„Weil es eine amerikanische Plattform ist, wird das Projekt auch in englischer Sprache vorgestellt“ – Interview mit Gert Wagner zu seinem eBook-Projekt auf Kickstarter

Gert Wagner

Kickstarter Projekt von Gert Wagner

Klaus-Martin Meyer: Herr Wagner, Sie sind professioneller Fotograf. Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Gert Wagner: Als Fotograf habe ich viele Reportagen für Stern und Geo gemacht und Werbekampagnen für bekannte Marken fotografiert, z.B. für die Bahn, Lufthansa, Marlboro. Später habe ich mich immer mehr mit dem Dokumentarfilm beschäftigt, und heute mache ich vor allem Filme als Kameramann und Regisseur. Das ist ein breites Spektrum, aber ich habe immer versucht, mit einfachen Mitteln zu arbeiten, deshalb sind meine Erfahrungen sicher besonders interessant für alle, die mit möglichst kleinem Gepäck dennoch tolle Ergebnisse erreichen möchten.

Klaus-Martin Meyer: Sie haben sich jüngst entschieden ein eBook mit Hilfe von Crowdfunding zu finanzieren. Wie kam es zu dieser Idee?

Gert Wagner: Weil ich selbst einmal ein Projekt bei Kickstarter mit unterstützt habe. Ich fand die Idee attraktiv, auf diese Weise bereits von Anfang an potientielle Leser auf mein Projekt aufmerksam zu machen und praktisch weltweit gesehen zu werden. Und da speziell dieses eBook einen beachtlichen Aufwand erfordert – mit interaktiven Fotos und vielen vertonten Videoclips – entstehen Kosten, die ich allein nicht vorfinanzieren möchte. Das Kickstarter Projekt funktioniert da ideal in beide Richtungen: die Finanzierung wird ohne Risiko für die Sponsoren über die Masse ermöglicht, dafür gibt es neben dem fertigen Buch viele zusätzliche Anreize, wie z.B. Poster und sogar persönliche Foto- und Video-Fernkurse von mir über das Internet.

Klaus-Martin Meyer: Warum fiel die Entscheidung bei der Wahl der Crowdfunding-Plattform auf Kickstarter und nicht auf eine einheimische Plattform?

Gert Wagner: Ganz einfach: in den USA ist Crowdfunding populärer als bei uns, man ist dort viel aufgeschlossener dafür, während man hier bei uns noch zurückhaltender ist. Entsprechend großzügiger sind auch die Einlagen der amerikanischen Sponsoren. Dazu hat sich Kickstarter inzwischen international einen Namen gemacht, auch in qualitativer Hinsicht. Weil es eine amerikanische Plattform ist, wird das Projekt auch in englischer Sprache vorgestellt, aber natürlich wird es das Buch auch in einer deutschen Fassung geben. Übrigens kam mein allererster Sponsor aus Taiwan, das sagt doch was.

Klaus-Martin Meyer: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Perk-Strategie?

Gert Wagner: Wenn Sie damit die Gegenleistungen für die Sponsoren meinen: Anreize, Belohnungen sind ein natürlicher Teil der Crowdfunding Idee: man hilft und bekommt etwas zurück. In meinem Fall ist es natürlich das fertige eBook für das iPad, iPhone und für jegliche Computer-Lesesoftware, hinzu kommen, entsprechend der Höhe der Einlage, Poster und individuelle Coaching Programme.

Klaus-Martin Meyer: Welche Hoffnungen verbinden Sie über das Funding hinaus mit ihrer Crowd?

Gert Wagner: Über die Option des persönlichen Coachings für die Sponsoren erhoffe ich mir einen regen Austausch mit einer wachsenden Community. Das könnte für uns alle eine lebendige und authentische Erfahrung werden. Ausserdem wird das Buch den Weg zu weiteren Projekten ebnen, die ich in Zukunft realisieren möchte.

Markiert mit .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar