Wann kommt das erste 1.000.000 Euro Funding zustande?

1.000.000€ - Wann ist es soweit?

Heute stellt Burkhard Schneider sehr richtig fest: “Das 1. Millionen-Funding in der deutschen Crowdinvesting-Szene rückt näher”. Direkt nach der Lektüre des interessanten Blogbeitrages traf in meinem Email-Briefkasten die Mitteilung von Seedmatch ein, dass das bereits geschlossene Funding für Aoterra doch noch einmal geöffnet wird. Das neue Fundingziel ist nunmehr 1.000.000 Euro. Am vergangenen Freitag startete auf Lightfin das erste Funding überhaupt, das aber gleich ein sportliches Fundingziel von 1.000.000 Euro hat. Damit kann die neue Plattform sich rühmen die erste zu sein, die gleich ein derart hohes Ziel ausgegeben hat.

Da der Trend insgesamt zu höheren Fundings geht auf allen relevanten Plattformen, ist es aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis wir regelmäßig solche anspruchsvollen Finanzierungen auf den Crowdfunding-Marktplätzen sehen werden.

Ich lege mich schon einmal fest und gehe die Wette ein, dass Aoterra die erste Firma sein wird, die über die Crowd eine Millionen Euro einsammeln wird.

Markiert mit , , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

15 Responses to Wann kommt das erste 1.000.000 Euro Funding zustande?

  1. Manuel sagt:

    Ich wette auch das es Aoterra wird…
    Die größeren Fundings werden sich sicherlich häufen, allerdings glaube ich auch, dass derzeit nur Seedmatch Limits > 500 k erzielen kann.
    Mal eine andere Frage , was ist denn mit Bergfürst, wann wird es hier das erste Funding endlich mal geben? Die wären ja dann auch prädestitniert für höhere Beträge.

      • Wobei man sich da fragen kann, warum die Frist fürs „Gewinnspiel“ – und damit auch die Pressekonferenz – nochmals verschoben wurde. Überwältigende Nachfrage, wie es auf der Website steht? Sehr viel wahrscheinlicher ist das genaue Gegenteil.
        Sorry, dass ich wie üblich die Rolle des Advocatus Diaboli einnehme, aber es ist doch so, dass man aus der Richtung seit nunmehr deutlich über einem Jahr immer wieder nur neues Dampfgeplauder vernommen hat. Um eine Pokeranalogie zu bemühen: bisher haben wir alle nach einem sehr hohen Raise Preflop nur zwei Contibets an Flop und Turn gesehen, und nun am River wird es mal dringend Zeit Farbe zu bekennen.

    • Klaus Kramer sagt:

      Neben Seedmatch und Bergfuerst gibt es noch fundsters.de die den legalen Rahmen nach oben geoeffnet haben. Uebrigens, die Beteiligungsvertraege von fundsters.de sind mehr als fair gestaltet.

      • Fundsters macht den gleichen Bockmist wie Companisto – man beteiligt sich nicht direkt an den gefundeten Unternehmen, sondern an einer mit minimalem Grundkapital ausgestatteten Poolinggesellschaft. Erstens hängt damit ein Zwischenglied in der Fresskette, das für die Crowdinvestoren so nützlich ist wie ein Kropf, zweitens sind die Informations- und Kontrollrechte somit noch weiter eingeschränkt als es bei einer direkten Stillen Gesellschaft eh schon der Fall ist, und drittens hat man als Investor noch nicht einmal ansatzweise eine Chance die Rendite bei einem möglichen Exit abzuschätzen bzw. auf ihre Fairness zu prüfen.

        Kurzum: bei Fundsters wird man in noch schlimmerem Ausmass als bei Companisto als Crowdinvestor als reiner Dukatenscheisser missbraucht. Danke, brauch ich nicht, braucht die Crowd nicht, braucht die Welt nicht. Entweder direkte Beteiligung am interessanten Unternehmen oder gar nicht.

        Man kann nur hoffen, dass dies mittelfristig der Grossteil genau so sieht und solche Auswüchse somit genau so schnell wieder verschwinden wie sie erschienen sind.

        • Tamo Zwinge sagt:

          Hallo Carsten,

          vielen Dank für Deinen Kommentar, den man so allerdings nicht stehen lassen kann. Zum einen ist es nicht richtig, dass bei Companisto eine Poolinggesellschaft dazwischen geschaltet ist. Die Companisten beteiligen sich ebenfalls direkt mit partiarischen Darlehen an den Startups. Sie werden allerdings als Investorengemeinschaft gepoolt. Dies erfolgt jedoch nicht in einer separaten Gesellschaft, sondern durch eine Poolingvereinbarung. Es steht also keine Gesellschaft zwischen den Companisten und dem Startup.

