Interview mit Jens Thieme zum Innovestment-Funding für Scrooser

scrooserKlaus-Martin Meyer: Jens, Du bist der Geschäftsführer der Firma iFPE GmbH & Co.KG. Könntest Du dich und den Scrooser bitte kurz vorstellen?

Jens Thieme: Mein Name ist Jens Thieme, ich bin 50 Jahre alt und habe Seeverkehr und Nautik sowie Rechtwissenschaften studiert. In den letzten 17 Jahren war ich als Unternehmensberater tätig, liebe das Meer, die Sonne und die Metropolen dieser Welt. Ich bin gern Großstädter. Als geistiger Vater des Scroosers, habe ich mit einem kleinen Team von begeisterten Freunden und Mitarbeitern aus einer Bleistiftskizze im Sommer 2011, innerhalb von anderthalb Jahren eine wunderschöne, innovative und vor allem einzigartige Mobilitätslösung das Licht der Welt erblicken lassen. Der Scrooser ist eine völlig neue Fahrzeugkategorie, er ist Lifestyle mit Pioniergeist. Wir haben nicht versucht einem bestehenden Fortbewegungsmittel nur einen Elektromotor zu „verpassen“. Unser ungetrübter und unbefangener Blick auf das Thema Mobilität, hat uns zuerst über ein atemberaubendes Design und danach über eine innovative, technische Lösung nachdenken lassen. Ebenso war uns die Elektromobilität zu wenig sexy, vor allem, weil sie allein nicht die Probleme des innerstädtischen Verkehrs löst. Unserer Meinung nach ist die Urbane Mobilität das, was wir in den nächsten Jahren anpacken müssen und hier sind viele individuelle Lösungen notwendig. Wir möchten mit dem Scrooser Emotionen beim Fahrer selbst, wie auch bei den Menschen wecken, die hinterherschauen, wenn ein Scrooser vorbeirollt – am Stau. Mit dem Scrooser machen wir urbane Mobilität endlich cool.

Klaus-Martin Meyer: Der Kapitalbedarf für die nächsten 12 Monate wird mit 500.000 Euro quanitifiziert. Welche Aktivitäten zur Akquise dieser Mittel gibt es?

Jens Thieme: Ja, das ist richtig, wir benötigen noch eine Menge Geld. Etwa die gleiche Summe ist bereits schon in das Projekt geflossen, vorwiegend aus Eigenmitteln. Für die noch benötigten 500.000 Euro gibt es mehrere konkrete Aktivitäten. Die Firma Mayerhöfer hat uns ein aus mehreren Komponenten bestehendes Finanzierungskonzept präsentiert, welches unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der aktuellen Kampagne greift. Darüber hinaus sind wir mit einem regionalen Investor bereits in konkreten Verhandlungen. Außerdem führen wir Gespräche mit Deutschen und US-amerikanischen Venture Kapitalisten. Auch ist die Zuführung von Kapital über Banken geplant.

Klaus-Martin Meyer: Warum fiel die Entscheidung 100.000 Euro via Crowdfunding zu beschaffen und warum ist ein Investment für einen Crowdinvestor eine gute Idee?

Jens Thieme: Wir haben im Sommer 2013 bereits eine Kampagne auf der namhaften US-amerikanischen Crowdfunding Plattform ‚Kickstarter.com‘ erfolgreich abgeschlossen und das Fundingziel mit 150% erreicht. Ein erneuter erfolgreicher Abschluss eines Crowdfundings wäre insbesondere für Investoren ein sicheres Indiz für die Marktfähigkeit und Akzeptanz des Scroosers. Darüber hinaus lässt sich in der heutigen Zeit mit einem Crowdfunding verhältnismäßig schnell Geld für ein Startup beschaffen. Durch Publikumsfinanzierung ist das Risiko für den einzelnen Investor vergleichsweise klein, die Chance dafür aber riesengroß.

Klaus-Martin Meyer: Die Pressearbeit scheint ja hervorragend zu funktionieren. Wie schafft man es, auf Techcrunch, Gizmag und Spiegel Online Erwähnung zu finden?

Jens Thieme: Wir haben ein Produkt, das sehr emotional ist, das Aufmerksamkeit erregt, ein sehr hohes Alleinstellungsmerkmal besitzt und wir haben einen tollen Produktnamen. Das alles wurde von unserer Werbeagentur in jeder Hinsicht perfekt und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Der Rest war dann Pressearbeit und die Fleißarbeit unseres Teams. In Spitzenzeiten präsentierte Google dem Suchenden 460.000 suchmaschinenrelevante Einträge zum Begriff Scrooser!

Klaus-Martin Meyer: Welche Erwartungen über das Finanzielle hinaus habt Ihr an Eure Crowd, und warum seit Ihr optimistisch, dass sich die Erwartungen erfüllen?

Jens Thieme: Man könnte die Antwort mit der Aussage beginnen ‚Fordere viel von Dir selbst und erwarte wenig von anderen‘, aber das ist sicher nicht der Hintergrund der Frage. Wir sind mit dem Projekt Scrooser den größten Teil der Strecke bereits aus eigener Kraft gegangen. Von Anfang an war es uns wichtig, die Bereiche technische Entwicklung sowie PR und Marketing in gleichem Maße voranzutreiben. Wir wissen, dass wir den Scrooser bauen und verkaufen werden. Und ich würde das Wort ‚Erwartung‘ gern gegen das Wort ‚Wunsch‘ tauschen. Wir wünschen uns, dass die Crowd dem Projekt und dem Team Scrooser jetzt und in Zukunft ihr Vertrauen entgegenbringt. Wir versprechen dafür ein Höchstmaß an Innovation, Technik, Qualität, Design und Nachhaltigkeit zu liefern… und, dass mal wieder ein einzigartiges Produkt von Deutschland aus in die Welt getragen wird.

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