„Wir wollen mit Foodist schnell internationalisieren und dazu benötigen wir externes Wachstumskapital.“ – Im Gespräch mit Ole Schaumberg zum Companisto-Funding

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Klaus-Martin Meyer: Herr Schaumberg, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von Foodist. Könnten Sie sich und Ihr Startup bitte kurz vorstellen?

Ole Schaumberg: Vor der Gründung von Foodist habe ich sehr wertvolle Erfahrungen bei E-Ventures im Bereich Venture Capital gesammelt. Dort hatte ich einen sehr guten Einblick in viele verschiedene Geschäftsmodelle und Märkte. Davor habe ich ein duales Studium bei der Otto Group absolviert, wo ich unter anderem im Corporate Development und in der Corporate Strategy eingesetzt war. Trotz der hohen Lernkurve gefiel mir das Konzernleben aufgrund der fehlenden Dynamik auf Dauer nicht.
Deshalb entwickelte ich schon nebenbei mit meinen Mitgründern die Idee zu Foodist. Wir sind im Oktober gestartet und bieten hochwertige Delikatessen im Abonnement an. Bei uns bekommt der Kunde monatlich 6-8 Gourmetprodukte in der Foodist Box für 24 €. Der Warenwert der Foodist Box beträgt dabei konstant über 30 €. Bei der Foodist Box geht es hauptsächlich um die Überraschung und das Entdecken von hochwertigen Lebensmitteln. Die Lieblingsprodukte aus jeder Foodist Box können dann in unserem Online-Shop nachbestellt werden. Natürlich bieten wir die Foodist Box auch als Geschenk an. Neben der Foodist Box können Kunden bei uns zu bestimmten Anlässen, wie Weihnachten, Ostern oder zum Valentinstag noch wechselnde Themenboxen erwerben, ohne ein Abonnement abzuschließen.

Klaus-Martin Meyer: Sie haben sich bisher selbst finanziert. Warum nun der Weg über ein Companisto-Crowdfunding?

Ole Schaumberg: Uns war wichtig, dass wir gerade in den ersten sechs Monaten unabhängig bleiben können und uns keine Investoren in strategische Angelegenheiten reinreden. Um allerdings weiter schnell zu wachsen, war uns klar, dass wir danach auf Investorensuche gehen müssen. Wir wollen mit Foodist schnell internationalisieren und dazu benötigen wir externes Wachstumskapital. In den vergangenen Monaten haben wir sowohl mit strategischen Investoren, VCs, Business Angels und eben auch Companisto geredet. Wir hatten neben Companisto auch andere Möglichkeiten, aber uns war sofort klar, dass wir das Crowdfunding durchführen wollen. Wir finden es spannend, dass man durch die Companisten viele Multiplikatoren und tolle Anregungen bekommt und gleichzeitig nicht in seiner unternehmerischen Freiheit eingeschränkt ist.

Klaus-Martin Meyer: Hand aufs Herz, hat der erfolgreiche Verlauf des Erdbär-Fundings bei Seedmatch die Entscheidung seitens Companisto für Foodist befördert oder beschleunigt?

Ole Schaumberg: Nein, Companisto hat da mehr Vorlauf, als sie denken. Unser Termin stand schon lange vor der Ankündigung des Erdbär-Fundings fest. Wir haben den Fundingverlauf von Erdbär natürlich verfolgt und finden das Konzept klasse, da vor allem mein Mitgründer Andreas seit langem in der biologischen Lebensmittelbranche zu Hause ist. Man merkt, dass das Thema bewusste Ernährung endlich in Deutschland angekommen ist.

Klaus-Martin Meyer: Welche konkreten Hoffnungen haben Sie, dass die Crowd ihnen über das Finanzielle hinaus behilflich ist?

Ole Schaumberg: Dadurch, dass wir ein B2C-Modell haben, hoffen wir vor allem, dass die Companisten als Multiplikatoren gegenüber möglichen Kunden fungieren, oder selbst die Foodist Box abonnieren. Wir hoffen natürlich auch Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern über die Companisten zu bekommen. Da wir auch im Bereich Firmengeschenke expandieren wollen, hoffen wir auch dort auf Kontakte. Natürlich wachsen wir auch personell und wünschen uns viele Bewerbungen für unsere offenen Stellen, die evtl. auch aus den Netzwerken der Companisten stammen.

Klaus-Martin Meyer: Wie werden Sie die eingenommenen Mittel verwenden? In welchem Umfang werden neue Arbeitsplätze geschaffen?

Ole Schaumberg: Wir wollen die Mittel vor allem zum Ausbau des Teams und des Marketings nutzen, sowie unsere IT-und Logistikprozesse optimieren. Personell wollen wir uns in den Bereichen IT, Online-Marketing und Kundenmanagement verstärken. Wir sind allerdings nicht unbedingt auf bestimmte Positionen fixiert, sondern entscheiden eher auf Basis der Qualität der einzelnen Bewerbungen. Wir wollen das Team in den nächsten Monaten inkl. Praktikanten auf 8 erhöhen. Durch die Erweiterung des Teams bekommen wir Geschäftsführer jeweils wieder mehr Freiraum für strategische Aufgaben und können gleichzeitig ihre Energie in größere Kooperationen bzw. in die Weiterentwicklung von Features für den Kunden stecken.

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