Crowdfunding idealer Wirtschaftskunde-Unterricht

Hier im Blog wurde bereits diverse Male über die Firma Righteous Ltd. aus dem UK geschwärmt, die aktuell bei Crowdcube ihr zweites Funding durchführt. 

Es ist nicht nur so, dass man als Crowdinvestor seinen Spaß an der Firma hat, sondern man kann auch eine ganze Menge über Wirtschaft lernen.

Das Fallbeispiel ist dabei so anschaulich, dass eigentlich jeder Schüler parallel zum Schulfach Wirtschaft ein Investor in dieser Firma sein sollte.

Righteous hatte vor dem ersten Funding bereits den Proof of Concept erbracht und seine Produkte im Supermarkt gelistet. Mit Hilfe der Mittel aus der ersten Kapitalmaßnahme konnte ein Werbespot finanziert werden, der einerseits ein Invest in die Marke war und den Bekanntheitsgrad steigerte. Gleichzeitig konnte der Absatz gesteigert werden und es wurden neue Vertriebspartner (Supermarktketten) gewonnen.

Um dieses Wachstum zu finanzieren wird nun zusätzliches Working Capital gebraucht. Hierzu wird aktuell das zweite Funding durchgeführt, bei dem die Mittel buchstäblich eingeworben werden. Während der Pitch bei Crowdcube läuft, wurden in den ersten Tagen tägliche Updates via Crowcube gepostet, um neue Meilensteine zu verkünden. Dabei ging es um neue Vertriebspartner im Inland sowie um wichtige Exportkunden. Wenn alles umgesetzt wird wie geplant, werden die ehrgeizigen Absatzziele sicher deutlich übertroffen.

Aufgrund der großen Aufträge ist Righteous nun gezwungen, die nächsten 100.000 Flaschen für die Biosalatdressings zu ordern. Aufgrund der Größe der Order kann die Firma die Flaschen direkt beim Produzenten unter Umgehung des bisherigen Lieferanten bestellen. Hierdurch sinken die Kosten pro Flasche um fasst zwei Drittel. Die Bruttomarge steigt in der Konsequenz von 19 auf 31 Prozent.

Diese Margen lassen sicherlich Raum für zukünftige Preissenkungen, die sich wiederum im Absatzsteigerungen übersetzen lassen, weil neue Kundengruppen erreicht werden können. Aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik, die wir dann hoffentlich in neuerlichen monatlichen Updates zu hören bekommen werden.

Fazit: Ein erfolgreiches via Crowdfunding finanziertes Startup ist ein ideales Beobachtungsobjekt, dass die Wirklichkeit sicher nachhaltiger vermitteln kann als jeder noch so gute Schulunterricht. Aufgrund der Natur des Crowdfundings dürften die Schüler zudem motiviert werden, sich auch selber noch so weit wie möglich in das Startup einzubringen.

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