„Vom Crowdfunding erhoffen wir uns – neben der Finanzierung der Marketingkampagnen zum Markteintritt – einen zusätzlichen Marketingeffekt“ – Interview mit Holger Mannweiler & Susanne Wunderle (mapp2 GmbH)

mapp2link

Klaus-Martin Meyer: Herr Mannweiler, Sie sind Geschäftsführer der Firma match2blue GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Holger Mannweiler: Sehr gerne, Herr Meyer. Ich muss kurz korrigieren: ich bin Geschäftsführer der Firma mapp2 GmbH. Die mapp2 GmbH ist ein Tochterunternehmen oder neudeutsch ein „Spin-off“ von match2blue. Match2blue ist ein führender Anbieter kontextsensitiver mobiler Apps. Das sind Apps, die dem Nutzer proaktiv und in Echtzeit Informationen bereit stellen, die für den aktuellen Kontext des Nutzers, also seinen Ort, die aktuelle Zeit und seine Interessen, relevant sind. Match2blue ist in diesem Zusammenhang 2012 als einziges nicht-kalifornisches Unternehmen von Gartner als „Cool Vendor“ ausgezeichnet worden, worauf die Kollegen bei match2blue sehr stolz sind. Match2blue ist als Technologieanbieter ausschließlich B2B unterwegs, also im Geschäft mit anderen Unternehmen. Zu den Kunden gehören u.a. Lufthansa Miles&More, große Zeitungsverlage, sowie diverse Systemhäuser und Agenturen.
Die Produkte der mapp2 GmbH bauen auf der Technologie von match2blue auf, allerdings heben wir bei mapp2 einen klaren B2C-Focus, wollen also Apps an Endnutzer vermarkten. Die ersten Apps werden „mapp2biz“ und „mapp2link“ sein, Apps die einen Nutzer proaktiv, also per Push, benachrichtigen wenn ein relevanter Kontakt aus einem der Business-Netzwerke Xing (bei mapp2biz) bzw. LinkedIn (bei mapp2link) in der Nähe ist. Weitere Apps in der Pipeline für 2013 sind „mapp2coffee“, „mapp2gay“ – die Namen sollten selbsterklärend sein – und mehr wird jetzt nicht verraten.
Ich selbst bin Physiker, habe einen M.B.A. drauf gesattelt und verdinge mich nach ein paar Jahren als Berater bei McKinsey als – wie man so schön sagt – Serial Entrepreneur.

Klaus-Martin Meyer: Für die Finanzierung Ihrer innovativen Projekte haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden. Was waren die Entscheidungskriterien?

Holger Mannweiler: Die Apps mapp2biz und mapp2link sind aktuell fertig entwickelt und wir werden bis Mitte Februar einen stufenweisen Markteintritt vornehmen. Für die Kosten der Entwicklung der Apps konnten wir schon Mitte des Jahres einige Business Angels mit Beratungs-Background gewinnen.
Nun geht es um die Vermarktung bestehender und funktionierender Apps, die ab Mitte nächster Woche jeder aus dem Appstore und später bei Google Play herunter laden kann. Vom Crowdfunding erhoffen wir uns – neben der Finanzierung der Marketingkampagnen zum Markteintritt – einen zusätzlichen Marketingeffekt, d.h. viele enthusiastische Nutzer, die die Apps fleissig weiter empfehlen, um ihr Investment zu „boosten“.

Klaus-Martin Meyer: Das Funding wickeln Sie über MyBusinessBacker ab, eine Platttform, die ganz frisch am Start ist. Es hätte durchaus etablierte Player gegeben. Welche Vorteile bietet My Business Backer?

Holger Mannweiler: Nun, neuer muss ja nicht schlechter heißen. Wir waren auch mit „etablierten“ Playern im Gespräch. Trotz Interesse an unserem Projekt mussten wir allerdings dort regelmäßig 3-4 Wochen auf die Beantwortung einer einfachen Email warten. Das entspricht weder unserem Arbeitsstil noch dem Tempo mit dem sich ein Hightech Start-up wie wir unserer Ansicht nach bewegen sollte. Als wir dann von MyBusinessBacker hörten waren wir schon direkt nach der Kontaktaufnahme positiv überrascht. Emails wurden innerhalb von 24 Stunden beantwortet. Rückfragen und Anregungen wurden pragmatisch und offen erörtert. Die ganze Anbahnung und Beurteilung erfolgte schnell und sehr professionell. Die Verträge sind fair und zur Provision für die Finanzierung kommen keine versteckten Gebühren hinzu. Wir arbeiten hier mit Profis und haben uns deshalb auch gerne auf das „Risiko“ eingelassen, zu den ersten zu gehören, die über MyBusinessBacker finanzieren. Am Ende setzt sich Professionalität durch, davon bin ich überzeugt.

Klaus-Martin Meyer: Frau Wunderle, Sie verantworten das Marketing bei match2blue. Was erhoffen Sie sich für das Marketing von Ihrer Finanzcrowd?

Susanne Wunderle: Wie Hr. Mannweiler schon erwählt hat, erwarten wir, dass unsere Investoren begeisterte, aber kritische Nutzer unserer Apps sind, die fleißig von der viralen Empfehlungsfunktion Gebrauch machen, uns aber auch mit Anregungen versorgen, wie wir die Apps immer weiter verbessern können. Wir werden dazu für unsere Investoren eine eigene Kommunikationsplattform für App-Feedback einrichten. Noch ein Wort zur Empfehlungsfunktion: mit nur 1 Klick kann jeder App-Nutzer sein ganzes Xing- oder LinkedIn Netzwerk aus der App heraus einladen, die App zu installieren.

Klaus-Martin Meyer: Haben Sie Marketing-Aktionen geplant, damit das Funding schnell zustande kommt?

Susanne Wunderle: Wir werden natürlich unser eigenes Netzwerk aktivieren und zudem zur Mitte der Fundingphase hin, rund um den Launch von mapp2biz, ein eigenes PR-Feuerwerk zünden, im Rahmen dessen natürlich auch das Crowdfunding erwähnt wird.
Darüber hinaus planen wir einige Guerilla-Aktionen am Finanzplatz Frankfurt…aber mehr können wir dazu aktuell leider nicht sagen. Lassen Sie sich überraschen!

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