„Unsere Wahl fiel auf Seedmatch, weil das Unternehmen bereits erfolgreiche Fundings abgeschlossen hatte…“ – Im Gespräch mit Coskun Tuna (rankseller)

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Klaus-Martin Meyer: Coskun, Du bist einer der Gründer von rankseller. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Coskun Tuna: Mein Name ist Coskun Tuna. Seit zwölf Jahren bin ich als Unternehmer in der Online-Branche unterwegs. Im November letzten Jahres gründeten Cevahir Ejder und ich das Startup rankseller International UG – einen Online-Marktplatz, auf dem wir Werbetreibende und Blogger zusammen bringen. Indem wir beiden Zielgruppen einfache und effiziente Geschäftsabschlüsse ermöglichen, nehmen wir ihnen eine ganze Reihe aufwändiger Prozesse ab. Werbetreibende können unkompliziert Blog-Marketing betreiben und Blogger ihre Webangebote gewinnbringend vermarkten. Aufgrund ihrer Thementiefe werden Blogs zu einem immer stärker nachgefragten Segment im Online-Marketing-Mix, welches Advertisern die Gelegenheit bietet, mit qualifizierten und interessanten Inhalten nachhaltiges redaktionelles Blog-Marketing zu betreiben. 

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt Euch für ein Crowdfunding via Seedmatch entschieden. Warum seid Ihr den Weg über diese Plattform gegangen und nicht über eine andere oder den direkten Weg (ohne Plattform) z.B. über Eure User?

Coskun Tuna: Das Crowdfunding war anfänglich gar nicht vorgesehen. Natürlich bekamen wir mit, dass sich das ein oder andere Startup darüber eine Finanzierung gesichert hat, aber wir waren viel zu sehr mit der Entwicklung und dem Launch unserer Plattform beschäftigt, als das wir uns darum Gedanken gemacht hätten. Als sich langsam abzeichnete, dass wir mit rankseller tatsächlich ein valides Geschäftsmodell mit Erfolgschancen auf den Markt gebracht hatten, wurde die Idee, uns auch über Crowdfunding zu finanzieren immer interessanter. Wir waren uns aber nicht sicher, ob wir die Voraussetzungen dafür erfüllen und ob unsere B2B-Orientierung überhaupt „cool“ genug ist. Nachdem wir einige Finanzierungen verfolgt hatten, besprachen Cevahir und ich erneut das Thema und entschlossen uns, zumindest mal bei Seedmatch anzufragen. Nach Einsendung der ersten Unterlagen erhielten wir kurzfristig die Möglichkeit, uns persönlich vorzustellen. Diese Rückmeldung war für uns völlig überraschend, daher freuten wir uns riesig über die Einladung.
Unsere Wahl fiel auf Seedmatch, weil das Unternehmen bereits erfolgreiche Fundings abgeschlossen hatte und das Angebot einen sehr sympathischen Eindruck vermittelte: Die professionelle Darstellung der Startups in dem sogenannten Storyboard wie auch die Feedbacks und Kritiken der Investoren in der Rubrik „Updates & Fragen“ haben uns überzeugt.
Für uns gab es keine Fundingalternative, da wir den Fokus auf den Aufbau unseres Businesses gelegt und schlicht keine Zeit hatten, uns um die Prospektierung und alles, was sonst noch dazugehört, zu kümmern.

Klaus-Martin Meyer: Etwa zeitgleich hat eine Firma mit einem ähnlich gelagerten Geschäftsmodell über eine andere Plattform ein Funding nicht realisieren können. Wie wichtig ist aus Deiner Sicht die Wahl der Plattform?

Coskun Tuna: Ehrlich gesagt kann ich über andere Crowdfundingplattformen kein objektives Urteil abgeben. Meiner Meinung nach fehlt es dem angesprochenen Mitbewerber von Seedmatch an der Beständigkeit attraktiver Investitionsmöglichkeiten. Wenn ich mich nicht irre, war es wochenlang sehr ruhig auf der Plattform und die angebotenen Startups wurden nicht richtig in Szene gesetzt. Es wirkte alles recht emotionslos. Aus meinem Bekanntenkreis erhielt ich positive Rückmeldungen über das Team hinter dem Angebot, konnte mich aber nicht dafür entscheiden, weil mir keine Leidenschaft vermittelt wurde. Diese ist uns aber sehr wichtig. Von Seedmatch hatten wir bereits vor unserer Kontaktaufnahme einen positiven Eindruck, der im weiteren Verlauf immer wieder bestätigt wurde. Ich halte die Wahl der Crowdfunding-Plattform für sehr entscheidend. Es gibt mehr als ein Dutzend Mitbewerber, die sich über Spezialisierungen auf bestimmte Unternehmen oder Beteiligungsdetails voneinander unterscheiden. Bei der Entscheidung sollte man nicht nur die harten Faktoren gegeneinander aufwiegen, sondern auch die weichen berücksichtigen.

Klaus-Martin Meyer: Ihr seid auf der Webseite eines Crowdfunding-Beraters als Referenz benannt. Wie hilfreich war diese Beratung aus Deiner Sicht? Ist so eine Dienstleistung über die Hilfestellung der Plattform hinaus sinnvoll?

Coskun Tuna: Wenn man selbst keine Zeit hat, sich mit dem Thema eingehend zu beschäftigen, kann ich diese Dienstleistung sehr empfehlen. Glücklicherweise haben wir einen Freund, der uns in diesem Punkt unterstützen konnte. Unser Job bestand primär darin, unser Business aufzubauen. Sich darüber hinaus mit einem Business- und Finanzplan und allem, was sonst noch anfällt, auseinandersetzen zu müssen, ist nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern strapaziert auch die Nerven. Deshalb sollte man solche Dinge lieber von denen erledigen lassen, die Spaß daran haben. Das Geld rechnet sich auf jeden Fall, schließlich muss ein Businessplan so oder so erstellt werden.

Klaus-Martin Meyer: Von allen Seedmatch-Fundings habt Ihr bis dato die größte Finanzcrowd aufbauen können. Was wünscht Ihr Euch, wie diese 198 Personen Euch in Zukunft über das Finanzielle hinaus helfen können?

Coskun Tuna: Wir haben das Glück, dass unsere Investorengruppe sehr agil ist. Sie versorgt uns kontinuierlich mit hilfreichen Tipps und Vorschlägen. Unsere Investorencrowd besteht aus zahlreichen Experten der verschiedensten Branchen. Sie betrachten unser Geschäftsmodell aus ganz anderen Blickwinkeln als wir das tun, so dass wir bereits eine Menge bereichernder Weiterentwicklungsideen erhalten haben. Ich hoffe, dass sich dieses Engagement auch in Zukunft fortsetzt.

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