4-Stunden-Wochen-Ferris platziert 460.000$-Crowdfunding in nur 80 Minuten

Ferris

In den USA wurde der Startschuss für equity based Crowdfunding gegeben. Und zum Start gab es gleich einen Paukenschlag, aber die Regulierer haben die Player der Branche ja auch lange genug zappeln lassen.

Während bisher das Bewerben von Fundings verboten war, hat sich die Gesetzeslage am 23. September geändert. Der Starautor Tim Ferriss drückt das in seinem Blog etwas euphorischer aus:

„On September 23, 2013 (that’s today), the world of startup financing changes forever. It’s a truly historic moment.

Previously, I couldn’t publicly share deals with you. Now, thanks to an unprecedented legal change, I can offer a portion of my start-up investments to any of you who qualify as “accredited investors.“

Und das Teilen der Infos über den Deal mit seinen 1,4 Millionen Lesern hatte seine Folgen. In 80 Minuten wurden 460.000 Dollar eingesammelt. Abgewickelt wird das Funding augenscheinlich über AngelList. Ferris investierte selber 25.000 Dollar. Ganz uneigennützig ist die Bewerbung des Fundings für das Startup Shyp freilich nicht. Zwar berechnet er keine Gebühr, “but [he] will get 15 percent of the carried interest, while AngelList will get another 5 percent of the carry”.

Amis profitieren von der Größe ihres Marktes

Das Beispiel zeigt, wie mächtig der Einfluss (sozialer) Medien für auf den Verlauf eines Crowdfundings sein kann. An ähnlich gelagerte Fälle kann ich mich in Deutschland nicht erinnern. Man könnte sicherlich das Beispiel von Escape tue City bei Crowdcube im UK nennen, wo recht schnell 600.000 GBP zusammen kamen, weil man viele Mitglieder der Community als Investoren gewinnen konnte.

Hier kommt die Größe des amerikanischen Marktes als Vorteil zum Tragen. Ein Vorteil, der sicherlich innerhalb kürzester Zeit dazu beitragen wird, dass die USA auch beim equity based Crowdfunding den Rhythmus vorgeben werden.

Man darf auch etwas zweifeln, ob es sich in diesem Fall überhaupt um Crowdfunding handelt!

Natürlich muss man im gegebenen Fall auch etwas Wasser in den Wein kippen, denn das Minimum-Investment in diesem Fall waren 2500 Euro. Viele Companisten und Seedmatch-Fans wären sicher gleich raus. Darüber hinaus muss man ein “Proven Angel” sein. Dazu bedarf es einer Akkreditierung, die offensichtlich für viele Menschen eine unüberwindbare Hürde ist.

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