Konzept lautet „Modedemokratie“. Auf unserer Online-Plattform nehmen Künstler aus der ganzen Welt an Designprojekten teil. Unsere Community von über 25.000 Mitgliedern stimmt dann über die schönsten Entwürfe ab. Diese werden von uns als Handtaschen und Schals produziert. Die Künstler erhalten einen Anteil am Umsatz. Ein weiterer Teil vom Umsatz geht an einen guten Zweck. Das besondere für den Kunden ist, dass jedes Accessoire eine einzigartige Geschichte hat und sich so von der „Massenmode“ unterscheidet.

Klaus-Martin Meyer: Kam für eine „Modedemokratie“ überhaupt eine andere Finanzierung in Frage als ein Crowdfunding?

Florian Ellsaesser: Als „Community Based Business“ war es für uns wichtig, dass die Gemeinschaft unserer Nutzer bei Front Row Society investieren kann. Deshalb wollten wir zumindest einen Teil der Finanzierungsrunde mit Crowdfunding machen.

Klaus-Martin Meyer: Gab es eine Art strukturiertes Auswahlverfahren hinsichtlich der richtigen Crowdfunding-Plattform? Welche der Kriterien haben für Seedmatch gesprochen?

Florian Ellsaesser: Ehrlichgesagt haben wir nur Seedmatch in Betracht gezogen. Uns war es wichtig, dass durch die Crowdfunding- Plattform eine strenge Vorauswahl getroffen wird, damit den Nutzern nur Ideen, die plausibel und nachprüfbar sind, vorgestellt werden. Freunde von mir haben gute Erfahrungen mit Seedmatch gemacht und mir die Plattform und das Team empfohlen.

Klaus-Martin Meyer: Welchen nicht-monetären Benefit versprecht Ihr Euch durch dieses Funding?

Florian Ellsaesser: Inhalt von Front Row Society als Modedemokratie ist es, unserer Community zu „dienen“. Daher ist es im Einklang mit der Philosophie der Modedemokratie, dass unsere Community auch bei uns investieren kann. Dies können Designer und Künstler oder auch Kunden sein. So sind wir das erste Modelabel, das wirklich ganz im Geiste der Gemeinschaft steht, sowohl beim Gestaltungsprozess und der Auswahl der Mode, als auch bei der Investition.

Auf der anderen Seite hoffen wir, dass durch die Investition einer Vielzahl von Multiplikatoren das Modelabel Front Row Society noch bekannter wird. Schade ist, dass es in Europa keine einheitliche Gesetzgebung gibt, die es den Mitgliedern von FRS aus allen Ländern erlaubt, einen Anteil an Front Row Society zu erwerben.

Klaus-Martin Meyer: Gibt es auch Überlegungen der Front Row Society, in Zukunft einzelne Projekte über kreative Plattformen wie Kickstarter.com zu finanzieren?

Florian Ellsaesser: Klar, denken wir immer darüber nach, ob es Sinn macht, mit einer Plattform wie Kickstarter zu arbeiten und das ist in Zukunft auch möglich. Momentan ziehen wir aber Modelle vor, bei denen Investoren einen Teil an der Firma besitzen und damit auch an unserem Erfolg teilhaben.

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