          Im Übrigen ist es bei professionellen Venture Capital Gebern – also sowohl bei VC- als auch bei Business Angel-Konsortien ganz üblich, dass diese gepoolt werden. Häufig passiert das sogar mittels einer eigenen Poolinggesellschaft. Ein Pooling ist also keine „Erfindung“ von Companisto, sondern in der professionellen VC-Landschaft absoluter Standard.

          Letztlich ist ein Pooling nur von Vorteil für Investoren, denn ein Pooling erhöht die Chancen auf eine Anschlussfinanzierung durch einen VC ganz erheblich und davon profitieren letztlich auch die Investoren, denn diese wollen – ebenso wie die Gründer und die VCs – auf einen Exit hinarbeiten.

          Beste Grüße

          Tamo, Co-Founder von Companisto

          • Carsten sagt:

            Grüezi Herr Zwinge,

            vielen Dank für die Klarstellung, denn da war ich dann zwischenzeitig tatsächlich auf dem Holzweg. Als ich mir eure Vertragskonstellationen unmittelbar nach dem Start eurer Plattform angesehen habe, waren das noch Stille Gesellschaften, und man kaufte sich eben doch in eine Zwischengesellschaft ein. Um so erfreulicher, wenn ihr euch von diesem Weg inzwischen verabschiedet habt, denn das war – siehe auch die Kritik am Ansatz von Fundsters – das KO-Kriterium. Dazu kamen dann noch verschiedene weitere Aspekte eurer Vertragsgestaltung, die mir überhaupt nicht zusagten.

            Wenn die neue Vertragsgestaltung nun auch noch eine Übertragbarkeit der Anteile vorsieht (und ihr dies als Plattform alsbald auch noch aktiv ermöglichen würdet), lohnt es sich vielleicht doch wieder, euch als Plattform für Investitionen ins Auge zu fassen.

            Grüsse aus der Schweiz
            Carsten

  2. Manuel sagt:

    Danke! Das hatte ich übersehen…

  3. @klausmartin: Spannende Entwicklung, wir sind gespannt und drücken AOTerra die Daumen.

    @Carsten Albrecht: Ich lade Sie herzlich ein, sich unser Beteiligungsmodell einmal anzuschauen, um mit den vielen Vorurteilen aufzuräumen. Wir arbeiten hart daran ein faires Beteiligungsmodell zu schaffen, dass dem Verbraucherschutz (Prospektpflicht) Rechnung trägt und dennoch wirtschaftlich tragfähig ist. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und stehen jederzeit für Diskussionen zur Verfügung. Bis dahin bitten wir Sie derart falsche und schädigende Kommentare zu unterlassen.

    • Carsten sagt:

      Hallo Herr Brütsch,

      was ist bitte an den Aussagen falsch? Ich zitiere Ihre eigene Website:
      „Als Investor wirst Du ein typisch stiller Beteiligter der FUNDSTERS Venture Capital GmbH, die Deinen Investmentbetrag ohne Abzüge in das Unternehmen investiert. Die FUNDSTERS Venture Capital GmbH, eine Tochter der FUNDSTERS AG, schließt zu Beginn der Kampagne mit dem Unternehmen einen Beteiligungsvertrag als atypisch stille Beteiligung ab.“

      => Wie ich schrieb, also eine Poolinggesellschaft in der Fresskette, KEINE direkte Beteiligung am Startup.

      Und weiter:
      “ Im Gegenzug berechnen wir Dir für unseren Einsatz 10% der ausgezahlten Erträge. Somit verdienen wir nur dann, wenn Du verdienst! Fair und transparent.“

      => Ergo: ihr kassiert von uns Investoren dafür, dass ihr uns von unseren Investments entmündigt, also nicht uns, sondern den STARTUPS einen Dienst erweist. Wie ich schon schrieb, „unnötig wie ein Kropf“.

      Und mit diesem Mitkassieren bei laufenden Gewinnen ist es ja noch nicht getan. Bei einem Exit räumt ihr ja erst richtig mit ab. Auch hier wieder ein Blick in eure eigenen Nutzungsbedingungen:
      „Kosten während Laufzeit und bei Beendigung der Beteiligung“
      Die 10% kassiert ihr bei einem Exit also ebenfalls ein. Nettes Zubrot, dafür, dass vereinfacht ausgedrückt lediglich ein bisschen Geld von einem Konto aufs andere verschoben wird.

