„Die Banken möchten gerne Sicherheiten, diese können wir jedoch noch nicht im gewünschten Umfang bieten.“ – Im Gespräch mit Raphael Stäbler zum Crowdfunding für ajaa!

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Klaus-Martin Meyer: Herr Stäbler, Sie sind Geschäftsführer der Firma 4e solutions GmbH. Könnten Sie sich und ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Raphael Stäbler: Das Unternehmen wurde Anfang 2012 mit der Marke ajaa! gegründet. Wir befassen uns mit Produkten, die 100% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, also frei von Erdöl und schädlichen Weichmachern. ajaa! kommt aus dem finnischen und heißt „etwas bewegen, etwas vorantreiben“. Genau das wollen wir auch umsetzen. Ein sinnvoller Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Ökologie. ajaa! bietet Boxen zum Aufbewahren von Lebensmitteln an. Egal ob Müsli, Nüsse, Reis, Nudeln, Käse oder Wurst: von ajaa! gibt es sinnvoll-schöne Boxen in momentan vier unterschiedlichen Größen.

Klaus-Martin Meyer: Wie zulesen ist, wollen Sie zur Finanzierung eines Großauftrages akutuell ein Crowdfunding durchführen. Warum gehen Sie nicht einfach zur Bank, sondern bedienen sich stattdessen eines Finanzierungsinstrumentes, dass ähnlich innovativ ist wie Ihre Produkte?

Raphael Stäbler: Die Banken möchten gerne Sicherheiten, diese können wir jedoch noch nicht im gewünschten Umfang bieten. Crowdfunding bietet neben der finanziellen Unterstützung aber noch weitere Vorteile. Zum Beispiel können wir unsere Crowd-Investoren über das Crowdfunding von unserem Produkt begeistern und damit als Kunden gewinnen. Über den erhofften Multiplikator-Effekt können diese Kunden als Botschafter für die ajaa! Produkte weitere potentielle Kunden überzeugen usw.. Außerdem bin ich der Meinung, dass potentielle Crowd-Investoren sich bereits mit Themen wie Nachhaltigkeit und Ökologie befassen und daher genau die Kundengruppe darstellen, die wir mit ajaa! ansprechen wollen.

Klaus-Martin Meyer: Das Funding wird über CROWD NINE abgewickelt, eine Plattform die bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist. Warum haben Sie diesen Weg gewählt und nicht eine etabliertere Plattform?

Raphael Stäbler: CROWD NINE ist eine Stuttgarter Plattform für Unternehmen aus der Region Stuttgart und für Investoren, die sich der Region verbunden fühlen. CROWD NINE bietet die Möglichkeit, die Finanzkraft der Region auch für regionale Unternehmen zu nutzen. Dabei ist vor allem die lokale Nähe und der direkte Kontakt ein entscheidender Vorteil von CROWD NINE. Die Investoren können sich vor der geplanten Investition vor Ort ein Bild vom Unternehmen und dem Funding-Projekt machen. Und sie können mit den Menschen in Kontakt treten, die für das Funding-Projekt stehen. Deshalb bieten wir auch in Kürze ein erstes Investorentreffen direkt bei ajaa! an. Der erste Termin findet am Montag, 19. August 2013 um 19.00h statt.

Klaus-Martin Meyer: Welche über das Finanzielle hinaus gehende Erwartungshaltung haben Sie z.B. im Hinblick auf Marketing und Kontakte an eine zukünftige Finanzcrowd?

Raphael Stäbler: Die Crowd investiert in innovative Zukunftsprodukte, denn es vollzieht sich in den kommenden Jahren nicht nur die bereits bekannte Energiewende, sondern auch eine Rohstoffwende. Immer mehr Unternehmen setzen auf Produkte aus Bio-Kunststoff. Als Investor hat man mit ajaa! die Möglichkeit von Anfang an diesen Weg zu unterstützen.

Klaus-Martin Meyer: Wie in der Zeitung zu lesen war, nutzen Sie einen Werkstoff von Tecnaro, einer Firma, die in meiner Wahrnehmung trotz der tollen Produkte ihrer Nische auch nach Jahren noch nicht recht entwachsen konnte. Kann sich das mit Ihrer Hilfe und der Hilfe der Crowdinvestoren nun ändern?

Raphael Stäbler: Tecnaro stellt viele verschiedene Bio-Kunststoffe her und ist Partner von ajaa!. Durch Produkte im Consumer-Bereich werden die herausragenden Werkstoffe immer bekannter. Wir leisten mit ajaa! gerne unseren Beitrag, Bio-Kunststoffe bekannter zu machen und die bereits positive Entwicklung weiter zu fördern.

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