„In einem halben Jahr haben wir mit KIEZHELDEN die Welt hoffentlich ein kleines Stückchen besser gemacht.“ – Interview zum Start von KIEZHELDEN

KIEZHELDEN

Klaus-Martin Meyer: Dorit, Du bist die Ansprechpartnerin für Kiezhelden. Könntest Du dich und KIEZHELDEN bitte kurz vorstellen?

Dorit: Ich arbeite im Sozialmarketing beim FC St. Pauli. Seit Dienstag sind wir mit unserer sozialen Seite am Start: KIEZHELDEN.com. Unsere soziale Spendenplattform und Netzwerk für
 Ideen, Projekte und Aktionen, wie man gesellschaftliche Missstände und soziale Ungleichheiten angehen kann.

Klaus-Martin Meyer: Crowdfunding und Crowddonation sind noch vergleichsweise junge Phänomene in der deutschen Internetlandschaft. Wie kam es zu der Idee, eine solche Plattform für den Kiez zu initiieren?

Dorit: Bunte Vielfalt, Kreativität, Selbstironie aber auch Rebellion stehen sowohl für den Kiez als auch für unseren Verein. Die Vereins- und Stadtteilgeschichte sind geprägt von einem ständigen Wechselspiel von Einflüssen und Aktionen zwischen dem Club und den Menschen, die hier leben. Hieraus ergibt sich für den Verein eine besondere Verantwortung. Die reicht aber weit über den Stadtteil in die Welt hinaus und hat gesamtgesellschaftlichen Charakter. Durch großes soziales Engagement wird der FC St. Pauli dieser Verantwortung bereits gerecht. Um dieses Engagement zukünftig noch nachhaltiger zu gestalten, haben wir KIEZHELDEN ins Leben gerufen.

Klaus-Martin Meyer: Unter den Partnern wird auch betterplace aufgeführt. Haben die Berliner auch mit ihrer technischen Plattform geholfen oder worin genau besteht die Kooperation?

Dorit: Ja, haben sie. betterplace solutions ist unser Technikpartner und ist für den technischen Aufbau und die technische Umsetzung der Plattform verantwortlich. Hier haben wir von ihrer Expertise der eigenen Plattform geholfen. Zusätzlich unterstützten sie uns bei der Abwicklung des gesamten Spendenprozesses.

Klaus-Martin Meyer: Alle Plattformen haben anfänglich ein Henne-Ei-Problem zu lösen, damit die Sache richtig in Schwung kommt. Wie werden die Kiezhelden dieses lösen?

Dorit: Der gesamte Verein: alle Gremien und Abteilungen, Mitarbeiter, Mitglieder und die organisierte Fanszene sind eingebunden und stehen hinter KIEZHELDEN. Wir verfügen über ein großes Netzwerk und wollen auch unsere mediale Reichweite nutzen, um Projekte zu fördern. Sich gegenseitig zu helfen, gemeinsam anzupacken und Probleme zu lösen, sind Grundprinzipien im Verein und auf St. Pauli. Durch KIEZHELDEN erhalten diese Prinzipien eine bessere Struktur. Wir gehen also davon aus, dass es kein Henne-Ei-Problem gibt.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss würde mich ein Ausblick interessieren. Wo wollen KIEZHELDEN in einem Jahr stehen?

Dorit: In einem halben Jahr haben wir mit KIEZHELDEN die Welt hoffentlich ein kleines Stückchen besser gemacht. Wir wollen einfach helfen. Wir wollen, dass Jede und jeder, der eine kreative, innovative, inspirierende oder nachhaltige Projektidee hat, die der Haltung und den Leitlinien des FC St. Pauli entspricht, ein KIEZHELD wird und Lust hat, bei uns mitzumachen. Am besten heute und in einem halben Jahr.

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