„Für den Anleger sind so 13% Rendite drin…“ – Interview mit Markus Zielniok (strandsandale.de)

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Klaus-Martin Meyer: Markus, Du bist Geschäftsführer der Firma strandsandale.de 4s GmbH. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Markus Zielniok: Aber gern. strandsandale.de ist ein Berliner Familienunternehmen, das 2007 an den Start gegangen ist um brasilianische Havaianas in Deutschland online zu verkaufen. Meine Frau ist Brasilianerin und daher kannte ich das Produkt. Ich bin seit 1987 selbstständig und komme eigentlich aus der IT, meine Tätigkeitsfelder waren früher: Systemhaus, Softwareentwicklung, Internetprovider. Havaianas ist ein tolles Produkt und eine starke Brand , war aber kaum in Deutschland erhältlich. Unser Plan war anfangs nur, einen kleinen Onlineshop dafür zu betreiben. Nachdem wir bereits 2009 schon buchstäblich tonnenweise Havaianas verkauft haben, brauchten wir mehr Infrastruktur. Und die will auch im Winter ausgelastet werden, also kamen neue Brands dazu. Heute haben wir ein umfangreiches Angebot für alle Jahreszeiten im Angebot.

Klaus-Martin Meyer: Ende letzten Jahres ist die Ecommerce Alliance bei Euch eingestiegen. Warum nun ein Crowdfunding?

Markus Zielniok: Auf einem Bein kann man nicht stehen… Scherz beiseite: unsere Finanzierung setzt sich bereits jetzt aus verschiedenen Quellen zusammen. Neben der Ecommerce Alliance sind auch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg und die Bürgschaftsbank Berlin engagiert. Tatsächlich erfolgte das Investment der Ecommerce Alliance bereits im Oktober 2011, zu der Zeit operierten wir noch als GbR. Um die Beteiligung umzusetzen, war eine zeitaufwändige Umwandlung in die Rechtsform GmbH notwendig. Das Crowdfunding über bankless24 ist auch nicht als Ergänzung dafür gedacht, sondern dient der Ablösung von langfristen Bankkrediten, die wir planmäßig tilgen.

Klaus-Martin Meyer: Ich unterstelle einmal, mit einem so bekannten Investor im Rücken und dem gleichzeitig interessanten eCommerce-Ansatz hättet Ihr das Funding bei alle existierenden Plattformen durchführen können. Warum die Entscheidung für bankless24?

Markus Zielniok: Schön wär’s… Die bekanntesten Plattformen suchen Startups und bieten Unternehmensanteile an, um die Anleger für das hohe Risiko, in ein noch unerprobtes Geschäftsmodell zu investieren mit überdurchschnittlichen Renditechancen zu entschädigen. Wir sind weder ein klassisches Startup noch rechnen wir mit außergewöhnlicher Wertsteigerung für das Eigenkapital. Dafür bieten wir eine solide Kundenbasis, erprobte Prozesse und ein relativ gut berechenbares Geschäftsmodell. Bankless24 passt daher vom Ansatz her sehr gut zu uns.

Klaus-Martin Meyer: Nach welchen Kriterien wurden die Konditionen für die Anleger festgelegt? Woran habt Ihr Euch ggf. orientiert?

Markus Zielniok: Wir haben uns an den Kosten für die Bankfinanzierung orientiert. Zudem wird ein Teil der Vergütung gewinnabhängig gezahlt, so dass sich die Kosten der Geschäftsentwicklung anpassen. Insgesamt machen unsere Finanzierungskosten ca. 2% der Gesamtleistung aus, dass ist ein akzeptabler Wert. Für den Anleger sind so 13% Rendite drin, das ist schon ganz ordentlich, bei einer Laufzeit von fünf Jahren sind das insgesamt 65%vor Steuern.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss die Frage nach der Mittelverwendung. Wenn die Crowd Euch folgt, was passiert mit dem Kapital?

Markus Zielniok: Wie schon erwähnt, wollen wir langfristige Bankdarlehen teilweise ersetzen und die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen. Da wir unser Wachstum aus dem Cash-Flow bezahlt wird (Werbung, Prozessoptimierung), werden die Mittel ausschließlich zur Finanzierung unseres Warenlagers verwendet. Es gibt also immer Sachwerte als Gegenposition, in diesem Fall schöne Schuhe.

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