Von den Kosten für den Aufbaus einer Crowd …

Crowdstreet Research

Crowdstreet Research

Aktuell werden bekanntermaßen – gefühlt im Wochentakt – neue Crowdfunding-Plattformen ins Internet gehievt. Insbesondere die jüngeren Plattformen stehen vor der Herausforderung eine kritische Masse an Usern bzw. Investoren zu gewinnen. Der Mehrheit der Crowdfunding-Plattformen kann dabei nicht der Vorwurf gemacht werden, dass diese sich im Bereich von PR und Onlinemarketing nicht engagieren. Im Gegenteil: In diesen Bereichen wird durchaus geklotzt und nicht gekleckert. Dieser Wettbewerb führt natürlich zu Marketingaufwendungen, die signifikant kleiner wären, sofern es eben keine Inflation an Wettbewerbern gäbe. Continue reading

„Aufgrund der relativ niedrigen Finanzierungssumme erschien uns Crowdfunding als sinnvolle und unkomplizierte Möglichkeit.“ – Im Gespräch mit Alexandra Hamann (manetch)

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Klaus-Martin Meyer: Frau Hamann, Sie sind Co-Founder und Operations Director bei manetch. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Alexandra Hamann: Wir Gründerinnen, Sara Spiller, die Geschäftsführerin von manetch und ich, haben in den vergangenen Jahren erfolgreich Konferenzveranstalter in Berlin und New York aufgebaut. In dieser Zeit haben wir immer wieder festgestellt, dass der größte Mehrwert für die Konferenzteilnehmer in den Pausen zwischen den Vorträgen geschaffen wird. Aus den geführten Gesprächen entstehen oft langjährige Geschäftsbeziehungen. Gleichzeitig bleibt in solchen Situationen die Suche nach dem passenden Gesprächspartner meist dem Zufall überlassen. Aus dieser Erfahrung ist die Idee für manetch entstanden. Continue reading

„Ich kann das Geld für die Delphin-Therapie unmöglich alleine aufbringen, und bin daher auf jede Unterstützung angewiesen.“ – Interview mit Nike über die Crowdfunding-Plattform Gynny

gynny

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Klaus-Martin Meyer: Hallo Nike, danke dass Du dir Zeit nimmst für unser Interview. Crowdstreet beschäftigt sich mit Crowdfunding und stellt Projekte und auch Plattformen vor. Bitte erzähl uns kurz den Inhalt und Zweck deines Projekts.

Nike: Hallo Klaus-Martin, also in meinem Projekt auf Gynny geht es um meinen kleinen Sohn Jerry, der im Mai fünf Jahre wird und 2008 nicht überraschend mit dem Down-Syndrom zur Welt kam. Inzwischen zählen wir noch weitere Diagnosen wie den Frühkindlichen Autismus und einen hypoxischen Hirnschaden denn er 2009 erlitt, und danach sieben Wochen lang im Koma lag. Ich möchte ihm im Oktober diesen Jahres eine Delphin-Therapie ermöglichen, und möchte einfach die Chance nutzen ihm eine Tür in unsere Welt zu öffnen und im Idealfall findet er einen Weg in die Kommunikation – womit ich noch nicht mal die Sprache meine. Denn selbst die unterstützende Kommunikation wäre für uns ein riesiger Erfolg. Continue reading

„Wenn man es bei Kickstarter schafft, dann hat man es überall geschafft.“ – Interview mit Richard Spiegelburg über den Baxterboard-Pitch auf Kickstarter

baxterboard

Baxterboard-Pitch bei kickstarter

Klaus-Martin Meyer: Herr Spiegelburg, nachdem das (equity based) Crowdfunding für Ihre Firma nicht durchgewunken wurde, haben Sie nun einen Kickstarter-Pitch lanziert, um das Baxterboard zu finanzieren. Wie stehen diesmal die Chancen?

