Crowdfunding als Marketing-Instrument – Best Practice

Neben der Akquisition von Finanzmitteln sehen so mache der Kapital suchenden Firmen auch den Marketing-Aspekt einer Crowdinvestment-Runde als ein wichtiges Argument an. So nannte z.B. PaperC bei seinem Funding den Aufmerksamkeitswert eines Fundings als einen zentralen Grund für die Entscheidung zu einer Crowdfinazierung (PaperC hatte zuvor bereits größere Fundings von Business Angels erhalten). Das Potential dieses Aspekts wird noch nicht bei allen Startup-Finanzierungen in vollem Umfang ausgeschöpft. Hier sollten die Startups durchaus konsequenter sein, aber auch die Marktplätze sollten ihre Reichweite nutzen, um das Thema zu stimulieren. Continue reading

„Wir demokratisieren die Finanzierungslandschaft.“ – Im Gespräch mit Raphael Otten (United Equity GmbH)

United Equity

Klaus-Martin Meyer: Raphael, Du bist der Geschäftsführer der Firma United Equity GmbH. Könntest Du dich und die Firma bitte vorstellen?

Raphael Otten: United Equity ist ein Crowdinvesting-Marktplatz für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-Ups. Auf der einen Seite stehen also die Unternehmen, die über ein einfaches und standardisiertes Verfahren wirtschaftliches Eigenkapital über das Internet einwerben. Auf der anderen Seite stehen Investoren, die ihr Kapital zielgerichtet und nach den eigenen Vorstellungen in die Unternehmen investieren können und dabei auf eine hohe Rendite hoffen. Continue reading

„Die Liquidität, die einer solchen Anlageklasse zufließen kann, sehen wir deutlich im Milliardenbereich.“ – Im Gespräch mit Thomas Herzog (Innovestment)

Klaus-Martin Meyer: In Deutschland sind bereits bzw. gehen aktuell diverse Crowdfunding-Marktplätze an den Start. Dies bringt zweifelsohne Vorteile im Bereich der Innovation, andererseits verteilt sich natürlich die Liquidität auf die verschiedenen Player. Wie beurteilen Sie dieses Spannungsfeld?

Thomas Herzog: Wir begrüßen die zahlreichen Geschäftsmodelle, da Sie die allgemeine Aufmerksamkeit für den Markt erhöhen und somit alle Ihren Teil dazu beitragen Crowdinvesting von einer Randerscheinung zu einer neuen Anlageklasse für qualifizierte Anleger zu entwickeln. Die Liquidität, die einer solchen Anlageklasse zufließen kann, sehen wir deutlich im Milliardenbereich. Eine schöne Herleitung zu einem entsprechenden Marktvolumen findet sich in einem Gastbeitrag von Guido Sandler auf deutsche-startups.de. (Vgl. http://www.deutsche-startups.de/2012/06/19/crowdinvesting-wird-mainstream/) Darüber hinaus glauben wir nicht, dass sich Anleger lediglich bei einem Anbieter engagieren.
Die Liquidität ist langfristig ausreichend, die Frage ist jedoch ob genug wertige Unternehmen zur Finanzierung da sind und den Anlegern/Investoren immer bewusst ist, dass es sich hierbei um eine Hochrisikoklasse handelt. Continue reading

„Mit 1000×1000 – der ersten Crowdinvesting Initiative in Österreich begründet ISN eine Plattform, die neue Finanzierungsmöglichkeiten für Gründer und Innovationsprojekte von KMU schafft.“ – Im Gespräch mit Dr. Reinhard Willfort

Klaus-Martin Meyer: Herr Dr. Willfort, Sie sind Geschäftsführer der Gesellschaft, die 1000×1000.at initiert hat. Könnten Sie sich und ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Dr. Reinhard Willfort: ISN ist Österreichs führender Innovationsdienstleister und begleitet Unternehmen bei der Entwicklung, Bewertung und Umsetzung von Ideen und ist unter www.innovation.at zu finden. Aktuelle Schwerpunkte der ISN sind die Themen Service Design, Open Innovation, Innovationsnetzwerke und Wissensmanagement. Als Innovationspartner der Austrian Mobile Power beschäftigt sich die ISN auch mit dem Rollout von Elektromobilität in Österreich. Viele Experten der ISN lehren an der Donau-Universität Krems, TU-Graz und weiteren Hochschulen Innovations- und Wissensmanagement und bilden dort zukünftige Innovationsmanager aus. Continue reading

„Die Banken tun sich mehrheitlich sehr schwer, wenn es darum geht junge Unternehmen zu unterstützen.“ – Interview mit Philipp Steinberger (c-crowd)

c-crowd

Klaus-Martin Meyer: Herr Steinberger, Sie sind einer der Gründer von c-crowd. Könnten Sie sich und Ihren Crowdfunding-Marktplatz bitte kurz vorstellen?

Philipp Steinberger: Persönlich beschäftige ich mich seit einigen Jahren mit der Finanzierung von Jungunternehmen – ein oft zeitraubender und ineffizienter Prozess bei welchem ich mich oft gefragt habe, ob man diesen mit Hilfe des Internets nicht effizienter gestalten könnte. Als ich dann zum ersten Mal von crowdfunding gehört habe, sah ich darin eine mögliche Lösung für mein Problem. Im April 2011 habe ich zusammen mit meinen anderen beiden Mitgründer Marc B. Bernegger und Oliver Rappold die Plattform c-crowd.com ins Leben gerufen, der damals ersten crowdfunding Plattform der Schweiz. Heute fokussieren wir uns auf die Finanzierung von Unternehmen sowie kommerziellen Projekten, unterstützen aber auch einen wohltätigen Zweck. Mit der Plattform wollen wir eine Alternative zu den herkömmlichen Finanzierungswegen sowie Investitionsmöglichkeiten anbieten, welche nicht nur einen finanziellen sondern auch einen emotionellen Return ermöglichen. Continue reading

„Als wir SugarShape im Februar 2012 bei Seedmatch vorstellten, erregte dies eine große Aufmerksamkeit“ – Im Gespräch mit Sabrina Schönborn (SugarShape)

SugarShape

Klaus-Martin Meyer: Sabrina, Du bist eine der beiden Gründerinnen von SugarShape. Könntest Du dich und deine Company bitte kurz vorstellen?

