Neues Berufsbild Crowdinvestor Relation Manager?

Crowdinvestor Relations Manager

Im Allgemeinen ist es die Aufgabe eines Investor Relations Manager die Öffentlichkeitsarbeit einer am Kapitalmarkt aktiven Firma im Hinblick auf die financial community (Investoren, Analysten und Finanzmedien) umzusetzen.

In Bezug auf ein per Crowdfunding finanziertes Unternehmen wären die Adressaten einer Investor Relation Strategie vor allem die Crowdinvestoren aber auch die Crowdfunding Plattformen (wegen möglicher zukünftiger Folgefundings).

Da anders als bei der konventionellen Finanzierung von Aktiengesellschaften bei Crowdfundings der Zusatznutzen wie Marketing-Effekte durch die Crowd von zentraler Bedeutung ist, sähe ein mögliches Berufsbild eines Crowdinvestor Relations Manager aber sicherlich anders aus. Zwar ist auch hier die Kommunikation der Erreichung finanzwirtschaftlicher und Geschäftsmodell bezogener Meilensteine von großer Bedeutung, diese wäre aber sicherlich nur ein Aspekt der Arbeit.

Ein anderer Aspekt, der möglicherweise für den Unternehmenserfolg eines Startups noch von zentralerer Bedeutung sein könnte, ist es, die Crowd zu motivieren, sich für “ihr Startup” über das Finanzielle hinaus einzusetzen. Damit die Crowd motiviert ist, sollten Anfragen aus der Crowd stets zeitnah, empathisch und zur Zufriedenheit der Crowdinvestoren beantwortet werden. Dies gilt nicht nur für die Zeit des Fundings und kurz danach, sondern ganz sicher ist dies eine Daueraufgabe. Keinesfalls darf auch nur der Anschein entstehen, dass ein Startup nur das Geld der Crowd wollte.

Wie aus der Crowdstreet-Umfrage unter Startups hervorging, muss aber auch das Unternehmen aktiv werden, um die Potentiale einer Crowd zu heben. Auch an dieser Stelle sei noch einmal Coskun Tuna von Rankseller zitiert, dass “die Initialzündung sehr oft vom Startup ausgehen muss, denn im allgemeinen Alltagsbetrieb hört und sieht man von den Mikroinvestoren nichts.”

Ein Crowdinvestor Relation Manager könnte so helfen, dass einerseits der bilaterale Kommunikationsprozess nicht nur angestoßen wird, sondern auch nicht ins Stocken gerät. Ein Ziel könnte sein, eine Crowddatenbank zu etablieren, wo hilfsbereite Crowdinvestoren mit ihren Talenten geführt werden. Im Idealfall ergibt sich dann eine ganz neue Qualität der Dynamik, die auch im Hinblick auf den Erfolg des Geschäftsmodell förderlich sein könnte und gleichzeitig die Zufriedenheit der Crowd mit dem “eigenen Unternehmen” fördert.

Bei einer nicht selten dreistelligen Anzahl von Investoren, sollte immer Leute dabei sein, die eine Pressemeldung bei wichtigen Fachmedien platzieren können, einen möglichen Kunden zu akquirieren in der Lage sind bzw. allgemein gesprochen, die eine oder andere Tür öffnen können.

Warum sollte für so ein Szenario nicht ein eigener Crowdinvestor Relation Manager eine gute Idee sein?

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