„Neben dem finanziellen Aspekt ist Companisto der ideale Weg, die Bekanntheit von Lizzar zu steigern…“ – Interview mit Kevin Gehrmann (Lizzar)

Lizzar

Klaus-Martin Meyer: Kevin, Du bist Gründer und Geschäftsführer bei Lizzar. Könntest Du Dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Kevin Gehrmann: Hi, ich bin Kevin Gehrmann, Gründer und Geschäftsführer von Lizzar. Mit Lizzar bieten wir Hörern eine einzigartige Möglichkeit, die Vielfalt von internationaler Independent Musik zu entdecken. Aktuell ist es ja so, dass Radiosender und Musikdienste sich lediglich auf die Releases der großen Labels fokussieren. Dadurch werden unabhängige Künstler und ihre hervorragende Musik außer Acht gelassen. Für Hörer bedeutet das: kein Zugriff auf neue Musik und eine stark eingeschränkte Musiklandschaft. Genau um das zu ändern, haben wir Lizzar geschaffen.

Klaus-Martin Meyer: Das Produkt muss, will es Erfolg haben, sicher einen Massenmarkt adressieren. Wie soll das aktuelle Crowdfunding bzw. die Crowd dabei helfen, das Ziel zu erreichen?

Kevin Gehrmann: Lizzar ist in jeglicher Hinsicht ein Produkt für die Crowd. Wir adressieren zum einen Hörer und ermöglichen ihnen Newcomer und Independent Musik zu entdecken, die auf ihren ganz persönlichen Geschmack zugeschnitten ist. Das schaffen wir mit Hilfe unseres übersichtlichen Home-Feeds und des personalisierten Radios, mit dem man seine Lieblingsgenres, Sprachen und das Land, aus dem die Musik stammen soll, auswählen kann und so die perfekten Ergebnisse erhält. Durch das bewerten von Songs nimmt jeder Hörer Teil an der Qualitätssicherung der Plattform. Für Künstler ist Lizzar interessant, da unsere Musikplattform eine ideale Bühne für ihre Musik schafft. Für Newcomer und Independent Artists ist es in der heutigen Zeit sehr schwierig, neben international bekannten Künstlern sichtbar zu werden und sich Gehör zu verschaffen, insbesondere auf Plattformen mit Mainstream-Fokus. Durch Lizzar soll ein internationales Publikum (oder „Crowd“) diese hervorragenden Musiker endlich entdecken können.

Durch das Investment, welches durch Companisto zu Stande kommt, tun wir was ganz Fantastisches: Wir bringen Newcomer und Independent Musik auf den Schirm der Menschen und zeigen ihnen, dass es fernab des Mainstreams wunderschöne, vielfältige und hörenswerte Musik auf der Welt gibt, die man sonst im Radio nicht zu hören bekommt.

Um Lizzar genug Auftrieb zu verleihen benötigt es eine kritische Masse an Künstlern und Hörern. Neben dem finanziellen Aspekt ist Companisto der ideale Weg, die Bekanntheit von Lizzar zu steigern und eine breite Masse an Hörern und Künstlern zu erreichen und zu begeistern.

Team Lizzar

Team Lizzar

Klaus-Martin Meyer: Der Musikmarkt ist großen Veränderungen unterworfen. Was ist der Monetarisierungsansatz der Plattform? Wie sieht der mittelfristige Finanzbedarf nach dem Funding aus?

Kevin Gehrmann: Wir sind der Meinung, dass im Musikmarkt noch ein sehr großes, unausgeschöpftes Potenzial steckt. Durch unsere einzigartige Positionierung in diesem Markt, setzen wir auch ein klares Zeichen, nämlich dass nicht nur „Major-Musik“ die Musikwirtschaft bestimmen sollte. Auf Lizzar monetarisieren wir den Musikmarkt auf drei verschiedene Arten: erstens bieten wir Künstlern zwei Premium Pakete an, welche ihnen helfen sich zum einen besser zu Vermarkten und ihre Zielgruppen/Hörerschaft besser zu verstehen. Zweitens, bekommt Lizzar einen Anteil an jedem Songs und Album, das über Lizzar verkauft wird. Last but not least, bieten wir Musiklabels über unsere Label-Accounts ein einzigartiges Scouting Tool an.

Ich bin mir sicher, dass wir uns durch unsere Produktinnovationen kurz- und langfristig gut im Markt positionieren werden. Neben Innovationen, braucht es natürlich auch entsprechende Marketingaktivitäten und Personal, welche Lizzar zum Erfolg führen. Unser Finanzbedarf bis zum Break-Even, also für die nächsten 24 Monate, bewegt sich je nach Wachstumsverlauf zwischen 250k und 300k Euro.

Klaus-Martin Meyer: Internetplattformen haben anfänglich das Problem eines Henne-Ei-Problems. Ohne Angebot keine User und vice versa. Wie wollt Ihr das Problem lösen?

Kevin Gehrmann: Ja, das ist in der Tat ein typisches Problem. Wir sind uns darüber im Klaren, dass Hörer die Musikplattform nicht nutzen werden, wenn das Musikangebot nicht groß genug ist und vice versa. Um das Problem zu lösen fokussieren wir unsere Marketingaktivitäten ersteinmal auf die Künstler. Durch unsere klaren Alleinstellungsmerkmale schaffen wir es Künstler und ihre Musik für uns zu gewinnen und somit eine große Anzahl an Songs für den Hörer bereitzustellen. Oftmals bringen Künstler auch ihre bestehenden Fans mit auf die Plattform. Hörer sind von Lizzar überzeugt, da Lizzar durch das nutzerfreundliche Interface die Entdeckung neuer und abwechslungsreicher Musik leicht zugänglich macht. Jeder Hörer kann mit wenigen Klicks selbst bestimmen, wo die Reise hingeht, ganz egal ob französischer Hip Hop aus dem Senegal oder Popmusik aus Brasilien. Die einfache Benutzung von Lizzar macht es jedem Möglich die internationale Musikvielfalt zu genießen.

Klaus-Martin Meyer: Warum glaubt Ihr, dass Companisto die geeignete CF-Plattform für Eure Ziele ist? Habt Ihr angesichts des internationalen Themas auch internationale Plattformen in Betracht gezogen?

Kevin Gehrmann: Ja, wir haben verschiedene Crowdfunding und -Investing Plattformen für Lizzar in Betracht gezogen. Companisto hat uns in zwei Punkten überzeugt. Der erste Punkt ist, dass die Crowd für ihr Investment auf Companisto.de auch finanziell am Erfolg unseres Unternehmens beteiligt wird. Diese Gewinnbeteiligung bietet nur das Crowdinvesting. Wir finden, dass Crowdfunding auch eine gute Sache ist. Wenn es jedoch um Unternehmen geht sind wir der Meinung, dass Investoren für ihre Unterstützung auch langfristig finanziell belohnt werden sollten. Der zweite Punkt ist die „Exklusivität“, die Companisto bietet. Viele Crowdfunding und Crowdinvesting Anbieter verlieren durch das Anbieten dutzender Kampagnen zur selben Zeit den Fokus. Wir finden es gut, dass Companisto sich auf zwei neue Kampagnen pro Monat beschränkt und sich entsprechend Zeit für die Startups nimmt. Wieso wir uns für eine deutsche Crowdinvesting Plattform entschieden haben? Philipp und ich sind beide in der Musik- und Kulturhauptstadt Berlin aufgewachsen und sind durch Berlin geprägt. Das hat die Auswahl des Firmensitzes, sowie auch die Auswahl der Crowdinvesting-Plattform stark beeinflusst.

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