Neuerscheinung: Crowdinvesting – Die Investition der Vielen von Prof. Dr. Ralf Beck

Mit dem von Herrn Prof. Dr. Ralf Beck vorgelegtem Buch “Crowdinvesting – Die Investition der Vielen” ist erstmals ein Buch erschienen, dass das noch junge Phänomen des Equity Based Crowdfunding zur Finanzierung von Startups (neudeutsch für ein neu gegründetes Unternehmen) umfassend, ganzheitlich und auf akademischem Niveau beleuchtet.
Damit ist das Buch auf jeden Fall für alle Player im Bereich des Crowdinvesting hoch relevant. Das gilt für die Startups genauso wie für die Mikroinvestoren als auch für die Betreiber der Plattformen.

Wer sich gründlich in die Materie einarbeiten will, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig. Es ist zu konstatieren, dass insbesondere der deutsche Markt mehr als aktuell dargestellt wird. Aus heutiger Sicht spart die Lektüre die mühsame Recherche in vielen Blogs und anderen Informationsquellen.

Gründer von Startups, die sich mit dem Gedanken tragen, sich über die Crowd zu finanzieren, sollten die Kapitel über die verschiedenen Beteiligungsformen auseinandersetzen: Stille Beteiligungen, Genussrecht, Partiarische Darlehen.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Auseinandersetzung zwar sehr wohlwollend ist, aber die mit dem Crowdinvesting verbundenen Risiken bis hin zum Totalverlust nicht verniedlicht werden. Crowdinvesting wird verglichen mit einer Investition, die irgendwo zwischen Aktie und Lotto angesiedelt ist, wenn auch mit der größeren Nähe zur Aktie. Das trifft es, wie ich finde sehr gut. Zumal es den positiven volkswirtschaftlichen Nebeneffekt gibt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass innovative Geschäftsmodelle umgesetzt werden, die es ohne die Existenz des Crowdinvestings nicht schaffen würden.

Der gründliche recherchierte Anhang dürfte “Crowdinvesting – Die Investition der Vielen” übrigens auch für Journalisten interessant machen, die ihre Crowdfunding-Artikel mit hochrelevanten Beispielen aufpeppen wollen.

Aus deutscher Sicht fehlt auch nicht der wichtige Hinweis, dass Deutschland im Bereich Crowdinvesting durchaus eine Führungsrolle inne hat, auch und vor allem, weil die US-Amerikaner sich bislang in diesem Bereich noch selber ein Bein stellen.

Kritisch ist lediglich anzumerken, dass in der Liste der Internet-Links offenbar versäumt wurde auch die Adresse http://crowdstreet.de zu erwähnen. Aber das wird sicher in einer möglichen zweiten Auflage berücksichtigt. 🙂

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