„Wir haben natürlich bereits im Vorfeld auch im Familien- und Bekanntenkreis auf den Kampagnenstart aufmerksam gemacht.“ – Interview mit Frederik Fischer zum Crowdfunding für Tame

Tame

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Klaus-Martin Meyer: Frederik, Du bist der Geschäftsführer der Firma Tazaldoo. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Frederik Fischer: Ich war vor der Gründung von Tazaldoo lange Zeit leidenschaftlicher Journalist. In den letzten Jahren musste ich aber erkennen, dass der traditionelle Journalismus in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen kaum noch eine Rolle mehr spielt. Dafür gibt es viele Gründe. Einer der wichtigsten: Durch die Digitalisierung entkoppeln sich Inhalte von Marken. Im Netz steht die politische Hintergrundreportage gleichrangig neben Frisurtipps für Hunde. Das führt zum Problem, dass sich Qualität selten vom unterhaltungslastigen Hintergrundrauschen absetzt. Mit Tazaldoo wollen wir es schaffen, dass Qualitätsinhalte wieder die Öffentlichkeit bekommen, die sie verdienen und somit Nutzer etwa bei der Informationssuche auf Twitter brauchbare Informationen bekommen. Ob diese Inhalte dann von traditionellen Medien, Bloggern oder anderen Inhalteproduzenten kommen, ist zweitrangig.

Das komplette Team bei Tazaldoo ist von der Vision angetrieben, die Informationssuche in der digitalen Öffentlichkeit zu verbessern. Daran arbeiten wir, unterstützt durch das Exist-Stipendium, nun seit eineinhalb Jahren. Das Gründerteam kannte sich dabei bereits schon vor der Gründung von Tazaldoo durch ein anderes gemeinsames Projekt. Wir arbeiten übrigens noch in derselben Konstellation wie zu Beginn, lediglich ein freier Entwickler und ein Praktikant haben zwischenzeitlich unser Team verstärkt. In den nächsten Monaten wollen wir das Team jedoch vergrößern und unsere Entwicklung beschleunigen.

Klaus-Martin Meyer: Eine Suchmaschine monetarisiert gewöhnlich nur über eine große Anzahl von Usern. Ist die Notwendigkeit eine kritischen Masse gewinnen zu müssen mehr als ein Nebenaspekt für die Entscheidung eine Crowdfinanzierung anzustrebeben?

Frederik Fischer: Definitiv! Die Kombination aus frischem Kapital und Öffentlichkeit war entscheidend für den Entschluss, Crowdinvesting-Kampagne als Finanzierungsform zu priorisieren.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr Euch bei der Wahl der Plattform für Companisto entschieden? Wie lange dauerte es vom ersten Kontakt bis zur Freischaltung des Pitches?

Frederik Fischer: Companisto bietet unserer Meinung nach momentan das für alle Beteiligten fairste und transparenteste Modell. Unser positiver Ersteindruck wurde bislang nicht enttäuscht. Die Zusammenarbeit mit Companisto läuft super.

Klaus-Martin Meyer:Das Funding startete recht schwungvoll. Inwieweit habt Ihr Eure „Friends, Families & Fools“ zur Teilnahme am Funding versucht zu motivieren?

Frederik Fischer: Wir haben natürlich bereits im Vorfeld auch im Familien- und Bekanntenkreis auf den Kampagnenstart aufmerksam gemacht. Wir sehen in der Companisto-Kampagne eine tolle Chance, sich auch mit wenig Geld an unserem Erfolg zu beteiligen – und wollten auf diese Chance rechtzeitig hinweisen. Bei dem Hinweis belassen wir es aber auch. Wir wollen schließlich niemanden belästigen – weder Fremde noch Freunde.

Klaus-Martin Meyer: Eure Suchmaschine machte bei meinen kleinen Test bereits einen fertigen Eindruck. Werden die Mittel aus dem Funding vor allem ins Marketing fließen?

Frederik Fischer: Ja, das siehst du richtig. Marketing wird eine zentrale Rolle spielen in den nächsten Monaten. Ebenso wichtig ist aber auch die weitere Optimierung des Algorithmus, die Infrastruktur sowie die Entwicklung weiterer Features. Die Mittel fließen deshalb rund hälftig in Marketing und Entwicklung.

Frederik Fischer

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