„Die Auswahl der Start-Ups und der Track-Record von Seedmatch haben uns überzeugt.“ – Interview mit Sammy Gebele zum Crowdfunding von Tastybox

Klaus-Martin Meyer: Sammy, Du bist einer der Gründer der Firma foodieSquare GmbH. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Sammy Gebele: Mit Lebensmitteln hatte ich bis zur Gründung von foodieSquare nur privat was zu tun. Nach meinem Studium als mathematischer Finanzökonom entschloss ich mich, Unternehmensberater bei goetzpartners zu werden um so viel wie möglich über Strategie und Aufbau von Geschäftszweigen und Unternehmen zu lernen. Der Plan war schon bei meinem Start als Berater, dies 3 Jahre zu machen, dann meinen MBA zu absolvieren um das nötige BWL-Grundlagenwissen für die danach folgende Gründung meines Start-Ups zu erwerben. So kam es dann auch. Während des ersten Terms meines MBAs an der IE Business School kam mir die Idee zu foodieSquare. Ich wollte Kässpatzn kochen für meine Freunde und konnte in Madrid keinen passenden Bergkäse finden. Im Allgäu, woher ich komme, gibt es viele Sennereien, aber nur zwei stellen wirklich genial guten Bergkäse her. Diese Sennereien zu finden und von diesen bestellen zu können -geschweige denn aus Madrid – ist für „Fremde“ ein Ding der Unmöglichkeit. Guerson war schnell als Mitstreiter gefunden und so beschlossen wir nach dem Studium unsere alten Jobs an den Nagel zu hängen und foodieSquare zu gründen. Unser Ziel ist es, handgemachte Lebensmittel von Manufakturen die noch ehrlich und sauber arbeiten, den Essensliebhabern näher zu bringen und einen Markt für diese Lebensmittel zu schaffen. Sowohl online für Privatkunden über www.tastybox.de als auch durch den Vertrieb an Spitzenköche und gut sortierte Feinkostläden. Unsere Vision ist, den authentischen Geschmack Europas wieder aufleben zu lassen und dadurch das Kulturgut handgemachter Lebensmittel zu schützen. Wir wollen bei erfolgtem Marktausbau in Deutschland also in Europa Fuß fassen. Wie super wäre es z.B. original handgemachte Raritäten von Südfranzösischen Manufakturen kosten zu können, an die man sonst nie kommen würde?

Eine sehr spannende kulinarische Reise also, die vor uns, unseren Mitstreitern und Mikro-Investoren steht.

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt Euch für ein Crowdfunding via Seedmatch entschieden. Warum dieser Weg? Wurden auch andere Crowdfunding-Plattformen in die engere Auswahl gezogen?

Sammy Gebele: Unsere Philosophie bei foodieSquare ist es, so nah wie möglich am Kunden zu agieren und jedem Kunden ein WOW-Erlebnis nach Hause zu liefern. Mit Seedmatch können wir sogar noch einen Schritt weiter gehen und unseren Kunden und auch weiteren Interessenten ermöglichen, Teil von foodieSquare zu werden. Warum Seedmatch? Die Auswahl der Start-Ups und der Track-Record von Seedmatch haben uns überzeugt. Auch das persönliche Treffen, die in die Tiefe gehenden Fragen die uns gestellt wurden bevor wir angenommen wurden und die durchgehen professionelle Betreuung waren am Schluss ausschlaggebend und der Erfolg unserer Crowdfunding-Aktion geben uns recht.

Klaus-Martin Meyer: Der Marketing-Aspekt eines Crowdfundings wird immer wieder thematisiert. Könnt Ihr messbar von Neukundengewinnungen/Registierungen aus der Richtung von Seedmatch-User berichten, vielleicht auch von solchen, die hinterher gar nicht investiert haben?

Sammy Gebele: Wir haben definitiv einen Sprung, sowohl in den bei uns angemeldeten Usern, als auch in den Umsätzen gespürt, der weit über die 179 Investoren hinausgeht. Da die Funding-Aktion in unter 24 Stunden abgeschlossen war, konnten leider nicht alle investieren, die dies gerne getan hätten. Vielleicht ergibt sich hier in Zukunft eine weitere Chance, weiteren Fans die Möglichkeit zu geben ein Teil der foodieSquare-Gruppe zu werden.

Klaus-Martin Meyer: Was ist Euer Eindruck, wie intensiv sich die Investoren vor ihrer Entscheidung mit Eurem Geschäftsmodell auseinandergesetzt haben. Wurde da blind das Trend-Thema „Lebensmittelhandel im Internet“ gekauft oder habt Ihr auch Hinweise, dass Leute, die sich im eCommerce auskennen, erst nach einer ausgewogenen Risikoabwägung investiert haben?

Sammy Gebele: Wir sind kein Internet-Lebensmittelhändler, ich denke das ist sehr klar von uns kommuniziert worden in unserem Business Plan und auch unserem Video. Anhand der Fragen der Investoren war ersichtlich, dass diese unser ganzheitliches Konzept und Ziel verstanden haben:

foodieSquare wird der Marktplatz für einzigartige Lebensmittelprodukte in Deutschland und Europa, sowohl im Bereich Endkunden (B2C) als auch als Zulieferer für Gastronomie und Feinkostläden (B2B).

Unserer Meinung nach haben sich die Investoren intensiv mit uns auseinandergesetzt und gezielt in foodieSquare investiert. Dies zeigt auch der schon rege Austausch, den wir mit unseren neuen Investoren führen.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss würde mich noch interessieren, was Ihr Euch von der Finanz-Crowd von 176 Investoren in Zukunft noch so an Unterstützung erhofft.

Sammy Gebele: Jeder einzelne Investor ist Botschafter unserer Vision und Mission; das Kulturgut handgemachter Lebensmittel zu schützen und jedem Deutschen und Europäer zu ermöglichen wieder ehrlich hergestellte Lebensmittel von ehrlichen Menschen zu beziehen. Wir stellen unseren Investoren aktiv Aufgaben und sind sehr erfreut, dass die erste „Aufgabe“ die wir gestellt hatten mit tollem Feedback honoriert wurde. Gemeinsam werden wir etwas bewegen und es macht uns sehr stolz, jeden einzelnen der 179 Mikroinvestoren auf unsere kulinarische Reise mitnehmen zu dürfen.

foodieSquare – Seedmatch from foodieSquare on Vimeo

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