Interview mit Steffen Marx (Giesinger Bräu) zum Crowdfunding für die neue Braustätte

Klaus-Martin Meyer: Herr Marx, Sie sind Geschäftsführer der Firma Giesinger Biermanufaktur & Spezialitätenbraugellschaft mbH. Könnten Sie Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Steffen Marx:

– 2. größte Privatbrauerei der Stadt München
– seit 2005 am Markt
– anfänglich 250 hl /Jahr nun 1.000 hl/Jahr
– Tendenz stetig wachsend
– 90% Laufkundschaft, Rest fünf Getränkemärkte und fünf Wirtshaeuser, davon eigenes unfiltrierte Biere, unbehandelt, naturbelassen, Haltbarkeit drei Wochen.

Klaus-Martin Meyer: Um Ihr Bauvorhaben zu realisieren, haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden. Was waren die Gründe?

Steffen Marx: crowdfunding geht ja nur bis 100K pro Jahr, bei einer Mindesteinlage von 100,- € generieren wir mit dieser Art der Kapitalbeschaffung 1000 Stammkunden, die ihren Namen als Unterstützer an der Unterstützerwand des neuen Giesinger Bräus immer wiederfinden werden.
Weiterhin haben wir mit Mashup Finance ein ebenso junges Unternehmen und einen sehr guten Partner gefunden, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Von der eingesammelten Menge kann man nun keine Brauerei bauen, aber wir haben damit eine Möglichkeit gefunden, den Anwohner mit in unser Projekt mit einzubeziehen

Klaus-Martin Meyer: Die Abwicklung des Fundings findet auf Ihrer Seite statt und nicht über eine Plattform. Gleichwohl werden Sie von Mashup Finance unterstützt. Wie kam es zu dieser unkonventionellen Zusammenarbeit?

Steffen Marx: Wir haben keine Erfahrung in diesem Bereich und ich fand die Idee einfach super, es auf unserer Seite zu machen, damit ich nicht jeden Stammkunden, der auf unsere Homepage klickt, zum anderen Anbieter zu „schicken“, die Resonanz auf unserer Seite ist dementsprechend höher und da wir den Werbeetat selbst bestimmen, macht es ja Sinn unsere HP zu bewerben und nicht eine andere. wir ergänzen und verlinken uns dennoch super mit Mashup Finance, die diese unkonventionelle Art auch gleich zu schätzen wussten.

Klaus-Martin Meyer: Besonders interessant finde ich die Rendite der Genüsse. Haben die Bierzeichen eine eingeschränkte Gültigkeitsdauer oder kann ich auch als auswärtiger, der allenfalls gelegentlich als Tourist vor Ort ist, die Bierzeichen „aufsparen“?

Steffen Marx: Geplant sind Laufzeiten von 12 bis zu 24 Monaten, das sollte auch für den Touristen ausreichen 🙂 Entschieden ist hier aber noch nichts. Einzulösen sind die Bierzeichen aber in allen Geschäften, wo es etwas von Giesinger Bräu gibt, das schließt Essen/Nahrung mit ein.

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