Interessante Einsichten zu Crowdcube

Crowdcube

In einem der ersten Beiträge auf Crowdstreet habe ich mich ja bereits als Crowdcube-Fan geoutet. Auf keiner anderen Plattform habe ich bisher ähnlich viele Investments getätigt. Nur companisto hat aktuell das Potential in entsprechende quantitative Größenordnungen vorzustoßen.

In einem Interview mit londonlovesbusiness.com gibt Luke Lang interessante Einblicke aus dem bisherigen Geschehnissen auf der Plattform. Ich habe einmal herausgepickt, was aus meiner Sicht heraussticht:

1. “The big lesson is that food and drink sectors do very well,” he tell us. “Kammerlings, London Distillery Company, Righteous – these are firms which produce tangible products which people can buy in Waitrose.”

Das ist sicher ein Sachverhalt, der sich von den deutschen Fundings unterscheidet. Hier haben bisher doch eher rein Internet basierende Geschäftsmodelle im Vordergrund gestanden. Ich finde es aber auch spannend in Firmen zu investieren, wo ich die Produkte im Supermarkt kaufen kann (bzw. könnte, sofern ich im UK lebte). Freilich kann hier der Einfluss der Crowd auf spontane Absatzerfolge auch größer sein.

2. “Online ventures do well. The London-based site Escape the City did well. They raised £600,000 over the sumer. People could see the potential of that business. Ecommerce and tech have done well too.”

Hier haben wir sicher dann die Entsprechung zu dem, was wir auf dem deutschen Markt beobachten. Durch die Vorteile, die der britische Markt mit sich bringt, konnte Crowdcube allerdings sehr viel größere Fundings realisieren.

3. “The sweet spot is £20,000 to £150,000. This is below the radar of a business angel, and too much for a bank.”

Während wir hier in Deutschland doch sehr auf die 100.000 Euro fixiert sind, haben die Startups im UK sehr viel differenziertere – aber nicht immer anspruchsvollere – Kapitalansprüche.

4. “The best firms bring their own community to the fund-raising. Here is the City had 60,000 users, and they tapped into that. If you can bring your friends and family to the rund raising that helps. We have an investment community of 25,000. Where it works is when you can augment that with your own base of investors.”

Hier wird ein wichtiger Punkt angesprochen, der insbesondere für neue Plattformen wichtig ist. Zum Start einer Plattform ist es wichtig, dass die Startups ihre eigene Crowd mitbringen und damit auch die Plattform selber stärken. Für Crowdcube bleibt der Punkt wichtig, weil gleichzeitig stets diverse Pitches zur Finanzierung angeboten werden (aktuell sind es 26!). Bei Seedmatch und Companisto sind die Anforderungen an eine eigene Crowd sicherlich nicht mehr in dem Maße notwendig, weil die beiden Plattformen inzwischen offenbar eine eigen Crowd haben, die hinreichend groß ist – auf jeden Fall solange gleichzeitig nur ein, zwei Pitches gleichzeitig gelistet sind.

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