Speaker-Interview zum Crowdday VI: Markus Brütsch (FUNDSTERS.de)

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Klaus-Martin Meyer: Markus, Du bist Speaker beim Crowdday. Würdest Du dich bitte kurz vorstellen?

Markus Brütsch: Ich bin Mitgründer der Plattform FUNDSTERS.de. Wir bieten ein professionelles und regulierungskonformes Beteiligungsmodell zur Investition in attraktive Startups.
Ich bin seit 1999 im Bereich Banken und Finanzierung tätig, ab 2005 habe ich fünf Jahre für die Beratungsgesellschaft Roland Berger Unternehmen in Finanzierungsfragen begleitet. Seit 2010 bin ich als Geschäftsführer einer Familienholding auch im Investmentbereich tätig. Seit 2013 versuchen wir, den Zugang zu Startup-Investitionen für Privatpersonen und Business Angels zu standardisieren.

Klaus-Martin Meyer: Was sind Deine eigenen Erwartungen an die Veranstaltung?

Markus Brütsch: Ich finde es toll, dass auch in unserer Heimatregion solche Veranstaltungen zunehmend stattfinden. Wir glauben, dass Regionalität, enger Kontakt zu Investoren und Startups, aber auch die Vernetzung mit Hochschulen und öffentlichen Institutionen wie Wirtschaftsförderungen im Crowdinvesting eine große Rolle spielen sollten. Dazu ist es erforderlich, die Menschen allgemein, aber auch die regionalen Business Angels an das Thema heranzuführen und ggf. Berührungsängste abzubauen. Durch unsere Mitgliedschaft im Business Angels Deutschland e.V. (BAND) kennen wir den Wert guter Informations- und Netzwerkveranstaltungen. Wenn der Crowdday hierzu einen Beitrag leisten kann, ist das aus meiner Sicht ein großer Erfolg für den wir uns gerne Zeit nehmen.

Klaus-Martin Meyer: Der Crowdday richtet sich vor allem an zukünftige Projekt-Inhaber. Was sind aus Deiner Sicht die zentralen Erfolgsfaktoren eines Crowdfundings?

Markus Brütsch: Eine Finanzierung über Crowdinvesting ist weit mehr als nur Geldgeber zu finden. Die Aufmerksamkeit, Marketingreichweite und Chance zur Kundengewinnung ist groß – vorausgesetzt man geht die Sache richtig an.

Vorbereitung: Zunächst sollten Starter sich über die erforderliche Kommunikationsarbeit und Öffentlichkeit informieren. Wer den Aufwand scheut, wird sich schwer tun. Vorbereitung ist hier der Schlüssel. Haben wir uns im Rahmen unserer Prüfungen dazu entschieden das Startup aufzunehmen, leisten wir in dieser Phase viel professionelle Unterstützung. Die Auswahl selbst erfolgt transparent und in jedem Fall mit viel wertvollem Feedback für die Gründer zu Markt und Geschäftsmodell.

Ist die Kampagne „live“, ist Kommunikation der Schlüssel. Identifikation der Zielgruppe, Definition von Botschaften, Präsenz auf allen Kanälen mit Authentizität und Verbindlichkeit sind wesentliche Faktoren. Die Plattform kann hierbei für mehr Reichweite sorgen, Inhalte zu bestehenden Zielgruppen transportieren und mit einem professionellen Modell unterstützen.

„Danke sagen“ und Investoren dauerhaft informiert zu halten, bietet die Chance für gute Empfehlungen, Geschäftskontakte und Kundengewinnung.

Ich denke das könnte ein Rahmen zur Orientierung sein, für Details schickt uns einfach euer Pitchdeck an startups@fundsters.de oder noch besser: Kommt und trefft uns beim Crowdday

Klaus-Martin Meyer: Gibt es Faktoren, die in Zukunft vielleicht noch wichtiger werden, an die man vielleicht heute noch nicht denkt?

Markus Brütsch: Ich glaube, dass sich Crowdfunding insbesondere im Investmentkontext weiter professionalisieren wird. Die Politik hat bereits angekündigt, bestehende regulatorische Schlupflöcher zu schließen. Ein Modell mit Beteiligungsprospekt und Identitätsprüfung der Investoren bietet insbesondere für die Startups Sicherheit und Vorteile. Investieren sollte eine bewusste Entscheidung sein und nicht etwa impulsiv getätigt werden wie das Klicken eines Like-Buttons. Die Abwicklung über professionelle Anbieter und unter den Augen einer zweckmäßigen Marktaufsicht halte ich für richtig. Leider verschlafen die Banken ihre Chancen in diesem Markt, insbesondere regionale Institute könnten hier viel für ihr Image und ihre Region tun.

Ebenfalls sehe ich Chancen darin, privates Kapital mit dem Know-How erfahrener Investoren zusammenzuführen. Die Kombination aus Urteilsqualität erfahrener Investoren und der Finanzkraft vieler Privatanleger in Co-Investments bietet enorme Chancen und sorgt in den USA und UK bereits für viel Aufmerksamkeit. Organisiert man das Ganze im Rahmen einer professionelle und standardisierten (kostengünstigen) Abwicklung und Betreuung über Plattformen wie FUNDSTERS, entsteht eine spannende neue Anlageklasse. Es gibt hierzu verschiedene denkbare Varianten – man darf gespannt sein, welche wir aus dem Hut ziehen werden! Weitere Details gerne auf dem Crowdday. 🙂

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