      Von Falschaussagen kann also mitnichten die Rede sein; ich habe es nur mal gewagt, das in allgemeinverständlichen Worten auszudrücken, was ihr auf eurer eigenen Website in sehr verklausulierter Form selbst zwangsweise veröffentlicht.

      Und zur Beteiligungsgesellschaft noch ein Auszug aus eurem Handelsregisterauszug:
      „FUNDSTERS Venture Capital GmbH, Meerbusch, Rudolf-Diesel-Straße 11, 40670 Meerbusch. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 27. August 2012. Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-Straße 11, 40670 Meerbusch. Gegenstand: die Anlage und Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Firmen; Co-Investments sind zulässig; ferner die Anlage eigenen Vermögens in Geldwerten zum Zwecke des Liquiditätsmanagements. Stammkapital: 25.000,00 EUR.“
      Auch hier wieder keine Falschaussage: 25k sind die gesetzlich notwendige Minimalsumme für eine GmbH.

      Ich dreh den Spiess also mal um und muss Sie leider auffordern es zu unterlassen mir das Wort im Mund herumdrehen zu wollen, wenn ich letztlich doch nur allgemein zugängliche Fakten zitiere.

      • Klaus Kramer sagt:

        Wie so haeufig entfernt man sich meilenweit von der urspruenglichen Frage „Wann kommt das erste 1 Mio Funding zustande?“ Die Frage bezieht sich auf das „Wann“ und nicht auf das „Wie“. Die Frage „Mit welcher Platform“ waere sicherlich auch interessant.

        Die herablassende Sprachwahl gegen fundsters.de erinnert mehr daran, das hier ein sinnlos ideologisch eingefaerbter Grabenkampf angezettelt wird. Mir sind Menschen suspekt, die aus der „Wir Investoren“ Sicht angeblich fuer den Rest der Menschheit sprechen.

        Carsten Albrecht…..just take it easy, have some fun and get a life.

  4. Lieber Herr Albrecht, mich stört nicht das Zitieren von Fakten, sondern ihre Wertungen. Das Beteiligungsmodell bietet erhebliche Vorteile durch die Betreuung der Investition durch Fundsters während der gesamten Laufzeit. Dies bedeutet beispielsweise für die Prüfung regelmässiger Reports der Startups, die Erstellung jährlicher steuerlicher Unterlagen für unsere Investoren Aufwand für uns. Anders als Banken und Fondsgesellschaften berechnen wir hierfür um die Investitionen zu stärken keine erfolgsunabhängigen laufenden Gebühren, sondern gehen das Risiko ein, nur im Falle echter Gewinne daran moderat Teil zu haben. So haben wir exakt die gleichen Ziele wie unsere Investoren. Die Fundsters AG hat im Rahmen unseres Prospekts eine Kostenübernahme für die Fundsters VC übernommen, was die Kapitaldecke von 25.000 EUR angeht. Die AG selbst verfügt über ein weit höheres Stammkapital.

    Wir versuchen die zugegeben komplexe Welt der Regulierungsanforderungen in unserem Prospekt und unserer Website aufsichtskonform und doch kundenfreundlich transparent zu machen. Für Fragen und kritische Anmerkungen sind wir stets dankbar.

    Eine Unterstellung wie „verklausuliert und zwangsweise“ lässt leider nicht darauf schliessen, dass Sie den regulatorischen Hintergrund des regulierten Kapitalmarkts umfassend beurteilen können. Ich bitte Sie also erneut um etwas mehr Zurückhaltung. Ihre Emotionalität überrascht mich. Sollten Sie etwa gar nicht daran interessiert sein, das Modell tatsächlich zu durchdringen? Wirkt jedenfalls wenig offen für eine konstruktive Diskussion.

    • Carsten sagt:

      Hallo Herr Brütsch,

      nun kommen wir der Sache ein Stück näher, wenngleich Sie es offenbar vorziehen persönlich zu werden statt bei der von Ihnen geforderten Sachlichkeit zu bleiben. Ich habe nur Ihr Geschäftsmodell bewertet, Sie hingegen verlegen sich auf Unterstellungen auf der persönlichen Ebene – dafür, dass Sie hier Ihr Geschäftsmodell verteidigen wollen, finde ich das schon sehr unprofessionell. Insbesondere solche Formulierungen wie “ lässt leider nicht darauf schliessen, dass Sie den regulatorischen Hintergrund des regulierten Kapitalmarkts umfassend beurteilen können“ empfinde ich als persönliche Beleidigung und als extrem anmassend. Ist das die Art, wie Sie bevorzugt mit Ihrer potenziellen Kundschaft umzugehen pflegen?

