Crowdfunding 2014 – Was ist zu erwarten?

Crowdstreet 2014Im letzten Jahr wurde die analoge Frage “Crowdfunding 2013 – Was ist zu erwarten?” gestellt. Es bietet sich an, die Frage im Hinblick auf das kommende Jahr 2014 abermals zu stellen. Die Crowdstreet-Redaktion lag mit den Prognosen für 2013 mehr als ordentlich im Rennen. Naturgemäß sind Prognosen immer etwas Glücksache, aber auch eine sportliche Herausforderung, der man sich aus Unterhaltungsgründen nicht verweigern sollte.

Für das equity based-Marktsegment, werden folgende Prognosen für den deutschen Markt getroffen:

  • Fundings > 1.000.000 Euro werden an Häufigkeit zunehmen
  • Gesamtes Fundingvolumen steigt über 35.000.000 Euro
  • Überraschender Weise treten nach wie vor neue Crowdfunding-Plattformen auf den Plan
  • Andere Plattformen geben auf
  • Das Finanzierungsvolumen im Bereich Neuer Energien nimmt dramatisch zu
  • Hybride Finanzierungen bei Crowd und Business Angels werden erstmals erfolgreich durchgeführt und werden sich etablieren.
  • Insolvenzen und Geschäftsaufgaben von Crowdfinanzierten Firmen nehmen zu
  • Ein, zwei Exits sind denkbar

Für das reward based Segment wird erwartet:

  • Im letzten Jahr ist es nicht passiert, wir bleiben dabei Kickstarter kommt nach Deutschland vor allem motiviert durch die verstärkten Aktivitäten von Indiegogo (wir warten immer noch auf das Interview!)
  • Hardware-Fundings werden sich als Proof-of-Concept etablieren und immer häufiger einer Crowd-, Angel- oder VC-Finanzierung vorangehen. Das Thema gewinn an Dynamik frei nach dem Motto: “Hardware ist die neue Software”.

Im Bereich der p2p-Kredite gibt es folgende Prognose:

  • Lendico wird sich mit der gesamten Marketing-Power im üblichen Rocket-Internet-Stil Gehör verschaffen, was zu einer Vergrößerung des Gesamtmarktes führen wird.
  • Auxmoney pariert die Attacke und bleibt weiterhin Marktführer.

Eine Anmerkung zum oben genannten Funding-Volumen sei erlaubt. Sicherlich sind weitaus höhere Volumina nicht unrealistisch. Hierzu wären aber Exits von Crowdfinanzierten Startups notwendig. Börsengänge à la Zalando, die neue Millionäre im Management hervorbringen, könnten ebenfalls helfen. Auf jeden Fall müssen Seedmatch, Companisto & Co. hart an einer Vergrößerung der Anlegerbasis arbeiten. Aus Gesprächen und Emails an Crowdstreet war in diesem Jahr durchaus erkennbar, dass nicht jeder Crowdinvestor sein Portfolio weiter aufblähen will. Kurzum, die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber es gibt noch viel Luft nach oben, insbesondere wenn es Bergfürst gelingt mit Hilfe von Aktien seine Anteile am gesamten Crowdfunding-Kuchen auszubauen.

Auch international bleibt die Entwicklung weiter spannend. Viele neue Plattformen werden den Markt betreten, sicherlich werden dabei bisher unbearbeitete Nischen besetzt werden. Es ist zu hoffen, dass vielleicht mit Lending Club ein erster Player im Bereich der p2p-Kredite an die Börse gehen könnte. Dies wird der gesamten Szene weiteren Schwung geben. Ferner ist vor allem für die USA zu erwarten, dass sich verstärkt Firmen für das neue Ökosystem “Crowdfunding” gründen werden: Rating-Firmen, Versicherungen, Beratungsfirmen etc. pp. Hierauf werden wir im kommenden Jahr ein Auge haben.

Wie im letzten Jahr bleibt die Frage: Haben wir etwas vergessen?

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