Die Todos der Crowdfunding-Plattformen

Nachdem an dieser Stelle hier auf Crowdstreet bereits die Todos der Crowdinvestoren als auch der sich über die Crowd finanzierenden Startups abgehandelt wurden, liegt es nahe abschließend die Aufgaben der (equity based) Crowdfunding-Plattformen einmal ausführlich zu betrachten.

Während sich die Todos der Investoren in erster Linie auf Hilfeleistungen in Bezug auf das Startup bezogen, ging es bei den Todos des Startups vor allem um Kommunikationsaufgaben gegenüber den Investoren.

Die Aufgabenstellungen der Crowdfunding-Plattformen sind natürlich etwas komplexer. Zur Beschreibung der Aufgaben macht es Sinn, sich die Funktionen eines Crowfunding-Marktplatzes vor Augen zu führen.

Der Geschäftszweck von Firmen wie Seedmatch & Co. ist es einfach gesagt, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen und zwar die Nachfrage und das Angebot an Kapital. Damit ein Crowdfunding-Marktplatz funktionieren kann, braucht es zunächst eine kritische Masse an Investoren und auf der anderen Seite interessante Startups.

Der Betreiber einer Plattform ist ein Dienstleister, von dem das Kapital suchende Startup erwartet, dass ein Funding zügig und möglichst in vollem Umfang gezeichnet wird. Auf der anderen Seite erwarten die Anleger, vom selben Dienstleister, dass die auf der Plattform präsentierten Startups seriös sind und sich gewissermaßen mit Haut und Haar ihrer Geschäftsidee verschreiben.

Weil die Plattformbetreiber bekanntlich eine Auswahl treffen und zudem die Möglichkeit haben, sich das Gründerteam näher anzusehen, sollten nur solche Firmen für ein Funding zugelassen werden, wo man mit guten Gewissen sagen kann, dass man diesen ruhig das Geld für die Umsetzung der Unternehmensziele anvertrauen kann. Hier muss das Interesse der Anleger stets im Auge behalten werden. Natürlich muss die Qualität des Gründerteams auch im Lichte des verfolgten Geschäftsmodells beurteilt werden. Bei einigen wenigen (auch erfolgreichen) Fundings im letzten Jahr hatte ich den subjektiven Eindruck, dass auch die Plattform mit der Platzierung kurioser Startups im eigenen Interesse auf das zu erwartende Presseecho geschielt hat. Aber das kann man hoffentlich als ein Phänomen betrachten, das kurzfristig automatisch mehr oder weniger Geschichte ist.

Fazit: Liebe Plattform-Betreiber, stellt einfach sicher, dass Ihr nur tolle Startups mit erfolgsträchtigen Geschäftsmodellen auf der Plattform habt und sorgt für eine Crowd, die groß genug ist, diese in kurzer Zeit und in vollem Umfang zu zeichnen.

Dazu gibt es natürlich noch ein paar Zusatzhausaufgaben. Es ist sicherlich eine tolle Sache, wenn die Plattform allen Startups etwas auf die Füße tritt, wenn diese nach dem Funding in Bezug auf die Kommunikation etwas zu lethargisch sind. Und zu guter Letzt ist da auch noch die Sache mit dem Sekundärmarkt, eine Hausaufgabe, die nach meiner Beobachtung alle Plattformen, bis auf die noch nicht gestarteten Bergfürsten noch zu lösen haben.

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