Richard Spiegelburg: Nach dem nicht erfolgreichen Pitch bei Innovestment, haben wir darüber nachgedacht, wie wir unser Produkt und die damit verbundene Innovation besser kommunizieren können. Wir haben uns dazu entschlossen, in einen funktionsfähigen Prototypen zu investieren, der alle Vorteile unserer Idee deutlich macht. Continue reading

„Bei den Beteiligungsgesprächen mit den Business Angels hat das erfolgreiche Crowdfunding insgesamt einen positiven Eindruck hinterlassen.“ – Blitz-Interview mit Michael Daniel (PCI AG) zur Folgefinanzierung der foodieSquare GmbH

Klaus-Martin Meyer: Herr Daniel, Ihre Firma die PCI AG hat gerade eine Wachstumsfinanzierung bei der foodieSquare GmbH betreut. War bei der Entscheidung für diese Kapitalmaßnahme der Sachverhalt, dass foodieSquare GmbH zuvor finanzielle Mittel von 176 Crowdinvestoren erhalten hat, ein Thema egal ob positiv oder negativ?

Michael Daniel: Wir betreuen die foodieSquare GmbH in Eigenkapitalfragen schon seit über einem Jahr und haben somit bereits das Crowdfunding aktiv mitbetreut. Das Crowdfunding war und ist Teil der Gesamtfinanzierungsstrategie der foodieSquare GmbH. Vor allem die Thematik der Möglichkeit der Anschlussfinanzierung über die Crowd sowie der Multiplikatoreneffekt der Crowd gaben den Ausschlag zur Durchführung des Crowdfundings. Bei den Beteiligungsgesprächen mit den Business Angels hat das erfolgreiche Crowdfunding insgesamt einen positiven Eindruck hinterlassen.

Klaus-Martin Meyer: Gibt es allgemeine Empfehlungen, die Sie Startups geben würden, die sich über Crowdfunding finanzieren wollen, wie diese das Funding möglichst VC-kompatibel gestalten können?

Michael Daniel: Bei der Ausgestaltung der Beteiligungsverträge sollte bspw. auf eine einfache und praktikable Regelung bei zustimmungspflichtigen Maßnahmen getroffen werden. Ferner empfiehlt es sich für das Start-up bereits vor dem Crowdfunding einen Corporate Finance Dienstleister einzuschalten, welcher die Gesamtfinanzierungsstrategie des Start-ups aktiv managt.

Die Todos der Crowdfunding-Plattformen

Nachdem an dieser Stelle hier auf Crowdstreet bereits die Todos der Crowdinvestoren als auch der sich über die Crowd finanzierenden Startups abgehandelt wurden, liegt es nahe abschließend die Aufgaben der (equity based) Crowdfunding-Plattformen einmal ausführlich zu betrachten.

Während sich die Todos der Investoren in erster Linie auf Hilfeleistungen in Bezug auf das Startup bezogen, ging es bei den Todos des Startups vor allem um Kommunikationsaufgaben gegenüber den Investoren. Continue reading

Nach dem Crowdfunding: Todos für Startups

An dieser Stelle hatte ich ja vor einigen Tagen bereits die Todos der Crowdinvestoren gepostet. Genauso wie ich nach einem Invest Ansprüche an mich und meine Investorenkollegen habe, um der jeweiligen Firma zu helfen, so gibt es natürlich ebenfalls Ansprüche an das Startup, dass unser Geld eingesammelt hat.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass das Kapital, dass aus den vielen kleinen Beträgen zusammen kam, sinnvoll im Hinblick auf das Unternehmensziel ausgegeben bzw. investiert wird. Dass ein jedes Startup alles gibt, ist ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Liegt ein solches Engagement vor, dann wird die Crowd im Extremfall sogar mit einer Pleite leben können, ohne dies persönlich zu nehmen. Aber soweit soll es naturgemäß nicht kommen. Continue reading

„Über die Crowd kann man ein sehr großes Publikum erreichen“ – Im Gespräch mit Carsten Guthardt-Schulz (Larovo GmbH)

Klaus-Martin Meyer: Carsten, Du bist Geschäftsführer der Firma Larovo GmbH. Könntest Du dich und dein Startup bitte kurz vorstellen?

