„Die Berlin Crowd ist eine Plattform für das internationale Crowdfunding von Berliner Startups und Events für die Berliner Internetszene.“ – Interview mit Verena Freese

BerlinCrowd

Klaus-Martin Meyer: Verena, Du bist Managing Director von Berlin Crowd. Könntest Du dich und die Plattform bitte kurz vorstellen?

Verena Freese: Ja, gerne! Hallo, ich bin Verena, Teil der Geschäftsführung der Berlin Crowd und hauptsächlich zuständig für die Betreuung der Projekte und Kooperationspartner. Die Berlin Crowd ist eine Plattform für das internationale Crowdfunding von Berliner Startups und Events für die Berliner Internetszene. Berlin Crowd ermöglicht es verschiedene Crowdfunding-Arten in einem Projekt zu kombinieren. Konkret hat der Projekt-Initiator equity-based, reward-based und/ oder donation-based Crowdfunding zur Auswahl. Entsprechend richtet sich Berlin Crowd an Investoren, Unterstützer und/oder Spender.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam es zu der Idee eine Berliner Plattform zu etablieren? Gibt es da hinreichend viel Nachfrage nach so einer Plattform, die von früher gestarteten Plattformen nur unzureichend bedient werden könnte?

Verena Freese: Die Berlin Crowd ist ein Teil der Foundervision Unternehmensgruppe, welche einen starken Fokus auf Berlin hat und das hier entstehende Ökosystem aktiv mitgestalten möchte. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass es einen Bedarf für eine Plattform gibt, welche sich zum einen auch an internationale Investoren und Unterstützer richtet und zum anderen eine Kombination von Crowdfunding basierend auf Anteilen, Gegenleistungen und/ oder Spenden ermöglicht. Für unser aktuelles Projekt „Capsuling.Me“ beispielsweise kam alternativ nur noch die US-Plattform Kickstarter in Frage, dort aber fehlte dem Startup der Berlinbezug.

Klaus-Martin Meyer: Über Berlin Crowd sind zurzeit Fundings zwischen 25.000 und 150.000 Euro möglich. Wie kommt es zu dieser Spanne?

Verena Freese: Unser Ansatz der Kombination verschiedener Crowdfunding-Arten ermöglicht theoretisch ein Funding in unbegrenzter Höhe. Gleichzeitig konzentrieren wir uns vorerst aber auf Seed-Finanzierung von Startups oder Eventfinanzierungen, weshalb wir für die Anfangsphase sowohl eine sinnvolle Mindest- wie auch Höchstgrenze festgelegt haben.

Klaus-Martin Meyer: Das erste Funding ist sehr erfolgreich verlaufen und wird dennoch verlängert. Ein eher ungewöhnlicher Schachzug, wo Verlängerungen auf anderen Plattformen eher für einen zähen Verlauf sprechen?

Verena Freese: Nach Auslaufen der ersten Phase, trat der Event-Organisator Vertical Media mit der Bitte an uns heran, die Kampagne weitere 14 Tage zu verlängern, um der starken Nachfrage entgegenzukommen. Dies haben wir dann spontan auch ermöglicht.

Klaus-Martin Meyer: Was ist in naher Zukunft auf Berlin Crowd zu erwarten. Worauf darf sich die Crowdfunding-Community freuen?

Verena Freese: Seit Start der ersten Crowdfunding Kampagne erhalten wir relativ viele Anfragen potenzieller Projekte, welche wir im Hinblick auf unsere genannte Ausrichtung prüfen. Die Projekte müssen zu uns passen und umgekehrt. Sicherlich kann man in 2013 weitere spannende Berliner Startups mit internationaler Ausrichtung sowie interessante Events für die Berliner Internetszene erwarten.

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