Arbeitswelt Crowdfunding-Plattform II: Interview mit Jakob Carstens (Head of Marketing bei Seedmatch)

Jacob Carstens

Klaus-Martin Meyer: Herr Carstens, Sie sind der Head of Marketing bei Seedmatch. Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen?

Jakob Carsten: Wie sich die Startups bei Seedmatch präsentieren, was sie in ihren Videos sagen, wie wir sie in unseren eigenen Kommunikationsmitteln darstellen – dabei unterstütze ich mit meinem Team. Ich bin jetzt seit genau einem Jahr bei Seedmatch und sorge dafür, dass unsere Fundings gut laufen und unsere Investoren das bestmögliche Investmenterlebnis haben.

Wenn ich nicht gerade Startups „verkaufe“, blogge ich (viel zu selten) unter jakobcarstens.de, beobachte die Startup-Szene und lebe meine zuletzt arg strapazierte Beziehung zum SV Werder Bremen aus.

Klaus-Martin Meyer: Ich unterstelle einmal ein ausgesprochenes Interesse am Crowdfunding, das schon vor „Dienstantritt“ vorhanden war. Wie war der Weg vom Interesse zum Head of Marketing bei einer Crowdfunding-Plattform?

Jakob Carsten: Sagen wir’s mal so: Marketing war schon immer meins, das Internet sowieso und bei Seedmatch kommt das alles zusammen: Ich verkaufe online das spannendste Anlageprodukt, das es gibt: Ideen. Ich habe an der TU Dresden BWL studiert und konnte seit dem dritten Semester in Praktika bei führenden Häusern im Feld der Marketing- und Markenberatung Erfahrungen sammeln. Dass ich bei Seedmatch gelandet bin, ist dem klassischen Vitamin B geschuldet. Hier Pionier in einem der spannendsten Startups Deutschlands (O-Ton excitingcommerce.de) zu sein – einfach top.

Klaus-Martin Meyer: Was sind die vordringlichsten Aufgaben des Head of Marketing bei Seedmatch und wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Jakob Carsten: Was ich so mache, hab ich ja eingangs schon angerissen. Im Prinzip mache ich mehrere Jobs auf einmal: Ich helfe unseren Startups bei der richtigen Präsentation, bespiele unsere eigenen Marketingkanäle, optimiere und entwickle unsere Website, halte Vorträge und gewinne mit dem ganzen Instrumentarium des Onlinemarketings neue Investoren.

Klaus-Martin Meyer: Welchen Einfluss hat der Standort Dresden auf das Marketing. Wäre das Arbeitsleben bei einem Firmensitz in Berlin einfacher?

Jakob Carsten: Die Wege wären wohl oft etwas kürzer. Zum Glück ist meine Arbeit sehr digital: Ich regle das meiste via E-Mail und Telefon und ein, zwei Mal im Monat kann man auch nach Berlin fahren, das geht schon. Und soweit ich weiß, kommen alle Startups gern nach Dresden – da kann man das Geschäftliche gleich mit einem tollen Stadtbesuch verbinden.

Klaus-Martin Meyer: Sie sind ganz sicher noch viel näher am Thema Crowdfunding dran als wir Interessierten und Anleger. Welches Potential hat Crowdfunding und was erwartet und in den kommenden 12 Monaten?

Jakob Carsten: Ehrlich gesagt halte ich nicht allzu viel von Prognosen. Ich mache mit meinen Kollegen jeden Tag die bestmögliche Arbeit, um Startups und Investoren zusammen zu bringen. Jeder Investor hat seine eigene Vorstellung, wie viel Geld er in Startups stecken will. Wir haben mit AoTerra gezeigt, dass wir auch Venture Cases finanzieren können. Stimmt die Idee, das Team und die Präsentation, kann man noch einiges anderes bewegen. Und wir werden das tun.

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