Crowdstreet (reward based) Crowdfunding des Jahres 2013: Bonaverde

Crowdfunding of the year 2013

Am heutigen 8. Dezember 2013 läuft bei Kickstarter das aus Sicht der Crowdstreet-Redaktion (reward based) Crowdfunding des Jahres 2013 aus. Gemeint ist das Funding für die “World’s first roast-grind-brew coffee machine” oder zu deutsch die erste Kaffeemaschine, die röstet, mahlt und aufbrüht.

Veranstaltet wird das Funding von der Berliner Firma Bonaverde. Aus dem Blickwinkel von Crowdstreet hat Bonaverde den Titel des “Crowdstreet (reward based) Crowdfunding des Jahres 2013” aus diversen Gründen verdient.

Diese Gründe sind im einzelnen:

  • Innovatives Produkt
  • Crowdsourcing Komponente
  • Disruptiver Ansatz für den Kaffeemarkt
  • Soziale Komponente
  • Steuer optimierender Aspekt
  • Signifikantes Übertreffen des Fundingziels

Das Produkt ist schon deshalb eine Innovation, weil es drei Funktionen in einer Maschine vereint, nämlich das Rösten, das Mahlen und das Aufbrühen des Kaffees. Damit wird die Wertschöpfungskette weg von der Röstkaffeeindustrie hin zum Konsumenten verschoben. Die Technologie hat ergo das Potential eine disruptive Innovation im Kaffeemarkt zu werden. Darüber hinaus ist die Maschine innovativ, weil das Design der Maschine mit Hilfe von Crowdsourcing entwickelt wurde.

Bonaverde ist nicht nur Hardware

Dazu kommt eine weitere disruptive Komponente, die Bonaverde vorantreibt, die allerdings mit der Hardware nicht zwingend etwas zu tun hat. Auf bonaverde.com werden Kaffeefarmer und Kaffeetrinker zusammen gebracht, so dass eine ganze Industrie für die Besitzer der Bonaverde-Hardware obsolet wird. Damit erhalten die schwächsten Player des Kaffeemarktes – nämlich die Bauern – eine ganz neue Marktmacht, um ihren Anteil an der Wertschöpfung zu steigern. Bonaverde könnte also so eine Art Apple des Kaffeemarktes werden. Der Rohkaffee ist dann so etwas wie eine “App”, die die Landwirte mit Hilfe der Plattform Bonaverde (Apple-Entsprechung iTunes) monetarisieren, womit die soziale Komponente hinreichend beschrieben sein dürfte.

Abschließend hat das Gesamt-Konzept seinen Charme, weil die Kaffeesteuer in Deutschland auf Röstkaffee erhoben wird und nicht auf Rohkaffee, der privat geröstet wird. Bonaverde hilft also dem Kaffeetrinker auch noch bei der “Steueroptimierung” seines nunmehr auch qualitativ verbesserten Kaffeekonsums.

Das Geschäftsmodell entbehrt also nicht einer gewissen Brillanz, die man durchaus in die Kategorie “Exciting Commerce” einordnen kann.

Das Gesamtpaket wird von der Crowd so gut goutiert, dass das Fundingziel von 135.000 Dollar fünf Stunden vor Auslaufen des Pitches mit beinahe 650.000 Dollar signifikant übertroffen wurde.

Die aufgezählten Ingredienzien rechtfertigen aus dem Blickwinkel der Crowdstreet-Redaktion klar die Verleihung unseres kleinen Ehrentitels “Crowdstreet (reward based) Crowdfunding des Jahres 2013”.
Glückwunsch nach Berlin!

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