Companisto goes international: „Die Zeit für die Expansion ist ideal“ – Interview zum euopäischen Rollout mit Joschka Rugo

Joschka Rugo

Joschka Rugo

Klaus-Martin Meyer: Hallo Joschka, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Dich und Dein Team zur Internationalisierung von Companisto. Warum wagt Ihr als erste deutsche Plattform den Schritt über die Grenzen hinweg?

Joschka Rugo: Hallo Klaus-Martin, vielen Dank! Mit der Expansion nach Europa verfolgen wir zwei Ziele. Zum einen möchten wir auch das hohe Potential von Startups aus anderen europäischer Länder abschöpfen. Wir wollen die vielversprechensten und besten Unternehmer aus ganz Europa anziehen und sie mit Investoren aus der ganzen Welt vernetzen.

Zum anderen bieten wir durch eine internationale Plattform, die von Nutzern aus der ganzen Welt besucht wird, all jenen Startups eine ideale Ausgangssituation, die sich an ein globales Publikum richten bzw. ihre Internationalisierung bereits planen.
Die Zeit für die Expansion ist ideal, denn Crowdfunding bzw. Crowdinvesting hat einen kritischen Bekanntheitsgrad erreicht, was wir am stetigen Zuwachs von Investoren auf der Plattform, dem gestiegenen Aufkommen von Presseberichten und den zahlreichen Bewerbungen ausländischer Startups merken. Auch dass sich die Europäische Union des Themas angenommen hat und in Kürze erste Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Crowdfunding vorlegen wird, dokumentiert, welche Bedeutung Crowdfunding und Crowdinvesting in kurzer Zeit eingenommen haben.

Klaus-Martin Meyer: Vor welche regulatorischen Herausforderungen wird man gestellt, wenn man ein französiches, spanischen, italienisches oder polnisches Startup finanzieren und auf der eigenen Crowdfunding-Plattform präsentieren will?

Joschka Rugo: Die Herausforderungen einer pan-europäischen Plattform sind vor allem die verschienden Rechtsordnungen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Um Finanzierungen für europäische Startups durchführen zu können, müssen diese vielfältigen Regelungen natürlich beachtet werden. Da ist es von großem Vorteil, dass die Gründer von Companisto beide ehemals als Rechtsanwälte in internationalen Großkanzleien in den Bereichen Venture Capital, Corporate Law sowie Mergers & Aquisitions tätig waren.

Klaus-Martin Meyer: Aus welchen Ländern erwartet Ihr die größte Nachfrage seitens der Startups und welche Märkte haltet Ihr aus Investorensicht für interessant?

Joschka Rugo: Spannende Frage. Faktisch beteiligen sich schon heute Investoren aus 32 verschiedenen Ländern über Companisto an Startups. Wir sind selbst gespannt, wie der Markt reagieren wird. Frag mich in einigen Monaten nochmal – dann werde ich mehr sagen können.

Klaus-Martin Meyer: Auf welchen Zahlungsdienstleister wird gesetzt, um die internationalen Zahlungen abzuwickeln? Wird eventuell darüber nachgedacht, auch die Zahlung via Bitcoin zu ermöglichen?

Joschka Rugo: Genau wie deutsche Companisten steht auch europäischen Investoren die Zahlung per Lastschrift, Kreditkarte, Sofortüberweisung, Giropay, Banküberweisung (Vorkasse), oder per Geschenkgutschein zur Verfügung.
Bitcoin als Zahlungsmittel anzubieten, ist nicht geplant.

Klaus-Martin Meyer: Was kommt danach? Wird es eines Tages ein Crowdfunding-Büro in New York geben?

Joschka Rugo: Aber selbstverständlich! (lacht) Nein, im Ernst: wir möchten natürlich konstant weiter wachsen und weiterhin versuchen uns durch stete Innovation hervorzutun. Allerdings Schritt für Schritt. Dependancen werden sicher zu den nächsten Maßnahmen gehören. Und wenn sich die US-Amerikaner in Folge des JOBS-Act für (equity-based) Crowdfunding öffnen, ist ein Office in New York nicht undenkbar.

So fing alles an:

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