„Grundsätzlich haben wir uns für Crowdfunding entschieden, um weltweit mit dem Vorkauf zu starten.“ – Interview mit Julian Breitenecker (Locca)

Locca

Klaus-Martin Meyer: Herr Breitenecker, Sie sind Gründer der Firma Locca. Könnten Sie sich und Ihr Geschäftsmodell bitte kurz vorstellen?

Julian Breitenecker: In den letzten 16 Jahre habe ich erfolgreich eine Agentur im Bereich Medien, Marketing & Sales in Österreich betrieben. In dieser Zeit konnte ich viele Projekte umsetzen und eine Reihe von Start-ups aufbauen. Mein Mitgründer, Albert Fellner, ist Eigentümer des österreichischen Mobiltelefon-Herstellers Emporia, der Handys für die ältere Generation produziert. Seine enorme Erfahrung im Bereich Hardware ist besonders wertvoll für uns. Gemeinsam haben wir in den letzten zwei Jahren die Locca Devices entwickelt.

Mit unseren kleinen und einfach zu bedienenden Ortungsgeräten gehört das leidige Suchen bald der Vergangenheit an. Locca schützt mittels der zwei Ortungs- und Kommunikationsgeräte LoccaMini und LoccaPhone sowie einer Smartphone-App für iOS, Android und Windows Phone Wertvolles vor Verlust und Diebstahl. Geliebte Menschen wie kleine Kinder oder Senioren, Haustiere oder Gegenstände lassen sich mit Locca über tausende Kilometer hinweg genau orten.

Deutlich kleiner als eine Zündholzschachtel ist das LoccaMini gespickt mit modernster Technik, so dass jedes verlorene oder gestohlene Objekt sowohl im Haus als auch im Freien sofort wiedergefunden wird. Das Gerät kombiniert dafür die unterschiedlichsten Ortungstechnologien wie AGPS, GSM-Zell-Triangulation, WLAN, Bluetooth low energy, Home detection by FSK sowie Geräusch- und Licht-Ortung. Die einfache Bedienung via Smartphone App oder auf der Webseite, ein Bewegungsmelder sowie der intelligente Energiesparmodus, der die Akkulaufzeit verdreifacht, macht das LoccaMini zum verlässlichen Ortungsgerät im Alltag. Zudem ist es wasserdicht und stoßfest und kann daher problemlos am Fahrrad oder Haustier angebracht werden.

Wer seinem Kind oder den Großeltern kein Telefon in die Hand geben möchte, hält mit dem LoccaPhone einfach Kontakt zu seinen Liebsten. Mit zwei Kurzwahltasten, einem Notrufknopf, sowie Mikrofon und Lautsprecher lässt es neben der Ortung auch die in Notfällen wichtige Kommunikation zu. Auf Grund der geringen Größe und der intuitiven Bedienbarkeit ist das LoccaPhone ideal für kleine Kinder oder ältere Personen.

Die Geräte sind in verschiedenen Ausstattungen erhältlich, die auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten sind. So gibt es das LoccaMini unter anderem im BikePack für die Sicherung des Fahrrads mit entsprechender Halterung oder im StuffPack zum Überwachen des Koffers bei der nächsten Auslandsreise. Mit dem LoccaPhone im Buddypack bleibt man einfach mit dem Nachwuchs oder älteren Menschen in Kontakt.

Die Geräte können seit letzter Woche im Vorverkauf mit einem Rabatt in Höhe von 30 Prozent auf Indiegogo bestellt werden. Die Kampagne läuft noch bis zum 3. Dezember. Danach können beide Geräte über unseren eigenen Webshop, den Handel und teilweise externe Verkäufer im Ausland erworben werden. Das Gerät selbst ist für seine Leistungsfähigkeit sehr günstig erhältlich. Die Geräte sind mit einer eigenen SIM-Karte ausgestattet, für die monatlich eine kleine Gebühr anfällt. Diese deckt die Kosten des Daten- und Sprachvolumens ab und kann nach den ersten sechs Monaten beliebig pausiert werden, z. B. wenn das Fahrrad in der Wintersaison sicher im Keller steht.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollen Sie via Indiegogo 75.000 Euro einsammeln. Hand auf Herz. Geht es dabei eher um das Kapital oder um Marketing?

Julian Breitenecker: Grundsätzlich haben wir uns für Crowdfunding entschieden, um weltweit mit dem Vorkauf zu starten. Neben einem früheren Start erhoffen wir uns zudem, vom Markt viel Feedback zu den Geräten zu erhalten. Mit dem eingenommen Geld finanzieren wir zudem Teile der ersten Produktionscharge. Natürlich spielt für uns auch der Marketinggedanke eine wichtige Rolle.

Klaus-Martin Meyer: Warum haben Sie sich für Indiegogo entschieden und nicht z.B. für Kickstarter oder auch für startnext?

Julian Breitenecker: Crowdfunding über Kickstarter ist für ein österreichisches Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Daher haben wir uns nach Alternativen umgesehen und sind auf Indiegogo gestoßen. Die Community ist sehr technikaffin und passt perfekt zu uns. Auf der Plattform gibt es einige Projekte, die sehr erfolgreich waren.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell ist ja nicht nur das reward based Crowdfunding en vogue, sondern auch die Equity-Variante. Gab oder gibt es da auch Überlegungen in diese Richtung für Locca?

Julian Breitenecker: Derzeit sind wir nicht auf der Suche nach Investoren. Für uns steht der Pre-sale über die Indiegogo-Kampagne im Vordergrund.

Klaus-Martin Meyer: Noch eine Frage zum laufenden Funding. Welche Hausaufgaben wollen Sie bis zum Ziel noch machen, um ihren Anteil am Erfolg sicherzustellen?

Julian Breitenecker: Wir werden im ersten Schritt unser Family&Friends-Netzwerk aktivieren und unsere Community weiter aufbauen. Ziel ist es, unsere Ortungsgeräte der Öffentlichkeit vorzustellen und auf die Indiegogo-Kampagne aufmerksam zu machen. Dafür starten wir zum einen einige Marketing-Aktionen und informieren unsere Unterstützer zeitnah über alle Social-Media-Kanäle, sobald es Neuigkeiten gibt. Klassische PR-Arbeit ist ebenfalls ein Mittel, um bekannter zu werden. Zudem wird unsere neue Webseite in der nächsten Woche gelaucht. Unsere Kunden weltweit erhalten hier alle wichtigen Informationen über die Locca Devices.

Julian Breitenecker

Julian Breitenecker, Fa. Locca

Markiert mit .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar