„Wir möchten unbedingt viele Botschafter haben, die den Gedanken der gemeinschaftlichen Nutzung weiter tragen und die uns helfen permanent besser zu werden.“ – Interview mit Julia Derndinger (meinespielzeugkiste.de)

Klaus-Martin Meyer: Julia, Du bist Geschäftsfühererin der Firma Circus Internet GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Julia Derndinger: Circus Internet ist unsere Antwort auf überfüllte Kinderzimmer und Wegwerfgesellschaft, wir wollen Eltern und Kindern Abwechslung im Bereich hochwertigem und wertvollem Spielzeug bieten. Mit unserer Spielzeugflatrate hat man immer zwei bis sechs Spielzeuge zur Verfügung. Sobald man etwas tauschen will, schickt man es zurück und bekommt neue pädagogisch sinnvolle Spielzeuge. So bleibt das Kinderzimmer ordentlich und man spart sich das Verkaufen über ebay, Flohmarkt und Co.

Da ich meine ersten Berufserfahrungen in der Spielzeugfirma Atelier Sommer gesammelt habe – freue ich mich endlich wieder mit diesen schönen Produkten zu tun zu haben. Wobei ich dazu sagen muss, dass auf meine Initiative nur die Idee und die Finanzierung zurück zu führen ist – für die inhaltliche Ausgestaltung ist alleine unser Gründer Florian Spathelf verantwortlich. Ihm ist insbesondere das Thema Nachhaltigkeit beim Spielzeugmieten zu verdanken. Ich war ja bis vor kurzem noch mit meinem Geschäftsführerposten bei imedo ausgelastet… Trotzdem versuche ich Florian und dem Team meine Erfahrungen zur Verfügung zu stellen und bisher klappt das auch ganz gut.

Klaus-Martin Meyer: Anfang des Jahres startet Euer Crowdfunding. Warum habt Ihr Euch für diese Form der Finanzierung entschieden?

Julia Derndinger: Bei allem was wir tun, versuchen wir uns so lean wie möglich zu verhalten. D. h. auch, dass wir uns vor jeder Ausgabe überlegen, können wir das Geld wieder zurückverdienen. Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine große Burnrate und VC-Runde entschieden. Crowdfunding passt in sofern sehr gut zu uns, dass wir damit unseren Kunden bzw. Familie die Möglichkeit geben können, uns dauerhaft zu begleiten und ein Teil der Spielzeugkistenfamilie zu werden. Wir möchten unbedingt viele Botschafter haben, die den Gedanken der gemeinschaftlichen Nutzung weiter tragen und die uns helfen permanent besser zu werden. Zum Dank, erhalten sie dann ja auch die Verzinsung. Wir wollen aber nicht ausschließen, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Business Angels oder Investoren aufzunehmen.

Klaus-Martin Meyer: Ich unterstelle einmal, dass bei Deinem track record jede Crowdfunding-Plattform bereit gewesen wäre, das Funding zu organisieren. Warum fiel die Wahl auf Companisto?

Julia Derndinger: Danke für die Blumen. In der Tat gibt es ja verschiedene sehr gute Anbieter. Aber nicht jeder passt für jede Phase. Besonders gut fanden wir, dass wir nur mit einem Vertragspartner direkt eine Beziehung eingehen. Das vereinfacht das Handling für uns. Wir sind ja ein kleines Unternehmen und können uns hier auf einen Partner verlassen, der unsere Botschaften und Berichte gut zu den Kleininvestoren trägt. Außerdem hatten wir die Eindrücke, dass die Verträge gut durchdacht und fair für alle Beteiligten sind.

Klaus-Martin Meyer: Die Ankündigung des Fundings ist auf der Companisto-Webseite seit ein paar Tagen zu sehen. Habt Ihr allein aufgrund der Anküdigung schon eine Ressonanz feststellen können?

Julia Derndinger: Wir haben festgestellt, dass auch andere Investoren die Companisto Aktivitäen verfolgen und sich für ein Investment interessieren. Aber aktuell konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung der Seite (wir wollen zum Beispiel die Bestellung von Folgekisten erleichtern) und die Finanzierungsrunde mit Copanisto.

Klaus-Martin Meyer: Ich habe meinem Patenkind zu Weihnachten einen Companisto-Gutschein geschenkt. Welche Argumente hat der Junge gerade in eure Firma zu investieren?

Julia Derndinger: Ich bin ein großer Fan davon, in Dinge zu investieren mit denen man sich auskennt. Dein Patenkind kann sich sicher noch gut erinnern, was für ihn beim Spielen wichtig war. Mit dieser Brille soll er sich überlegen, ob das nicht auch für ihn toll gewesen wäre immer neues Spielzeug zu bekommen und welches, das man ausgespielt hat, jederzeit zurück tauschen zu können. Und wenn ihm dann was einfällt, was wir bessermachen können, hat erdann ja den direkten Draht zu uns.

Julia Derndinger & Florian Spathelf

Florian Spathelf & Julia Derndinger

 

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