„Ein Crowdfunding bietet für uns die optimale Kombination aus Finanzierung und Promo-Tool.“ – Im Gespräch mit Thomas Meudt zum Startnext-Funding für „MEM – Ein postapokalyptischer Western in der Antarktis“

postapokalytischer-Reiter

Klaus-Martin Meyer: In Anlehnung an das Gründerszene-Blog frage ich einfach mal: Thomas, wer bist Du, was machst Du?

Thomas Meudt: Wir sind drei Studenten der Hochschule Darmstadt. Wir haben den Bachelor im Studiengang „Digital Media“ absolviert und verwirklichen momentan unser Masterprojekt im Studiengang Media Direction. Christian Stadach hat als Compositing Artist an Projekten wie „Hugo Cabret“, „Game of Thrones“ und „Super 8“ mitgewirkt und ist der Hauptverantwortliche für die visuelle Umsetzung. Stephan Zimmermann und ich sind ansässig in den Tag & Nacht Studios Darmstadt und beim Projekt hauptsächlich verantwortlich für Sounddesign & Filmmusik.
Zum Kernteam gehören außerdem Michael Noll, Darmstädter Streetartist und Geschäftsführer von Sent-Design, zuständig für den Bereich Art Direction und unser Kameramann Marc Schiemann, Digital Media Bachelor-Student.

Klaus-Martin Meyer: Mit Hilfe eines Crowdfundings bei Startnext wollt Ihr einen „postapokalyptischer Western“ drehen. Warum ein Crowdfunding und warum dies über Startnext?

Thomas Meudt: Ein Crowdfunding bietet für uns die optimale Kombination aus Finanzierung und Promo-Tool. Das heißt wir können schon im Vorhinein potentielle Zuschauer gewinnen, dringend benötigte Gelder akquirieren und im Gegenzug exklusive Hintergrundinformationen und Einblicke bieten, durch die man uns quasi über die Schulter gucken kann.

Startnext ist die größte deutsche Crowdfunding-Seite und bietet eine persönliche Projektbetreuung. Das heißt es wird in jedem Projekt nachgeprüft, ob alle Formalien erfüllt werden und nützliche Tips gegeben. Somit lernen die Macher der Seite die Projekte kennen, was bei uns dazu geführt hat, dass wir in die Liste der Empfehlungen aufgenommen wurden. Dort sind derzeit nur 16 von über 1.700 Projekten gelistet.

Klaus-Martin Meyer: Der Start Eures Pitches war recht dynamisch. Dennoch ist die Sache kein Selbstläufer. Was macht Ihr, um Eure „Friends, Families & Fools“ zu überzeugen, sich für das Projekt zu engagieren?

Thomas Meudt: Wir haben parallel zum Crowdfunding eine Facebook Fanpage gestaltet, die zusätzlich zum Startnext-Blog viele Infos bietet und uns die Möglichkeit gibt, vor Ort Fotos und Videos zu machen und direkt zu posten. Darüber kriegen wir täglich neue „Fans“, die wiederum viele Leute kennen und alle potentielle Supporter sind. Zusätzlich wird unser Dreh von allen lokalen Zeitungen, einem Fachmagazin + Internetplattform und voraussichtlich auch großen Radio- und Fernsehsendern begleitet.
Somit hoffen wir, dass immer mehr Leute auf unser Projekt aufmerksam werden. Grundsätzlich ist es so, dass Supporter von der Startnext Community und sicherlich auch viele andere erst dann supporten, wenn die Finanzierung zu über 50% erfolgreich ist.
Außerdem sind manche Dankeschöns (DVD Sonderpreis und naturbedingt Komparsenrolle und VIP Set-Besuch) zeitlich begrenzt, was eine zusätzliche Motivation sein könnte. Denn viele wollen Spenden, aber sehen wie lange noch Zeit ist und verschieben es auf später.
Trotz allen Schwierigkeiten sind wir zuversichtlich, dass wir die erhoffte Summe von 5.000€ erreichen können.

Klaus-Martin Meyer: Was war die Motivation, die Perks so zu gestalten, wie Ihr sie gestaltet habt?

Thomas Meudt: Wir wollten eine große Spanne von möglichen Beträgen anbieten, angefangen bei 5€ (Download Link) bis hin zu 5.000€ (Legendenstatus). Umso höher der Betrag wird, desto persönlicher, exklusiver und rarer ist das Dankeschön.
Darüber hinaus war es uns wichtig auch einen Soundtrack anzubieten und – da noch nicht jeder einen Bluray-Player hat – die Serie auch als DVD anzubieten.

Klaus-Martin Meyer: Stand heute läuft das Funding noch 46 Tage. Welche Todos habt Ihr noch auf Eurer Liste stehen?

Thomas Meudt: Oh sehr sehr viele… Wir sind nach wie vor auf der Suche nach zusätzlichen Finanzierungsoptionen, Einsparmöglichkeiten jeglicher Art und organisieren alles und jeden. Der Großteil des Drehs findet von 29.04. – 10.05. statt und umfasst neben professionellem Equipment und einer professionell arbeitenden Crew ca. 20 Schauspieler und Komparsen. Außerdem ist jede Menge Set-Bau nötig, damit die Szenen, die vorm Greenscreen gedreht werden, eine möglichst große Tiefe bekommen und die Grenzen zwischen reellen und animierten Objekten verschwimmt. Anschließend beginnt die Postproduktion.
Parallel zu jedem Arbeitsschritt gibt es neben den Pressebesuchen am Set wie gesagt Einblicke in Form von Bildern und Videos, die wir aufnehmen und im Moment hochladen, damit der Supporter quasi live dabei ist.

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