Von den Kosten für den Aufbaus einer Crowd …

Crowdstreet Research

Crowdstreet Research

Aktuell werden bekanntermaßen – gefühlt im Wochentakt – neue Crowdfunding-Plattformen ins Internet gehievt. Insbesondere die jüngeren Plattformen stehen vor der Herausforderung eine kritische Masse an Usern bzw. Investoren zu gewinnen. Der Mehrheit der Crowdfunding-Plattformen kann dabei nicht der Vorwurf gemacht werden, dass diese sich im Bereich von PR und Onlinemarketing nicht engagieren. Im Gegenteil: In diesen Bereichen wird durchaus geklotzt und nicht gekleckert. Dieser Wettbewerb führt natürlich zu Marketingaufwendungen, die signifikant kleiner wären, sofern es eben keine Inflation an Wettbewerbern gäbe.

Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie hoch die Kosten des Aufbaus einer eigenen Crowd sind, habe ich für Crowdstreet sowohl auf Facebook als auch via Google Adwords ein paar Fingerübungen unternommen. Beide Werbeformen wurden einerseits aus rein praktischen Gründen ausgewählt und zudem, weil die Mehrheit der einschlägigen Crowdfunding-Portale auf eben diesen Wegen wirbt.

Die Werbung auf Facebook erscheint noch halbwegs günstig zu sein, so betrugen in meinen bisherigen Versuchen, die Kosten eines neuen Facebook-Fans latent über 0,5 Euro. Allerdings kann nicht jeder Facebook-Fan zu einem Kunden einer Crowdfunding-Plattform konvertiert werden, der dann stille Beteiligungen zeichnet. Ergänzend sei gesagt, dass ich mich mit Facebook-Werbung nicht wirklich gut auskenne. Sicherlich kann man da als Experte noch Kostensenkungspotentiale heben. Anderseits sind sicher auch nicht alle Plattform-Betreiber Profis auf dem Gebiet.

Die Wettbewerbsintensität auf Google ist beim Thema Crowdfunding durchaus nicht zu unterschätzen. Dank eines Gutscheins habe ich bei Google 117 Klicks zum Preis von je 0,87 Euro eingekauft. Dabei wurde ich im Schnitt an Position 5,4 eingeblendet. Angenommen man könnte bei diesen Preisen eine Konversionrate von 10 Prozent realisieren, dann würde ein neues Mitglied der Plattform immerhin zehn Euro kosten. Bei Adwords kenne ich mich soweit aus, dass man durch Optimierungen aller Parameter erstaunliche Kostensenkungen erreichen kann. Allerdings glaube ich nicht, dass die Klicks – will man ganz oben stehen – dann deutliche günstiger zu haben sind. Auch glaube ich nicht an Konversionrates von zehn Prozent…

Fazit: Der Wettbewerb um die Crowdinvestoren ist recht intensiv. In der letzten Zeit tauchten zudem auch internationale Plattformen als Werbetreibende auf google.de auf. Es wird also auch kaum billiger für die Spätstarter werden. An der Werbefront ist also eine signifikante Markteintrittshürde festzustellen.

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