„Über die Crowd kann man ein sehr großes Publikum erreichen“ – Im Gespräch mit Carsten Guthardt-Schulz (Larovo GmbH)

Klaus-Martin Meyer: Carsten, Du bist Geschäftsführer der Firma Larovo GmbH. Könntest Du dich und dein Startup bitte kurz vorstellen?

Carsten Guthardt-Schulz: Ich heiße Carsten Guthardt-Schulz und habe zusammen mit meinem Geschäftspartner Ulrich Glemnitz die Larovo GmbH vor ca. einem Jahr gegründet. Unsere ersten Planungen im Bereich Kaufberatung gehen auf das Jahr 2010 zurück. Wir haben uns dabei zum Ziel gesetzt, den Nutzern kostenlos eine objektive, einfache, schnelle und individuelle Kaufberatung zu liefern.
Denn wer sich heutzutage einen neuen Fernseher, ein Smartphone, Tablet, Kühlschrank oder ähnliches kaufen will, kennt sich in der Regel gar nicht mit all den vielen Features aus. Von einfachen Produktfiltern heben wir uns dadurch ab, dass wir den Ansatz fahren „Was möchten Sie mit dem Produkt machen?“ und dann bedürfnisorientiert beraten: Man beantwortet auf unserer Webseite eine Reihe leicht verständlicher Fragen, für die kein Vorwissen erforderlich ist, und erhält am Ende eine individuelle Produktempfehlung, die den persönlichen Bedürfnissen und Preisvorstellungen entspricht.

Klaus-Martin Meyer: Zur Finanzierung des Wachstums habt Ihr im Juni 2012 via Seedmatch ein Crowdfunding abgschlossen. Warum dieser Schritt und warum über
Seedmatch?

Carsten Guthardt-Schulz: Über die Crowd kann man ein sehr großes Publikum erreichen, die über 180 Investoren dienen dabei als Multiplikatoren. Viele von ihnen sind selbst in der Internetbranche tätig und können Kontakte und Dienstleistungen vermitteln.
Seedmatch ist dabei die Nummer 1 am deutschen Markt, wenn es darum geht, maximale Aufmerksamkeit und ein schnelles Investment zu ermöglichen.

Klaus-Martin Meyer: Kannst Du vielleicht auch einmal eine zusätzliche Unterstützung eines einzelnen Investoren herausstellen? Wobei braucht Ihr noch Unterstützung?

Carsten Guthardt-Schulz: Wir haben einiges technisches Feedback bekommen und es wurden Kontakte zu potenziellen Kunden vermittelt. Unterstützung bräuchten wir vor allem noch im Marketing.

Klaus-Martin Meyer: Interessant wäre für mich auch einmal die Frage, ob das Funding geholfen hat, neue Arbeitsplätze zu schaffen?

Carsten Guthardt-Schulz: Realistisch gesehen ist die Schaffung vieler Vollzeitstellen mit einem Crowd-Investment von 100.000 Euro, von dem nach Abzug von Gebühren und Provisionen noch etwas über 85.000 beim Startup ankommen, eher unwahrscheinlich. Wir beschäftigen vor allem Teilzeitmitarbeiter, Studenten und Praktikanten und greifen auf externe Dienstleister zurück.

Klaus-Martin Meyer: Abschließen würde mich ein finanztechnischer Ausblick freuen. Wenn es ein Folge-Funding geben sollte. Crowd oder VC?

Carsten Guthardt-Schulz: Prinzipiell sind wir für beides offen.

Markiert mit , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.