„Lendstar ist ein Social Lending-Netzwerk und bietet eine Alternative zu bestehenden Finanzsystemen.“ – Interview zum Seedmatch-Funding mit Jennifer Fizia

Lendstar

Klaus-Martin Meyer: Jennifer, Du bist bei Lenstar für PR und Social Media zuständig. Könntest Du dich un Euer Startup bitte kurz einmal vorstellen?

Jennifer Fizia: Lendstar ist ein Social Lending-Netzwerk und bietet eine Alternative zu bestehenden Finanzsystemen. Mithilfe der kostenlosen Lendstar-App leihen sich Freunde, Bekannte, Familienmitglieder untereinander Geld. Einfach, schnell und sicher. Die User brauchen nicht mehr auf den teuren Dispokredit ihrer Bank zurückckgreifen, sondern leihen sich das Geld für den Augenblick zinsfrei von Menschen, denen sie vertrauen. Zudem bauen wir bei Lendstar auf eine starke Kommunikation zwischen den Usern. Um dies zu ermöglichen, können die User per Foto und Kommentar beschreiben, wofür sie das Geld benötigen. Wir legen sehr viel Wert auf die soziale Interaktion. In naher Zukunft können die User zudem in Echtzeit Geld transferieren und beim Online- oder Offline-Shopping mit unserer Lendstar Kreditkarte bezahlen.

Ich bin quasi von Anfang an bei Lendstar an Bord. Ich habe meine Freiberuflichkeit – ich war seit zwölf Jahren als Journalistin und Buchautorin selbstständig tätig – für Lendstar an den Nagel gehängt. Die Idee, ein soziales Finanznetzwerk für die und mit der Crowd zu schaffen, hat mich nicht nur begeistert, sondern restlos überzeugt. Ich betreue bei Lendstar nicht nur die User und trete über diverse soziale Netzwerke mit ihnen in Kontakt, sondern bin auch für den Kontakt mit allen Medienvertretern zuständig. Das ist eine spannende, stets abwechslungsreiche, manchmal überraschende Aufgabe, die mir großen Spaß macht.

Klaus-Martin Meyer: Auch wenn es bei Euch um Hilfe unter Freunden geht, so könnte man Eure Plattform schon als „Enabler“ für Social Lending interpretieren. Ist es da – quasi aus Reputationsüberlegungen schon logisch, dass Ihr Euch über ein
Crowdfunding finanziert?

Jennifer Fizia: Es war zumindest naheliegend und für uns auch die erste Wahl. Wir sind große Freunde der Sharing Economy und dazu zählt auch das Crowdfunding. Seedmatch und Lendstar passen sehr gut zueinander, wie wir finden. Daher freuen wir uns sehr, dass wir Lendstar auf der führenden Crowdfunding-Plattform Deutschlands den Investoren präsentieren dürfen.

Klaus-Martin Meyer: Braucht Ihr angesichts Eurer eigenen Plattform eigentlich Seedmatch, um das Funding abzuwickeln?

Jennifer Fizia: Natürlich. Seedmatch ist zwar wie wir ein Vertreter des Finanzsektors im Bereich der Sharing Economy, aber ansonsten unterscheiden sich unsere Plattformen schon sehr voneinander. Bei uns geht es vor allem um das private, kurzfristige Leihen und Verleihen von Geld. Bei Seedmatch dagegen um das Investieren in interessante junge Startups. Davon abgesehen hat Seedmatch uns in Sachen Reichweite etwas voraus – noch.

Klaus-Martin Meyer: Euer Funding-Limit ist mit 100.000 im Umfeld der laufenden Fundings bei Seedmatch eher bescheiden. Wird da noch einmal nachgelegt, sollte es gut laufen?

Jennifer Fizia: Wir starten mit 100k EUR, unser Ziel ist allerdings 200k EUR einzusammeln. Momentan befindet sich Lendstar noch in einer recht frühen Entwicklung-Phase, aber wir wollen den Investoren die Möglichkeit geben von Anfang an dabei zu sein. Auch unsere Bewertung wird wieder näher an dem sein, was am Anfang bei Seedmatch üblich war. Das dürfte ein Investment in Lendstar sehr attraktiv machen.

Klaus-Martin Meyer: Wie ist Eure Dienstleistung aus regulatorischer Sicht zu beurteilen. Werdet Ihr ohne Banklizenz auskommen?

Jennifer Fizia: Das ist ein Thema, dem wir im Vorfeld sehr viel Zeit gewidmet haben. Wir haben uns hier von erfahrenen Anwälten unterstützen lassen. Dadurch, dass Lendstar zinsfrei ist, agieren unsere User auch nicht gewerblich und daher ist es für die BaFin unproblematisch. Lendstar selber braucht ohnehin keine Banklizenz, da wir ja keine Kredite vergeben, sondern diese formaljuristisch vermitteln. Dafür braucht man allerdings auch eine Genehmigung und die haben wir natürlich.

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