„Mit CROWD NINE haben wir vor einigen Monaten eine webbasierte Plattform für regionales Crowdfunding in Stuttgart gegründet.“ – Interview mit Nicola Tomaschko

Crowdnine

Klaus-Martin Meyer: Herr Tomaschko, Sie sind Geschäftsführer von CROWD NINE. Könnten Sie sich und Ihre Plattform bitte kurz vorstellen?

Nicola Tomaschko: Mit CROWD NINE haben wir vor einigen Monaten eine webbasierte Plattform für regionales Crowdfunding in Stuttgart gegründet. Hinter CROWD NINE steht ein mehrköpfiges Team, dass aus der Region Stuttgart kommt und Erfahrung in der Finanzdienstleistungsindustrie sowie der Unternehmensberatung hat. Stuttgart gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands mit einer mittelständisch geprägten Wirtschaft. Trotzdem haben innovative Unternehmen Schwierigkeiten bei der Finanzierung.

Klaus-Martin Meyer: Es gibt bereits eine größere Anzahl an CF-Plattformen, auch solche mit eher lokalem Schwerpunkt. Meist ist die Aktivität dort eher überschaubar. Ist die CROWD NINE UG als eigenständiges Geschäftsmodell geplant oder eher als Abwicklungsvehikel für sporadische Crowdfundings?

Nicola Tomaschko: Unser Ziel ist es, das Thema Crowdfunding in der Wirtschaftsregion Stuttgart zu etablieren. Voraussetzung hierfür ist eine stetige Anzahl an Fundings. Wir sind sehr zuversichtlich, da das bisherige Feedback verschiedener Akteure in Stuttgart sehr positiv war. Unser eigenes Geschäftsmodell ist dabei sehr langfristig ausgelegt und setzt auf solides Wachstum.
Mittels Crowdfunding wollen wir den Kleinunternehmen und Investoren in unserer Region mehr Möglichkeiten bieten, Wachstum und Innovation zu finanzieren bzw. sich direkt daran zu beteiligen. Auf diese Weise wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, Arbeitsplätze in unserer Region zu sichern und den Wirtschaftsstandort Stuttgart zu stärken.

Klaus-Martin Meyer: Mit ajaa! haben Sie aus meiner Sicht ein sehr spannendes Premieren-Funding. Wie wollen Sie für das Startup gleich zum Start die nötige Reichweite realisieren, um das Funding zügig zu platzieren?

Nicola Tomaschko: Das ist richtig. ajaa! (www.ajaa.de) bewegt sich mit Aufbewahrungsboxen für Lebensmittel, die zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, in einem spannenden Markt. Darüber hinaus wird das Produkt vollständig in Baden-Württemberg entwickelt und gefertigt. Damit passt ajaa! perfekt zu unserem regionalen Ansatz. Ein wichtiger Partner bei der Realisierung der nötigen Reichweite sind für uns die Medien. Umso erfreulicher ist es, dass die lokale Presse bereits mehrmals über uns und unser aktuelles Funding berichtet hat. Wir setzen aber auch auf persönliche Netzwerke und Mund-zu-Mund-Propaganda.

Klaus-Martin Meyer: Der lokale Ansatz ist von daher spannend, dass man auch vor Ort Investorenkonferenzen bei den Startups abhalten kann. Voraussetzung ist natürlich, dass auch die Investoren vorzugsweise vor Ort ansässig sind. Wie ist die investorenseitige Resonanz vor Ort?

Nicola Tomaschko: Mit CROWD NINE haben wir uns bewusst für die regionale Ausrichtung entschieden, da wir der Meinung sind, dass gerade durch die räumliche Nähe zwischen Investoren und Unternehmen die Vorteile des Crowdfundings wie z.B. Interaktion und Marketingmöglichkeiten voll ausgeschöpft werden können. Die positive Resonanz bei unserer ersten Investorenkonferenz mit ajaa! bestärkt uns in dieser Annahme.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss würde mich noch ein Ausblick interessieren. Was ist als nächstes von CROWD NINE zu erwarten?

Nicola Tomaschko: Ganz aktuell stehen die nächsten Investorenkonferenzen und die Begleitung der Fundingphase von ajaa! im Vordergrund. Da wir den Investoren weitere attraktive Unternehmen aus der Region und Nachbarschaft vorstellen wollen, sind wir bereits in Gesprächen mit den nächsten potenziellen Fundingkandidaten.

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