Paypal spielt mal wieder Polizei

paypal

Paypal hat mal wieder Konten seiner Kunden eingefroren, diesmal waren Initiatoren von Crowdfunding-Projekten betroffen. Den Grund hierfür bringt Heise auf den Punkt:

“Auch wenn Paypal es nicht direkt ausspricht, dürfte es dem Dienst vor allem um mögliche Rückbuchungen gehen, die Nutzer veranlassen könnten. Würde ein Crowdfunding-Projekt das Schwarmgeld einfach verbraten, ohne das Versprochene zu liefern, könnte dann Paypal bei eventuellen Rückforderungen in der Pflicht stehen.”

Zwar hat Paypal ebenfalls laut Heise die Gelder letztlich wieder freigegeben, vermutlich weil man vor der kritischen Berichterstattung den Schwanz eingezogen hat. Im eigenen Blogbeitrag lallen die Amis etwas von neuen Phänomen und Missbrauchsmöglichkeiten etc. pp.

“Because the model is so new, it is potentially open to abuse. PayPal has a responsibility to ensure that the system remains secure, in compliance with Government regulations around the world, and that consumers who contribute to these campaigns understand where their money is going.”

 

Paypal soll Zahlungen abwickeln und sich aus weltanschaulichen Dingen heraushalten

Auch wenn hier der Schutz derjenigen Kunden, die via Paypal zahlen aufgeführt wird, so darf sich auch Paypal fragen lassen, wie es bei den Kunden ankommt, wenn man sich als Polizei aufspielt. Wie kann Paypal sich es anmaßen, Weltpolizei zu spielen. Da wird man wieder daran erinnert, dass Paypal Konten deutscher Onlinehändler einfror, weil diese mit kubanischen Produkten wie Rum oder Zigarren handelten, was in Deutschland vollkommen selbstverständlich und legal ist. Schutz hin oder her, da habe ich über Paypal zahlender Kunde schlichtweg keinen Bock drauf.

Ein Zahlungsabwickler hat sich aus solchen weltanschaulichen Beurteilungen herauszuhalten, es geht schließlich nicht um Überweisungen an einen syrischen Machthaber, der Giftgas auf Kinder wirft, sondern nur um harmlose Crowdfunding-Pitches.

Man kann der betroffenen Plattform Indiegogo nur empfehlen, ganz auch Paypal zu verzichten und auf Zahlungsabwickler auszuweichen, die nicht im Stile der katholischen Kirche als Moralapostel aufspielen.

Markiert mit , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar