„Unser Ziel ist es, nicht von Banken abhängig zu sein.“ – Im Gespräch mit Andreas Weber zum bankless24-Funding für die Bioenergie Shop GmbH

Bioenergie Shop GmbH

Klaus-Martin Meyer: Andreas, Du bist Geschäftsführer der Firma BE Bioenergie Shop GmbH. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Andreas Weber: Gerne, Ich bin Gründer und Geschäftsführer der Bioenergie Shop GmbH. Die Bioenergie Shop GmbH wurde 2010 gegründet. Unter der Marke bioenergieshop services (bes-services.de) bieten wir dezentrale Wärmelieferung sogenanntes Contracting für kleine und Mittelgroße Wärmenutzer mit Holzpellets an. Kleine und mittelgroße Wärmenutzer sind Kirchen, Kindergärtne, Mehrfamilienhäuser und Gewerbetreibende. Dezentrale Wärmelieferung bedeutet, wir planen, finanzieren, bauen und betreiben die Heizungsanlage im Objekt des Kunden und versorgen dies mit Wärme in Form von Heißwasser für Heizung und Frischwasser. Ein Rundum Sorglos Paket kann man sagen.

Seit 2008 betreiben wir bereits unseren Einzelhandel mit moderner Biomasse. Moderne Biomasse sind Holzpellets, Holzbriketts, Scheitholz und Zubehör für Zentralheizungssysteme und Kaminöfen. Alles ausgerichtet für private Endkunden.

Klaus-Martin Meyer: Wie kommt man als Mittelständler auf die Idee, sich – anstatt zur Bank zu gehen – für ein Crowdfunding zu entscheiden?

Andreas Weber: Wir haben uns von Beginn an ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Unser Ziel ist es, nicht von Banken abhängig zu sein. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, unsere Kapitalbasis für den nächsten Wachstumsschritt im Rahmen des Crowdfundings zu erweitern.

Klaus-Martin Meyer: Welche Rolle spielten bei der Entscheidung für das Funding mögliche Marketing-„Nebenwirkungen“?

Andreas Weber: Natürlich ist das ein guter Effekt, unser Unternehmen einer breiten Masse zu präsentieren. Unsere Produkte aus dem Einzelhandel aber auch unser Contractingangebot richtet sich speziell an Endkunden. Wir verfolgen konsequent einen ganzheitlichen Kreislaufgedanken. Alle Brennstoffe stammen aus der Region. Das Scheitholz aus der Pfalz, die Pellets von einem deutschen Pelletwerk. Im Bereich des Contractings integrieren wir immer den regional ansässigen Heizungsbauer und setzten auf den Pelletlieferanten aus der Region. Also warum dann nicht auch das Kapital aus der Region?Die Wertschöpfung sollte regional stattfinden, dann ist es ein Gewinn für alle.

Klaus-Martin Meyer: Auf dem deutschen Markt gibt es ja eine Reihe von Crowdfunding-Plattformen. Wie kam es zur Entscheidung für bankless24?

Andreas Weber: Bankless24 war für uns aus vieler Hinsicht der richtig Partner. Wir sind kein klassisches Startup Unternehmen und sehen uns als typischer Mittelständler. Auch die Ausgestaltung des Genussrechts und die professionelle Abwicklung der Plattform waren wesentliche Entscheidungsmerkmale für uns.

Klaus-Martin Meyer: Ein Crowdfunding ist trotz des aktuellen Interesses am Thema kein Selbstläufer. Verlasst Ihr Euch nur auf die CF-Plattform oder habt Ihr auch versucht „Friends & Family“ für ein Investment zu gewinnen?

Andreas Weber: Nein, CF ist noch kein Selbstläufer, wir sind aber davon überzeugt, dass es ein Selbsläufer wird. Unser Minimalziel haben wir bereits erreicht und dies mit wesentlicher Hilfe der Crowd. Wir haben natürlich neben den Marketingmaßnahmen von bankless24.de auch unsere eigenen Netzwerke aktiviert und informiert. Auch hier haben wir viel positiven Zuspruch erhalten und auch die ein oder andere Zeichnung. Für die letzten 14 Tage Zeichnungsfrist erhoffen wir uns nochmals einen Endspurt. Wir sind gespannt, wie viele Zeichnungen es am Ende sind.

Markiert mit .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.