Interview mit Sven Mätzschker zum Crowdfunding für ePortrait

ePortrait

Klaus-Martin Meyer: Sven, Du bist Geschäftsführer bei der Firma ePortrait GmbH. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Sven Mätzschker: ePortrait ermöglicht es unter www.eportrait.de privaten Personen, ihre biometrische Passbilder per Webcam selber zu erstellen. Nach Bestellung liegen die Bilder innerhalb von 2-3 Werktagen im Briefkasten. Große Organisationen können ePortrait in ihre Webseite integrieren, um Digitalbilder für Ausweise und andere Karten kundenfreundlich einzuholen, z.B. für die neue Gesundheitskarte der Krankenkassen. Ein schönes Beispiel findet sich bei der BKK MTU unter http://bkk-mtu.de/mitglied-sein/wie-koennen-sie-das-bild-einreichen/.
Zusammen mit Hans Christian habe ich ePortrait im August 2011 gegründet. Hans Christian macht bei uns Marketing, Vertrieb und PR, ich den kaufmännischen Bereich, die Kundenbetreuung und die Operations.

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt Euch für ein Crowdfunding entschieden. Was waren die Beweggründe für diese Art der Finanzierung?

Sven Mätzschker: Da es ein Service für jede und jeden ist – jeder benötigt Passbilder – liegt diese Art der Finanzierung nahe. Wir finden es gut, dass jeder die Möglichkeit hat, sich an ePortrait als Risikokapitalgeber zu beteiligen. Das Tolle ist ja, dass eine Investition bereits mit 5,- Euro möglich ist. Des weiteren erhoffen wir uns von der „Crowd“ Impulse über die reine Finanzierung hinaus.
– Wir informieren potentielle Kunden über uns.
– Wir gewinnen ein Netzwerk, welches Freunden und Bekannten von ePortrait berichtet.
– Unsere „Fotokabinen-Petition“ wird weiter in die Welt getragen, in dem unsere Investoren etwa ihre Krankenkassen auf unser Angebot ansprechen.

Darüber haben wir unsere Investoren um folgendes gebeten:
– Liked uns auf Facebook und ladet interessierte Freunde und Bekannte ein.
– Erwähnt ePortrait in Euren sozialen Netzwerken und Blogs.
– Testet die neue Versionen von ePortrait.
– Unterstützt uns mit Medienkontakten.
– Sagt uns, wo es unbedingt eine Online-Fotokabine geben sollte.
– Sendet uns Feedback und Ideen, gerade wenn ihr Euch mit Softwareentwicklung, Fotografie und Bildverarbeitung auskennt.

Diese Hoffnungen gehen bereits auf, z.T. weit über unsere Erwartungen.

Klaus-Martin Meyer: Das Funding findet über Companisto statt. Warum gerade Companisto? War auch die Tatsache, dass man via Companisto faktisch nur eine – gebündelte – Beteiligung eingeht ein Argument?

Sven Mätzschker: Ja, dass wir nur eine gebündelte Beteiligung eingehen war uns sehr wichtig. Der Verwaltungsaufwand war bisher sehr gering und wird es dadurch auch in Zukunft bleiben. Auch die Tatsache, dass es mit 5 Euro eine sehr, sehr niedrige Mindestbeteiligung gibt, passt wie gesagt sehr gut zu uns. In unserer Auffassung hat Companisto einen tollen Weg gefunden, aktive Investoren zu gewinnen. Genau das wollten wir.
Ganz entscheidend für unsere Entscheidung war aber auch, dass wir mit den beiden Geschäftsführern David und Tamo sehr zuverlässigen und professionelle Partner vorgefunden haben. Schon nach wenigen Gesprächen war klar, dass das Modell sehr gut durchdacht ist und der Hintergrund der beiden sie geradezu für ein derartiges Geschäftsmodell prädestiniert. Wir fühlten uns einfach gut aufgehoben! Schließlich geht man eine lange Partnerschaft ein – in unserem Fall mindestens 10 Jahre, wenn es nicht vorher zu einem Exit kommt.

Klaus-Martin Meyer: Wie fühlt Ihr Euch seitens Companisto betreut? Die Jungs sind ja ihrerseits ein Startup? Wie waren die Anforderungen, überhaupt gelistet zu werden?

Sven Mätzschker: Wir fühlen uns sehr gut betreut, unser erster Eindruck hat sich bestätigt. Die „Jungs“ arbeiten unglaublich hart und professionell. Jede unserer Anfragen wurde umgehend und trotzdem sehr durchdacht beantwortet – einfach beeindruckend.
Companisto hat umfangreiche Informationen von uns abgefragt, wie etwa einen ausführlichen Fragebogen, den Finanzplan und die Lebensläufe der Schlüsselpersonen. Es gab mehrere Treffen und bei diesen Treffen dann durchaus auch angeregte Diskussionen. So ist der Finanzplan im Laufe dieser Diskussionen deutlich detaillierter und fundierter geworden.

Klaus-Martin Meyer: Welche Hoffnung habt Ihr, dass die dreistellige Anzahl an Companisten Euren Service nutzt, weiterempfielt oder in sonstiger Form konkret über das Finanzielle hinaus fördert?

Sven Mätzschker: Wir haben bereits Bestellungen von Companisten erhalten. Vor allem versorgen uns die Companisten jedoch mit Ideen für ePortrait. Obwohl wir ein Jahr am Markt sind, sehen und kennen die über 350 Companisten natürlich mehr Einsatzmöglichkeiten, als wir alleine hätten zusammentragen können. Ein unglaublicher Wettbewersvorteil!

Video zu ePortrait:

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