Kann die Crowd irren?

Eine Idee des Crowdfundings ist sicher das “Alles-oder-nichts-Prinzip“. Ein Funding kommt nur zustande – egal ob auf den kreativen Plattformen als auch auf den Equity Based Marktplätzen -, wenn die Mindestinvestitionssumme erreicht wird.

Fällt ein Projekt oder auch eine Startup-Finanzierung beim Publikum durch, gibt es eben kein Geld. Überträgt man den Gedanken der Schwarmintelligenz in dieses Szenario, dann kann ein Funding als eine Art Prüfstein für ein Geschäftsmodell gewertet werden. Continue reading

„Wir freuen uns über diesen doppelten Effekt, den die Crowd mit sich bringt.“ – Im Gespräch mit Wolfgang Knoerr (eTukTuk GmbH)

Logo etuktuk

Klaus-Martin Meyer: Herr Knoerr könnten Sie sich, ihre Firma und ihr eTukTuk bitte kurz einmal vorstellen?

Wolfgang Knoerr: Gerne Herr Meyer. Ich heiße Wolfgang Knoerr und bin einer der Managing Partner bei eTukTuk und habe mit Adam Rice meinem US-Amerikanischen Partner die GmbH im November 2011 gegründet.
eTukTuk bedient gleich mehrere Geschäftsfelder und das aus gutem Grund. Wir vertreiben exklusiv als deutscher Distributor das weltweit erste elektrische TukTuk, das eTuk. Wir haben weiter Rechte für den weltweiten Vertrieb aller Personen-eTuks und der eTuk-Cargo-Modelle. Zusätzlich erkennen wir die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten dieser einzigartigen Fahrzeuge und integrieren die Geschäftsfelder, Mobile Außenwerbung, Events, Promotion, Sightseeing- & Incentives-Touren. Dafür unterhalten wir eine eigene Flotte, die wir für dieselben Zwecke in Berlin vermieten. Continue reading

Nach dem Invest: Todos für Crowdinvestoren

Die Hoffnung vieler Crowdinvestoren ist es, dass ein vom Schwarm finanziertes Startup mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit Pleite geht, weil die Crowd dem Startup mit Rat und Tag zur Seite steht. Zudem ist es die Schwarmintelligenz, die das Funding überhaupt erst zum Erfolg bringt. Gleichzeitig war an dieser Stelle zu lesen, dass ein Startup im normalen Arbeitsalltag von seiner Crowd nicht viel hört und daher das Feedback aktiv einfordern muss. Auch wenn dies nur eine Einzelstimme war, so bin ich geneigt zu glauben, dass dahinter durchaus ein Massenphänomen steckt.

Damit sich die oben formulierte Hoffnung erfüllt, möchte ich an dieser Stelle jeden einzelnen Crowdinvestoren jedes einzelnen Startups motivieren, in folgender Form nach jedem Investment aktiv zu werden und ich werden mich nach Kräften anstrengen gleiches zu tun: Continue reading

„Approximately 30% of our investments originate from abroad making Symbid already an international brand for equity funding.“ – Interview mit Korstiaan Zandvliet (Managing Director of Symbid)

Klaus-Martin Meyer: Korstiaan, you are the Managing Director of Symbid. Would you please tell us a little bit about your company?

Korstiaan Zandvliet: Symbid provides the crowd funding infrastructure that enables individuals to actually become partial owners of exciting new companies! Investors use the Symbid infrastructure to discover and invest in promising business ideas that could well be the next big thing! Anyone can invest from as little as EUR 20,- all the way up to EUR 2,500,000 for each investment opportunity: you determine the size of your investments! Entrepreneurs use the Symbid infrastructure as an innovative way to obtain start or growth capital with help from the crowd. Continue reading

Warum kommen (equity based) Crowdfundings nicht zustande?

Das Crowdfunding ist ohne Zweifel im letzten Jahr zu einer ersten Blüte gekommen. Im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 50 erfolgreiche Fundings durchgeführt, denen etwa ein Dutzend Fundings gegenübersteht, die nicht zum Ziel führten.
Da stellt sich natürlich die Frage, warum mache Investmentvorschläge beim Publikum durchfallen.

Offensichtlich können die Gründe für einen Fehlschlag vielfältiger Natur sein. Mögliche Gründe sind: Continue reading

„Wir legen großen Wert auf die Kommunikation mit unseren Investoren und verschicken regelmäßige Updates zu unseren Fortschritten.“ – Interview mit Benedikt Escher (Design Thinking Startup AG)

stablish.me Icon

Klaus-Martin Meyer: Benedikt, Du bist der einer der Gründer der Design Thinking Startup AG. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Benedikt Escher: Ich bin 28, komme aus Hamburg und habe an der Universität St. Gallen Internationale Beziehungen studiert. Gegen Ende meines Studiums las ich von der Möglichkeit, sich als Mitgründer eines ganz besonderen Startups zu bewerben. Da ich schon lange vom Unternehmertum begeistert war, habe ich mich sofort beworben und wurde gemeinsam mit meinen Teamkollegen ausgewählt, bei diesem Experiment mitzuwirken. Continue reading

„Crowdfunding ist eine sehr gute Möglichkeit, um viele Menschen zu mobilisieren und auf ein Projekt aufmerksam zu machen.“ – Interview mit Matthias Geis (PionierGarage e.V.)

