Interview mit Max Festge zum Companisto-Crowdfunding für BiteBox

Biteboxen

Klaus-Martin Meyer: Ich habe in der jüngeren Vergangenheit öfter über BiteBox gelesen. Ihr scheint in der Startup-Szene hinreichend verdrahtet zu sein. Warum ein Crowdfunding anstatt einer Angel-Runde?

Max Festge: Als junges Unternehmen ist es für uns natürlich sehr wichtig, frühzeitig eine große Gruppe von Unterstützern mit auf die Reise zu nehmen. Und wir denken, dass Crowdfunding eine super Möglichkeit ist, neben dem noch benötigten Kapital auch weitere BiteBoxer zu finden, die unsere Idee in die Büros der Nation tragen können. Darüber hinaus hat Crowdfunding auch den Vorteil, dass alle Gesellschafter ihre Stimmrechte im gleichen Umfang behalten. Somit haben die Gründer über das Crowdfunding die Möglichkeit Kapital einzusammeln und ihre Stimmenmehrheit nicht zu gefährden.

Klaus-Martin Meyer: Es gab bereits diverse erfolgreiche Fundings für Food-Startups sowohl bei Companisto, als auch bei Seedmatch oder Crowdcube. Hättet Ihr ohne diese Beispiele den Weg über ein Crowdfunding ebenfalls gewählt? Steigern solche Beispiele Euren Optimismus und habt Ihr ggf. mit den Gründern dieser Startups gesprochen?

Max Festge: Wir haben die Entwicklung des Crowdfunding in Deutschland im letzten Jahr natürlich aufmerksam verfolgt. Erfolgreiche Fundings von anderen Startups (nicht nur im Food-Bereich) haben unseren Optimismus natürlich gesteigert. Für uns ist Crowdfunding aber auf keinen Fall ein Selbstläufer. Nur weil andere Food-Konzepte auf Crowdfunding-Plattformen in der Vergangenheit gut funktioniert haben, heißt das noch lange nicht, dass BiteBox gut laufen wird. Wir sind sehr gespannt, ob wir viele Menschen für BiteBox begeistern können. Jeder Gründer und jede Geschäftsidee muss Investoren neu überzeugen. Allerdings stimmt es schon mal positiv, dass mittlerweile so viele Menschen über Crowdfunding-Plattformen in Startups investieren. Zusätzlich haben wir uns auch mit anderen Startups ausgetauscht, die auf Crowdfunding-Plattformen Geld eingesammelt haben, z.B. mit den Gründern von Erdbär.

Klaus-Martin Meyer: Nach welchen Kriterien habt Ihr Euch für die CF-Plattform entschieden?

Max Festge: Ein wichtiges Kriterium für uns war die Anzahl der registrierten Benutzer. Das gibt einem schon mal ein erstes Gefühl, ob man über die verschiedenen Plattformen eine ausreichende Masse an Kleininvestoren erreichen kann. Größe ist aber nicht alles. Andere wichtige Kriterien waren für uns unter anderem die Aufmachung der Webseite sowie der Startup-Profile, erfolgreiche Finanzierungen in der Vergangenheit und das Vertragswerk. Bei Companisto war für uns ein zusätzliches Plus, dass die beiden Gründer ausgebildete Rechtsanwälte sind. Außerdem haben auch die Erfahrungen anderer Startups mit den Plattformen eine Rolle gespielt.

Klaus-Martin Meyer: Was werdet Ihr tun, um beim Funding möglichst die gesamte Truppe von „Friends, Families & Fools“ mit an Bord zu haben?

Max Festge: Das Schöne am Crowdfunding ist ja, dass Freunde erstmals die Möglichkeit haben einen überschaubaren Betrag in uns zu investieren. Das ist ja bei Finanzierungsrunden mit Business Angels normalerweise nicht der Fall. Friends und Family haben wir ja schon seit geraumer Zeit von BiteBox zugetextet, aber wir tun zusätzlich noch eine ganze Menge um möglichst viele Business Partner und Bekannte auf das Crowdinvesting von BiteBox bei Companisto aufmerksam zu machen. Zum Kick-off machen wir eine „Hot Dog und Bier-Party“ bei Philipp zu Hause. Da trifft es sich ganz gut, dass Philipp am nächsten Tag auch Geburtstag hat. Ich glaube, ich weiß schon was er sich wünscht 🙂 Wir informieren auch unsere Kunden, Zulieferer, Freunde etc. mit E-Mails / Newsletter, oder über Facebook und unsere eigene Webseite. Gezielte PR und altmodische Post an sogenannte „Power Investoren“ haben wir auch versendet. Wir versuchen also auf allen Kanälen zu trommeln, so laut wir können.

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