      Trotz Ihrer beleidigenden und herablassenden Art, auf Ihren ganz persönlichen Wunsch hin, ganz sachlich mal aus der Sicht eines Investors die meines Erachtens wichtigsten und wesentlichen Nachteile Ihres Modells:
      1. die Quartalsberichte kann ich als Investor bei „meinen“ Startups auch selbst einfordern, falls diese nicht kommen oder unbegründet verzögern. Bei „meinem“ Startup kann ich auch einfach mal anrufen oder einen Termin für einen Ortsbesuch machen, wenn ich zufällig grad mal in Deutschland bin. Die Unterlagen für die Abgeltungssteuer mag man als Benefit durchgehen lassen, jedoch nehmen Sie hier in erster Linie den Startups Arbeit ab, nicht den Investoren.
      2. In Ihrem Prospekt schreiben Sie einerseits, siehe Zitat oben, die Investition käme ohne Abzüge den Startups zugute. An anderer Stelle steht jedoch deutlich, dass Sie 9% Provision für das Funding einbehalten. Ich zitiere: „100% des Beteiligungskapitals fließt in die atypisch stille Beteiligung am Unternehmen. Wenn das Funding erfolgreich zustande kommt, erhält FUNDSTERS vom Unternehmen bis zu 9% der Fundingsumme, die in den Betrieb der Plattform und in die Betreuung der Nutzer investiert werden.“ Das machen zwar in ähnlicher Form alle Plattformen so, aber keine behauptet gleichzeitig, dass die volle Summe beim Startup ankäme, obwohl das im Saldo ja nunmal definitiv so nicht stimmt.
      3. Mit der Pooling-Gesellschaft handelt man sich als Investor nebem dem Insolvenzrisiko der Startups zusätzlich das Risiko der Schliessung der Pooling-Gesellschaft ein (das geht eindeutig auch aus Ihrem Verkaufsprospekt, Seite 8, hervor), und aufgrund der niedrigen Kapitalisierung und der von Ihnen angesprochenen Übernahme von Kosten durch Ihre AG auch noch das Insolvenzrisiko eben dieser AG ein. Siehe auch Seite 13 Ihres Verkaufsprospekts. Darin werden ausserdem noch als weiterhin zu berücksichtigendes Risiko die Kosten der Jahresabschlusserstellung in Höhe von ca. 20k p.a. erwähnt.
      4. Sie erwähnen auf Seite 14 selbst das Risiko der mangelnden Mittelverwendungskontrolle. Statt mir als Investor also „nur“ Gedanken um die Verwendung „meiner“ Mittel im Startup Gedanken machen zu müssen, muss ich Sie eigentlich auch noch zusätzlich kontrollieren.
      5. Kosten bei Übertragung der Beteiligung auf andere Personen – 20 EUR, siehe Seite 17.

      Sie argumentieren, Sie verdienen ja nur dann mit, wenn auch die Startups Gewinn erzielen, und betonen hierbei noch den Unterschied zu Fondsgesellschaften. Das ist aber der springende Punkt: die Poolinggesellschaft fungiert quasi als Blackbox wie ein Geschlossener Fonds und stellt im Unterschied zu für den öffentlichen Vertrieb zugelassenen Publikumsfonds eben kein Sondervermögen dar.

      Ich fordere Sie hiermit letztmalig auf Ihrerseits sachlich zu bleiben und weitergehende öffentliche Beleidigungen zu unterlassen. Nur weil Ihnen nicht ins Konzept passt, dass jemand Ihr Geschäftsmodell öffentlich kritisiert und diese Kritik sogar noch mit Fakten unterlegt, gibt Ihnen dies noch lange nicht das Recht, diese Meinung als „falsch“ und „schädigend“ herabzuqualifizieren und beleidigend zu werden. Der Begriff Meinungsfreiheit sollte Ihnen – hoffentlich – nicht ganz unbekannt sein.

  5. Hallo Herr Albrecht,

    Sie haben sicher wie an vielen anderen Stellen Recht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Ortsterminen. Da wir sowohl im Ton als auch den Fakten scheinbar nicht zusammen kommen können, beende ich diese Diskussion an dieser Stelle. Für alle inhaltlichen Fragen und sinnvollen Anregungen stehen wir weiterhin auf den angegebenen Wegen zur Verfügung.