Interview mit Saveen Krishnamurthy zu den beiden Crowdfundings der Ludufactur GmbH

Klaus-Martin Meyer: Saveen, Du bist einer der Gründer von Ludufactur. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Saveen Krishnamurthy: Die Ludufactur GmbH betreibt luudoo.de, die einzige Plattform zur Personalisierung von lizenzgeschützen Spielen bekannter Markenverlage. Mein Gründungspartner Wolfram Kosch ist ein Spielefan und hatte in seiner Zeit als Unternehmensberater die Idee entwickelt, bekannte Gesellschaftsspielklassiker als personalisierte Variante anzubieten. Ich selbst bringe neben meiner Spielfreude meine Leidenschaft für das Querdenken in das Team mit ein, was aus meiner vielfältigen beruflichen Laufbahn in Unternehmen und NGOs resultiert. Gemeinsam mit unseren Softwareentwicklern haben wir uns der Herausforderung gestellt, komplexe Brett-, Lege-, und Kartenspiele so zu personalisieren, dass wir sehr hochwertige Unikate für eine breite Masse von Spielbegeisterten und Geschenksuchenden herstellen können. Dabei galt es folgende Bedingungen zu erfüllen: Maximale Personalisierungsoptionen, intuitiver und zeitsparender Online-Gestaltungsprozess inkl. gemeinschaftlicher Gestaltung für maximale Freude für den Kunden. Dafür setzen wir neuste Technologien wie z.B. 3D-Rapid Prototyping ein und können so auch 3D-Spielfiguren auf Fotos generieren.

Klaus-Martin Meyer: Euer erstes Crowdfunding habt ihr über Innovestment plaziert. Diesmal hat Companisto den Zuschlag bekommen. Was sprach jeweils für die Entscheidung?

Saveen Krishnamurthy: Wir haben uns Ende 2011 in einer frühen Seedphase für Innovestment entschieden, da uns das besondere Bieterverfahren dort angesprochen hat. Für uns hatte dies den Effekt, dass der Unternehmenswert von den Investoren am Ende der Auktion höher bewertet wurde, als von uns ursprünglich angegeben, eine schöne Bestätigung unseres Businessmodells. Wir haben sehr eng mit Innovestment an diesem Erfolg gearbeitet und haben noch heute einen guten Kontakt.
Im Juni 2012 haben wir unsere Webseite gelauncht und sind aktuell in der Markteintrittsphase und Companisto ist als neuer Player mit einem ebenfalls sehr spannenden Ansatz am Markt gestartet. Durch eine rechtliche Vereinfachung der Unternehmensbeteiligung und der drastischen Reduzierung der Mindestinvestition auf 5 Euro hat nun jeder die Möglichkeit sich bei uns zu beteiligen. Wir haben uns in dieser Unternehmensphase bewusst für ein breitenwirksames Beteilungsverfahren entschieden.

Klaus-Martin Meyer: Konnte die Crowd bisher auch im nicht-monetären Bereich helfen? Gibt es Beispiele die konkrete Umsatzerfolge nach sich zogen?

Saveen Krishnamurthy: Ja, die Crowd hat uns dabei geholfen, die Plattform bekannter zu machen. Außerdem haben wir von den „Companistos“ viele hilfreiche Kommentare und Verbesserungsvorschläge bekommen.“ Die Auktion läuft erst wenige Tage somit ist es für die Bewertung von Umsatzerfolgen noch zu früh.

Klaus-Martin Meyer: Wie läuft das Geschäft? Haben die ersten Crowdinvestoren einen Anreiz auch dieses Mal wieder mit von der Partie zu sein?

Saveen Krishnamurthy: Wir reporten den bisherigen Investoren regelmässig über die Fortschritte bei uns, was Einige zum Anlass genommen haben ihre Investments aufzustocken. Unsere Investoren haben einen sehr direkten Draht zu uns, aber natürlich steht es Ihnen frei, sich auch über Companisto weiter zu beteiligen.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss würde mich interessieren, ob Sie selber auch von dem Crowdfunding-Virus haben infizieren lassen. Sind Sie auch auf der Investorenseite aktiv?

Saveen Krishnamurthy: Sie haben recht, das Crowdfunding ist ansteckend. In der Tat reizt mich diese Art der Unternehmensbeteiligung sehr, aber im Moment fliessen alle meine Ressourcen in Ludufactur.

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