Crowdfundings auch bei Startups mit bekannten Partner keine Selbstläufer

 

Crowdstreet Research

Crowdfundings sind trotz aller Begeisterung rund um diesen interessanten Trend alles andere als ein Selbstläufer – abgesehen von wenigen Ausnahmen, wo die Zielsummen innerhalb kürzester Zeit eingesammelt wurden.
Ein Phänomen finde ich dabei ganz besonders interessant, dass möglicherweise ein Beleg dafür ist, dass sich die Crowd nicht von vermeintlich positiven Investitionsargumenten blenden lässt. Was mir auffällt, ist, dass Fundings für Startups, bei denen bereits bekannte und etablierte Partner engagiert sind, nicht unbedingt zu den beliebtesten Investitionszielen der Crowd gehören.

Lässt sich die Crowd nicht blenden? Oder ist es nur Zufall?

So tut sich aktuell bei Compansito das Funding von Zapitano etwas schwer und dies obwohl die Kölner Media Ventures GmbH, die Beteiligungsgesellschaft des Medienunternehmers Dirk Ströer bereits als Lead-Investor zusammen mit dem ehemaligen kabel eins- und Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten an der Firma beteiligt ist. Man könnte aufgrund bloßer Plausibilitätsüberlegungen denken, dass solche Anteilseigner mit ihrem Know-how, ihrem Kapital und den Kontakten (neudeutsch wird meist das Unwort “Netzwerk” verwendet) eher für ein (Crowd-) Investment sprechen könnten als wenn solche Voraussetzungen nicht gegeben wären.

Ein ähnlicher Fall ist auch gerade bei bankless24 zu beobachten. Das Funding für das eCommerce-Unternehmen Strandsandale.de ist ebenfalls alles andere als ein Selbstläufer. Beteiligt an der Gesellschaft ist die Ecommerce Alliance AG. Bis zur Funding-Schwelle ist (Stand heute) noch ein weiter Weg zu gehen.

In diese Kategorie der Crowdfundings könnte man auch den laufenden Pitch Mibaby 2 bei Seedmatch einordnen. Diverse namhafte Business Angels sind in die Company investiert, die sich auch nach Kräften für die Gesellschaft engagieren.

Weitere Beispiele sind meiner Meinung nach sporTrade und Wunsch-Brautkleid.

Da stellt sich die Frage, ob die Crowd gegenüber bekannten Business Angels bzw. Anteilseignern gewisse Vorurteile hegt? Oder ist es schlicht ein Zufall?

Mich würde interessieren, wie andere Crowdinvestoren und Vertreter der CF-Plattformen dieses von mir identifizierte (vermeintliche) Phänomen beurteilen.

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