Sabrina Schönborn: Im Januar 2012 haben meine Schwester Laura und ich SugarShape gegründet, um endlich Schluss mit Kompromissen beim BH-Kauf zu machen! Wir waren selbst sehr frustriert darüber, dass wir keine schönen Dessous und Bademoden in außergewöhnlicheren Größen finden konnten. Besonders für schlanke Frauen mit einer größeren Oberweite bietet der Markt kaum Auswahl.
Auf SugarShape.de kreieren wir nun gemeinsam mit unseren Kundinnen unsere Kollektionen. Die Community kann per Online-Voting über Formen, Farben und Features abstimmen und auch eigene Ideen und Designs einreichen. Da mehr als 80% der Frauen die falsche BH-Größe tragen, haben wir ein neues Größensystem entwickelt, welches ganz ohne verwirrende Buchstaben auskommt. Außerdem können unsere BHs durch austauschbare Schmuckanhänger individualisiert werden. Continue reading

„Crowdfunding ist für uns daher ein probates Mittel“ – Interview mit Sebastian Witzmann (MADDOGCOMICS)

MADDOGCOMICS

Klaus-Martin Meyer: Sebastian, Du bist General Manager bei Vela Entertainment Studios UG. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Sebastian Witzmann: Vela Entertainment Studios wurde im Herbst 2010 gegründet und hat sich auf die Distribution von digitalen Inhalten spezialisiert. Vela gibt die Antwort auf die Frage der Verlage und Sender, wie man effizient seine Inhalte auf neue Devices verteilen kann, wie beispielsweise Smartphones und Tablet-Computer. Dabei bietet Vela seine Leistungen über die gesamte Prozesskette an: Von der Digitalisierung, über die Aufwertung, der (cloudbasierten) Verwaltung, bis hin zur Verteilung der Inhalte. Dabei können unsere Kunden alles durch uns erledigen lassen oder nur einzelne Leistungen beziehen. Continue reading

„Seit dem Launch im August 2011 wurden über Seedmatch bereits 21 junge Unternehmen erfolgreich finanziert und über zwei Millionen Euro für Startups zusammengetragen.“ – Im Gespräch mit Peter Schmiedgen

Seedmatch

Klaus-Martin Meyer: Herr Schmiedgen, Sie verantworten bei Seedmatch den Bereich Corporate Communications. Könnten Sie bitte sich und Ihre Firma kurz vorstellen?

Peter Schmiedgen: Seedmatch betreibt als Pionier die größte und dynamischste Crowdfunding-Plattform für Startups in Deutschland. Gründer haben die Möglichkeit, das für die Umsetzung ihres Unternehmenskonzeptes notwendige Kapital von derzeit bis zu 100.000 Euro einzusammeln und eine Vielzahl an Unterstützern zu gewinnen. Privatpersonen beteiligen sich dazu bereits ab 250 Euro online an jungen Unternehmen. Continue reading

„Unsere Plattform ermöglicht es Gründern, ihre Geschäftsidee einem großen Investorenpool vorzustellen und um deren Gunst zu werben.“ – Im Gespräch mit Kristin Lieder (Gründerplus)

Gründerplus

Klaus-Martin Meyer: Kristin, Du bist in der Geschäftsleitung von Gründerplus. Könntest Du dich und Gründerplus bitte kurz vorstellen?

Kristin Lieder: Hallo Klaus-Martin, ich bin Kristin Lieder und begleite das einstige Händlerbund Projekt „Gründerplus“ von Beginn an. Seit Juli diesen Jahres bin ich bei Gründerplus Teil der Geschäftsleitung und für die StartUp- und Investorenbetreuung verantwortlich. Ich bin studierte Diplom-Betriebswirtin (BA) und habe sechs Jahre lang zahlreiche Erfahrungen im Bankensektor sammeln können. Schnell habe ich mich auch im Bankenbereich auf die selbstständigen Kunden spezialisiert und kenne dadurch natürlich auch alle Vor- und Nachteile des deutschen Unternehmertums. Gründerplus ist daher auch nicht nur eine Projektinitiative geblieben, sondern hat sich zu einer eigenständigen Tochterfirma des Händlerbundes entwickelt, um hier den Gründern und Selbstständigen – vor allem im E-Commerce – einen Mehrwert bieten zu können. Continue reading

Crowdfunding – Bei Prämien und Rabatten gibt es noch Potential

Bei den meisten Crowdfundings zur Startup-Finanzierung hier in Deutschland wird das Potential eines akquisitorisches Elements bisher in der Regel nicht voll ausgeschöpft. Gemeint sind Prämien und Rabatte für die Investoren.

Wer immer ein Funding startet, sollte sich einmal gründlich auf Kickstarter.com umsehen und sich inspirieren lassen, wie man Prämien gestalten könnte. Auch lohnt es sich, das aktuelle Funding von Ludufactur bei Companisto einmal anzusehen. Da sind lobenswerte Ansätze zu sehen (das betrifft auch die Staffelung). Aus eigener Erfahrung bei der Beteiligung an Finanzierungen über Crowdcube kann ich sagen, dass die Prämie durchaus einen Einfluss hatte auf die Höhe des Investments. Continue reading