„Crowdfunding ist eine sehr gute Möglichkeit, um viele Menschen zu mobilisieren und auf ein Projekt aufmerksam zu machen.“ – Interview mit Matthias Geis (PionierGarage e.V.)

Klaus-Martin Meyer: Matthias, Du bist bei der PionierGarage zuständig für Marketing der Silicon Valley Tour. Könntest Du dich und das Projekt bitte kurz vorstellen?

Matthias Geis: Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen im 5. Semester am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und bin seit einem halben Jahr Mitglied der Hochschulgruppe PionierGarage e.V., die eine Plattform für unternehmerisches Denken und Handeln bietet. Neben zahlreichen anderen Events, die die PionierGarage organisiert, ist die Silicon Valley Tour sicherlich eines der Highlights. Die erste Tour im letzten Jahr war ein voller Erfolg und wir wollen hochmotivierten Studenten regelmäßig anbieten, an einer solchen Tour teilzunehmen. Es ist eine einzigartige Chance sein Netzwerk auszubauen, seinen Horizont zu erweitern und sehr erfolgreiche und interessante Persönlichkeiten kennenzulernen und mit ihnen zu diskutieren. Durch das Crowdfunding-Projekt wollten wir möglichst viele Menschen auf die Tour aufmerksam machen und ihnen die Chance geben, dieses Vorhaben zu unterstützen. Die Entwicklung eines Entrepreneurship-Guides, der gründungsinteressierten Menschen helfen soll einen Einstieg in die Szene zu finden, ist ein Teil, den wir an die Community zurückgeben wollen.

Klaus-Martin Meyer: Zur Finanzierung eines Entrepreneurship-Guides zu Eurer Studienreise ins Silicon Valley habt Ihr über 5000 Euro via Startnext eingesammelt. Wie kamt Ihr auf diese Idee?

Matthias Geis: Neben anderen Finanzierungsmöglichkeiten wie Sponsoren und Teilnehmergebühren wollten wir in diesem Jahr eines weiteres Standbein hinzufügen. Crowdfunding ist eine sehr gute Möglichkeit, um viele Menschen zu mobilisieren und auf ein Projekt aufmerksam zu machen. Wenn Menschen ein Projekt unterstützenswert finden, wird es erfolgreich sein und die Unterstützer bekommen etwas zurück. Wir fanden, dass diese Form der Finanzierung sehr gut zu diesem Projekt passt und letztendlich waren wir mit diesem Ansatz erfolgreich.

Klaus-Martin Meyer: Ein erfolgreiches Crowdfunding ist keine Selbstverständlichkeit. Was sind Eure Keylearnings aus diesem startnext-Pitch?

Matthias Geis: Generell ist es sehr wichtig, sich viel Zeit für die Vorbereitung des Projektes zu nehmen, damit es am Ende ein zusammenhängendes logisches Bild ergibt. Wenn Menschen merken, dass sich die Projektleiter Gedanken gemacht haben, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein Projekt unterstützen. Es ist außerdem wichtig mit der Community in Kontakt zu bleiben und sie zu motivieren, anderen davon zu erzählen. Wir haben oft festgestellt, dass Menschen begeistert von dem Projekt waren aber schnell wieder in den Alltag zurückkehren und somit das Projekt vergessen. Ein enger Kontakt mit der Community ist also ein sehr wichtiger Faktor beim Crowdfinding.

Klaus-Martin Meyer: Vielleicht kannst Du auch etwas dazu sagen, wie Ihr die Zielgruppe der „Friends, Family & Fools“ motiviert habt, sich am Funding zu beteiligen?

Matthias Geis: Hierbei spielt die emotionale Bindung eine große Rolle. Natürlich haben wir alle unsere engen Kreise aktiviert, um das Crowdfunding nach vorne zu bringen und ich denke, es ist ein guter Anfang um Aufmerksamkeit für das Projekt zu bekommen. Durch den Netzwerkeffekt spricht sich das Projekt dann sehr schnell rum.

Klaus-Martin Meyer: Die Arbeit hört ja nach dem Funding nicht auf. Wie haltet Ihr Kontakt zur Crowd bis der Guide fertig ist und die Perks verschickt sind?

Matthias Geis: Klar, die Community ist uns sehr wichtig und während der Tour berichten wir täglich von unseren Erfahrungen. Aber auch in der Zeit nach der Tour, in der der Guide entsteht, sind wir in einem engen Kontakt mit unseren Unterstützern und lassen sie immer wissen auf welchem Stand wir sind.

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