Klaus-Martin Meyer: Matthias, Du bist bei der PionierGarage zuständig für Marketing der Silicon Valley Tour. Könntest Du dich und das Projekt bitte kurz vorstellen?

Matthias Geis: Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen im 5. Semester am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und bin seit einem halben Jahr Mitglied der Hochschulgruppe PionierGarage e.V., die eine Plattform für unternehmerisches Denken und Handeln bietet. Neben zahlreichen anderen Events, die die PionierGarage organisiert, ist die Silicon Valley Tour sicherlich eines der Highlights. Die erste Tour im letzten Jahr war ein voller Erfolg und wir wollen hochmotivierten Studenten regelmäßig anbieten, an einer solchen Tour teilzunehmen. Es ist eine einzigartige Chance sein Netzwerk auszubauen, seinen Horizont zu erweitern und sehr erfolgreiche und interessante Persönlichkeiten kennenzulernen und mit ihnen zu diskutieren. Durch das Crowdfunding-Projekt wollten wir möglichst viele Menschen auf die Tour aufmerksam machen und ihnen die Chance geben, dieses Vorhaben zu unterstützen. Die Entwicklung eines Entrepreneurship-Guides, der gründungsinteressierten Menschen helfen soll einen Einstieg in die Szene zu finden, ist ein Teil, den wir an die Community zurückgeben wollen. Continue reading

„Durch das Seedmatch Funding wurden einige interessante Verlage und potentielle Kooperationspartner auf uns aufmerksam“ – Im Interview mit John Grøtting (John Grøtting)

caramelized - "iTunes" für Rezepte

Klaus-Martin Meyer: John, Du bist einer der Gründer der Caramelized GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

John Grøtting: Als Creative Director habe ich lange Jahre digitale Anwendungen für große Unternehmen, wie z.B. Audi entwickelt. Kochen war immer schon mein Hobby neben dem Job. Ich ärgerte mich allerdings darüber, dass ich Online nicht die hohe Qualität an Rezepten fand, wie in meinem Bücherregal. So entstand die Idee für Caramelized. Ich möchte den gesamten Kochprozess, von der Inspiration, der Planung und dem Einkauf bis zum eigentlichen Kochvorgang erleichtern und gleichzeitig die besten Rezepte der Welt auf Tablet Computern verfügbar machen. Continue reading

„Die Idee, den Weg des Crowdfundings zu wählen, stammt aus der Comicszene“ – Im Interview mit Daniel Lieske (Wormworld Saga)

wormworld

Wormworld – Kickstarter Crowdfunding

Klaus-Martin Meyer: Daniel, Du bist der Macher der Wormworld Saga. Könntest Du dich und dein Werk bitte kurz vorstellen?

Daniel Lieske: Ich bin 35 Jahre alt und war die meiste Zeit meines professionellen Lebens als Grafiker in der Computerspieleentwicklung tätig. Die Wormworld Saga begann als Hobbyprojekt, dass ich neben meinem Job in den Abendstunden und an den Wochenden vorangetrieben habe. Im Kern handelt es sich dabei um einen Fantasy-Comic, der die Geschichte eines jungen Burschens namens Jonas erzählt, den es durch mysteriöse Umstände in eine Paralellwelt verschlägt. Veröffentlicht habe ich den Comic an Weihnachten 2010 im Internet, wo jeder die Geschichte kostenfrei lesen kann. Das Projekt hatte dann binnen weniger Wochen eine bemerkenswerte Resonanz erzeugt. Ich bekam viel Unterstützung von Fans, in finanzieller Form oder in Form von Übersetzungen – das erste Kapitel der Wormworld Saga ist schon in 23 Sprachen verfügbar – und aufbauend auf diesem Support habe ich dann Mitte 2011 entschieden, mich mit dem Projekt selbsttändig zu machen. Seitdem arbeite ich Vollzeit an der Wormworld Saga. Continue reading

Hochprozentige Crowdfundings

Beim Studium laufender und vergangener Crowdfundings ist es interessant zu sehen, dass in Relation zur Gesamtzahl der Angebote auffällig viele hochprozentige Investments zu finden sind. Die Rede ist von Fundings für das eine oder andere hochprozentige alkoholische Getränk. Ein Phänomen, dass übrigens internationaler Natur ist.

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