„Jüngere Menschen erhalten in Zeiten von Zinsniedrigständen eine lukrative Anlagemöglichkeit mit sozialem Mehrwert“ – Im Gespräch mit Thomas Corrinth zum Crowdfunding für die 1801 Deutsche Leibrenten AG

Deutschen-Leibrenten

Klaus-Martin Meyer: Herr Corrinth, Sie sind Leiter der Kommunikation bei 1801 Deutsche Leibrenten AG. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Thomas Corrinth: Im Kern unseres Unternehmens steht eine soziale Idee: Wir verbessern die Lebensqualität von älteren Immobilienbesitzern. Das erreichen wir, indem wir die Immobilien dieser Menschen kaufen und ihnen eine lebenslange Zusatzrente dafür zahlen. Dennoch bleiben die älteren Menschen in ihrem vertrauten Umfeld wohnen und können auch auf vielfältige soziale Dienstleistungen von uns zurückgreifen. Vor dem Hintergrund von Altersarmut und Demografischem Wandel hat dieses Modell unserer Meinung nach sehr viel Potenzial in Deutschland. Kapitalanleger können uns bei der Umsetzung dieses sozialen Gedankens unterstützen und investieren gleichzeitig in solide, renditestarke deutsche Immobilienwerte. Damit schaffen wir ein Win-Win-Modell, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die 1801 Deutsche Leibrenten AG als Teil der Unternehmensgruppe trägt durch die Vermarktung der Immobilien wesentlich zum Erfolge dieses Modells bei. Und als Leiter Kommunikation setze ich mich dafür ein, dass dieses zukunftsträchtige, aber auch sehr erklärungsbedürftige Produkt Immobilienleibrente seinen Weg ins Bewusstsein der Deutschen findet. Denn das ist noch so gut wie gar nicht vorhanden.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollen Sie im Rahmen eines Crowdfundings über Deutsche Mikroinvest Kapital akquirieren. Wie kamen Sie auf diese Idee, auf diese noch junge Form der Kapitalbeschaffung zu setzen?

Thomas Corrinth: Es ging uns darum, auch jüngere Menschen für unsere Idee zu begeistern. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich auch mit relativ wenig Kapital – ab 250 Euro Nachrangdarlehen – an unserer Idee zu beteiligen. Damit bekommt unsere Idee auch generationenübergreifenden Charakter: Jüngere Menschen erhalten in Zeiten von Zinsniedrigständen eine lukrative Anlagemöglichkeit mit sozialem Mehrwert; älteren Menschen kommt dies in der Ausgestaltung der Immobilienleibrente und der sozialen Dienstleistungen zugute. Grundsätzlich halten wir Crowdfunding bzw. Crowdinvesting für eine gute und unkomplizierte Möglichkeit, um an Kapital zu gelangen und dabei unsere Vision zu verbreiten.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam es anschließend zu der Entscheidung für die Deutsche Mikroinvest? Nach welchen Kriterien wurde die Plattform ausgewählt?

Thomas Corrinth: Wir haben uns zuvor mehrere Plattformen angeschaut, zum Beispiel seedmatch oder companisto. Die Deutsche Mikroinvest hat uns von ihrem Auftritt und ihrem Angebot her schlichtweg am meisten überzeugt. Mit ihr haben wir einen engagierten, seriösen Partner gefunden, der unsere Idee tatkräftig unterstützt.

Klaus-Martin Meyer: Die Anleger investieren in ein Nachrangdarlehen. Haben Sie auch über Alternativen nachgedacht? Als Aktiengesellschaft hätte man ja auch Aktien ausgeben können?

Thomas Corrinth: Das machen wir bereits: In Form von Vorzugsaktien. Allerdings sind hier die Kapitalanforderungen natürlich höher und sprechen damit auch eher eine andere Klientel an. Aktionäre können sich ab einer Summe von 5.000 Euro einbringen.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss die Frage nach der Mittelverwendung. Was passiert mit den Finanzmitteln der Crowd und wie wird die Crowd zukünftig eingebunden?

Thomas Corrinth: Das Kapital der Crowd geht zu 100 Prozent in die Festigung unserer Grundstruktur. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau eines deutschlandweiten Vertriebs und auch die Verstärkung unserer Kommunikations- und Marketingaktivitäten, um die Idee bekannt zu machen und in den Köpfen zu festigen. Auch technisches Equipment wie zum Beispiel eine Hightech-Software, die die Zahlungen an die Kapitalanleger verwaltet, finanzieren wir damit. Wenn wir diese Mittel haben, sind wir davon überzeugt, dass unsere Idee sehr schnell Fuß fassen wird in Deutschland – was natürlich auch der finanzierenden Crowd wieder zugute kommt. Auch für zukünftige Projekte können wir uns vorstellen, die Crowd einzubinden.

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