The Future of Crowdfunding

Nachdem ich heute eine wirklich rührenden Anfrage via Xing erhielt, weil ich seit Tagen kein Blogposting freigeschaltet habe, will ich wenigstens kurz auf die gestrige Veranstaltung “The Future of Crowdfunding” in Berlin eingehen.

Um das Fazit vorwegzunehmen, den Organisatoren des Teams von Ikosom ist es gelungen, ein sehr interessantes Event zu veranstalten. Allein die Speaker lesen sich wie ein internationales Who-is-who der Szene.
Aufgrund der großen Anzahl an interessanten Vorträgen erspare ich mir auf selbige einzugehen. Der ein oder andere Gedanke wird sicherlich in künftige Beiträge auf Crowdstreet einfließen.

Aus der Konferenz selber und der signifikant dreistelligen Anzahl der zahlenden Teilnehmer kann ganz sicher abgeleitet werden, dass die Bedeutung des Crowdfundings in Zukunft weiter dynamisch zunehmen wird. Wenn auf einem solchen Event die aktive Szene aus Plattformbetreibern, funding suchenden Startups und Doktoranden, die zum Thema forschen anwesend sind, ist das sicherlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn aber hoch bezahlte Fondmanager aus London oder Paris und z.B. Rechtsanwälte anreisen, zwei Tage nicht im Büro sitzen, die Reisekostenstelle belasten, um sich mit relevanten europäischen Playern der Szene auszutauschen, dann ist das schon etwas mehr als nur ein Fingerzeig, dass Crowdfunding eine wachsende Bereicherung für Unternehmens- und Projektfinanzierung darstellt, die zunehmend ernst genommen wird.

Zwei Themen, die immer wieder anklagen, möchte ich abschließend doch noch kurz erwähnen.

Ein Aspekt, der die Plattformen (national wie international) weiter beschäftigen wird, ist der jeweilige regulatorische Rahmen. Bei dem ein oder anderen Zuhörer im Auditorium schien das Wort “Bafin” so etwas wie körperliche Schmerzen zu verursachen.

Ein zweites Stichwort, was immer wieder zu hören war, ist “White Label”. Diverse Crowdfunding-Plattformen arbeiten an White-Label-Lösungen bzw. an der Lizenzierung ihrer Portalsoftware. Bei dem ein oder anderen Player ist das sicherlich auch aus der Not heraus geboren, weil die Reichweite der eigenen Plattform nicht ausreicht. Es gibt aber ganz offenbar sowohl im Kreativbereich als auch beim equity based Crowdfunding (vulgo: Crowdinvesting) eine Nachfrage nach derartigen Lösungen. Hier darf man gespannt sein, in welchem Ausmaß sich diese auch materialisieren wird.

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One Response to The Future of Crowdfunding

  1. Robert Koch sagt:

    …für die österreichischen Teilnehmer kann man „BaFin“ mit FMA austauschen… 🙂
    Dies war die einhellige Meinung einiger Plattformbetreiber wie auch aus Sicht der Staudingers (GEA).