Carsten Guthardt-Schulz: Ich heiße Carsten Guthardt-Schulz und habe zusammen mit meinem Geschäftspartner Ulrich Glemnitz die Larovo GmbH vor ca. einem Jahr gegründet. Unsere ersten Planungen im Bereich Kaufberatung gehen auf das Jahr 2010 zurück. Wir haben uns dabei zum Ziel gesetzt, den Nutzern kostenlos eine objektive, einfache, schnelle und individuelle Kaufberatung zu liefern. Continue reading

Neuerscheinung: Crowdinvesting – Die Investition der Vielen von Prof. Dr. Ralf Beck

Mit dem von Herrn Prof. Dr. Ralf Beck vorgelegtem Buch “Crowdinvesting – Die Investition der Vielen” ist erstmals ein Buch erschienen, dass das noch junge Phänomen des Equity Based Crowdfunding zur Finanzierung von Startups (neudeutsch für ein neu gegründetes Unternehmen) umfassend, ganzheitlich und auf akademischem Niveau beleuchtet.
Damit ist das Buch auf jeden Fall für alle Player im Bereich des Crowdinvesting hoch relevant. Das gilt für die Startups genauso wie für die Mikroinvestoren als auch für die Betreiber der Plattformen.

Wer sich gründlich in die Materie einarbeiten will, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig. Es ist zu konstatieren, dass insbesondere der deutsche Markt mehr als aktuell dargestellt wird. Aus heutiger Sicht spart die Lektüre die mühsame Recherche in vielen Blogs und anderen Informationsquellen.

Gründer von Startups, die sich mit dem Gedanken tragen, sich über die Crowd zu finanzieren, sollten die Kapitel über die verschiedenen Beteiligungsformen auseinandersetzen: Stille Beteiligungen, Genussrecht, Partiarische Darlehen.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Auseinandersetzung zwar sehr wohlwollend ist, aber die mit dem Crowdinvesting verbundenen Risiken bis hin zum Totalverlust nicht verniedlicht werden. Crowdinvesting wird verglichen mit einer Investition, die irgendwo zwischen Aktie und Lotto angesiedelt ist, wenn auch mit der größeren Nähe zur Aktie. Das trifft es, wie ich finde sehr gut. Zumal es den positiven volkswirtschaftlichen Nebeneffekt gibt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass innovative Geschäftsmodelle umgesetzt werden, die es ohne die Existenz des Crowdinvestings nicht schaffen würden.

Der gründliche recherchierte Anhang dürfte “Crowdinvesting – Die Investition der Vielen” übrigens auch für Journalisten interessant machen, die ihre Crowdfunding-Artikel mit hochrelevanten Beispielen aufpeppen wollen.

Aus deutscher Sicht fehlt auch nicht der wichtige Hinweis, dass Deutschland im Bereich Crowdinvesting durchaus eine Führungsrolle inne hat, auch und vor allem, weil die US-Amerikaner sich bislang in diesem Bereich noch selber ein Bein stellen.

Kritisch ist lediglich anzumerken, dass in der Liste der Internet-Links offenbar versäumt wurde auch die Adresse http://crowdstreet.de zu erwähnen. Aber das wird sicher in einer möglichen zweiten Auflage berücksichtigt. 🙂

Crowdfunding als Vehikel zur Finanzierung und Vermarktung von Medien

Das Internet hat einen extremen Einfluss auf die Vermarktung von Medien, insbesondere von Büchern und Musik. Zunächst haben Online-Händler in den 90er Jahren den Buchhandel revolutioniert. Das Buch wurde genau genommen als eines der ersten Produkte für den eCommerce entdeckt. Bücher sind standardisiert, günstig zu verschicken und im Preis klein genug, so dass das anfängliche mit dem Onlinekauf empfundene Risiko als hinreichend klein beurteilt wurde. Mit steigenden Bandbreiten und neuen Dateiformaten wurden dann Musik und Filme direkt über das Internet vertrieben. Dienste wie Books on Demand und neuerdings Hardware wie die ebook-Reader sorgen dafür, dass auch Bücher genau wie Musikdateien mit Grenzkosten gegen Null über das Internet distribuiert werden können. Continue reading