Mit Crowd Racing zum eigenen Rennpferd

Crowd Racing

Der Galoppsport wird von Outsidern ganz sicher als eine vergleichsweise elitäre “Veranstaltung” wahrgenommen. Diese elitären Kreisen könnten in Kürze durch den disruptiven Anbieter Crowd Racing buchstäblich von vielen Otto Normalverbrauchern aus der Crowd gestört werden.
Crowd Racing will die nächste Generation des Rennpferd-Besitzes sein. Hierzu ist man eine Technologie-Partnerschaft mit Crowdcube eingegangen. Die Kooperation manifestiert sich sogar im Favicon auf Crowd Racing, das offenbar vergessen wurde anzupassen…

Partnerschaften und Syndikate sind im Rennsport eigentlich nichts ungewöhnliches, allerdings in der Regel auf einem Niveau, dass für kleines Geld nicht zu haben ist. Zudem sind die Mitglieder einer solchen Partnerschaft nicht immer an allen Preisgeldern beteiligt. Racing Club will dies ändern. Mit welchen Summen es los geht, scheint vom einzelnen Pitch abzuhängen. Die investierte Summe deckt den Eigentumsanteil und augenscheinlich für eine jeweils angegebene Zeit z.B. die Kosten für das Training. Was danach passiert, ist leider nicht transparent.

Racing Club arbeitet nicht nur mit Profis aus dem Crowdfunding-Business zusammen. Aus dem Pferdegeschäft sind bekannte Trainer mit im Boot: Nigel Twiston-Davies, Jeremy Gask, Fergal O’Brien, Dan Kubler, Nick Alexander und Keith Dalgleish.

Crowd Racing hat hohes emotionales Potential

Aus meiner Sicht hat Crowd Racing ein sehr großes Potential. Im wettbegeisterten UK ist eine große Community an Pferdefreunden vorhanden. Warum immer nur auf Pferde wetten? Wenn man Mitbesitzer eines Rennpferdes ist, macht das Wetten auf die Pferde doppelt Spaß. Und wenn man sich dann auf der Crowdfunding-Plattform mit den anderen Miteigentümern austauschen kann, hat Crowd Racing sicher das Potential so etwas wie eine soziales Netzwerk zu werden. Dieser Aspekt fehlt eigentlich allen (equity based) Crowdfunding-Plattformen noch völlig.

Richtig spektakulär wird es dann, sollte Crowd Racing auch einen Sekundärmarkt anbieten, so dass man nicht nur ein kleiner Besitzer von Rennpferden wird, sondern gleich noch ein Pferdehändler. Denkbar ist sogar, dass die Plattform auch einen Einfluss auf den Pferdemarkt hat, sofern die Nachfrage nach Rennpferden durch Crowd Racing ansteigt.

Vom emotionalen Standpunkt könnten Crowd Racing auf jeden Fall das interessanteste Crowdfunding Plattform-Projekt seit myfootballclub.do.uk sein.

Die Crowdcube-Aktionäre dürften hoffen, dass Crowd Racing auch für den britischen Marktführer ein gutes Geschäft wird, mit dessen Hilfe man sich auch als White Label-Plattformanbieter etabliert.

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