„Unsere Zielgruppe ist innerhalb der Croudfunding Community sehr stark vertreten.“ – Interview mit Andreas Altenburg zum Crowdfunding der KRYD GmbH

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Klaus-Martin Meyer: Andreas, Du bist Geschäftsführer der KRYD GmbH. Könntest Du dich und KRYD bitte kurz vorstellen?

Andreas Altenburg: Ich bin schon seit den Anfängen des Internets in Deutschland leidenschaftlich im Online-Business tätig. Als Vorstand einer Werbeagentur im Ruhrgebiet habe ich das Digitalgeschäft dort aufgebaut. Zuletzt war ich als Mitgründer bei der Q.One GmbH aus Düsseldorf tätig, die eine Full-Service eCommerce Software anbietet. Dabei habe ich Kunden wie Hubert Burda Media, Lufthansa und Sixt AG betreut und gemerkt, dass selbst große Konzerne Probleme dabei haben, das Potential, das in ihren Kunden steckt, zu nutzen. Das gilt umso mehr für kleinere Online-Shops, die weder viel Zeit noch viel Geld zur Verfügung haben. So entstand die Idee zu KRYD. KRYD ist eine bezahlbare und einfach zu integrierende Mietlösung, mit der Bestandskunden automatisiert je nach ihrem Verhalten ganz individuell adressiert werden können.

Klaus-Martin Meyer: Zur Finanzierung Eures Wachstums habt Ihr Euch für ein Crowdfunding entschieden. Warum diese innovative Form der Finanzierung?

Andreas Altenburg: Unser Produkt richtet sich an alle Online-Shops und –Services, gleich welcher Größe. Unser Anspruch ist, KRYD so einfach wie möglich integrierbar und bedienbar zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Feedback der möglichen Nutzer extrem wichtig. Unsere Zielgruppe ist innerhalb der Croudfunding Community sehr stark vertreten. Wir schielen nicht nur auf das Geld, sondern wollen vor allem die Effekte der Community nutzen, um uns zu verbessern und den Bekanntheitsgrad von KRYD zu steigern.

Klaus-Martin Meyer: In Deutschland stehen ja viele Crowdfunding-Plattformen zur Auswahl. Warum die Entscheidung zu Gunsten von Seedmatch?

Andreas Altenburg: Seematch hat eine beachtliche Erfolgshistorie vorzuweisen und das nicht umsonst. Der Pre-Launch Prozess war sehr professionell, wenn auch für uns als Startup sehr anstrengend. Aber genau diese Prozesse schaffen unserer Meinung nach Vertrauen bei den Investoren. Außerdem stimmte zwischen uns die Chemie sofort, so dass wir uns schnell auf Seedmatch festgelegt haben.

Klaus-Martin Meyer: eCommerce-Tools (vor allem SEO-Tools) wurden in letzter Zeit zum Teil sehr ambitioniert finanziert. Werden die avisierten 250.000 Euro lange reichen?

Andreas Altenburg: Unsere Software ist fertig, wir haben die ersten Kunden aufgeschaltet, wir benötigen das Investment also zum Glück nicht, um überhaupt erstmal starten zu können, sondern um unseren Vertrieb auf- und auszubauen. Der gesamte Kapitalbedarf beträgt nach derzeitiger Kalkulation ca. 600 T€. Eine zweite Finanzierungsrunde über 350 Tsd. € ist daher für Ende 2013 geplant und wird rechtzeitig vorbereitet.

Klaus-Martin Meyer: Auf Seedmatch sollen aktuell über 1.000.000 Euro eingeworben werden. Habt Ihr Euch da eigene To dos auf die Agenda geschrieben, damit Eure Ziele in diesem Wettbewerbsszenario um das Kapital der Anleger auch erreicht werden?

Andreas Altenburg: Ich glaube gar nicht unbedingt an einen Verdrängungswettbewerb der Startups untereinander. Der ursprüngliche Hype, bei dem die Finanzierung innerhalb von wenigen Stunden abgeschlossen war, ist sicherlich verflogen, aber die Community auf Seedmatch wächst stetig und damit auch das verfügbare Kapital. Die Investoren entscheiden hier nicht nur auf Basis von Zahlen, sondern auch unter emotionalen Aspekten, ob sie sich mit einem Startup identifizieren können und es deshalb unterstützen wollen. Wir versuchen natürlich, auf unser Funding auf allen möglichen Kanälen aufmerksam zu machen. Hilfreich sind auch unsere Auftritte auf der Exceed und kommende Woche auf der Internetworld.

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