„Letztlich hat eine crowdfunding-Kampagne natürlich auch Marketing-Aspekte, die in unserem Falle nicht unwichtig sind“ – Interview mit Marcus Reiner zum Innovestment-Funding für peopleAG

peopleAG

Klaus-Martin Meyer: Marcus, Du bist CEO der peopleAG. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Marcus Reiner: Ja klar, ich bin Marcus, 45 Jahre alt und einer der Gründer der peopleAG: die zur Zeit einzigartige Plattform, wo kleine Dienstleistungen bequem und bundesweit outgesourct werden können – egal ob es darum geht, einen Keller zu räumen oder in der Ferne zB. Fotos machen zu lassen.
Der Unterschied zu Online-Marktplätzen ist dabei vor allem der, dass wir SOFORT sogenannte Smartjobber vermitteln – in der Regel hat ein Kunde nach 15 Minuten einen geeigneten Helfer – und dieser ist sogar während seiner Tätigkeit haftplichtversichert!

Klaus-Martin Meyer: Aktuell akquiriert ihr via Innovestment Kapital. Ist es für eine Crowdsourcing-Firma ein logischer Schritt?

Marcus Reiner: Nun, wir existieren, weil wir bundesweit tausende freigeschalteter Smartjobber haben – also auch eine Crowd. Der Gedanke liegt ja dann nahe, eine passende Finanzierungsform zu wählen und auszuprobieren. Es wird hierbei allerdings auch nicht bleiben, ich gehe da natürlich noch Parallel-Wege. Letztlich hat eine crowdfunding-Kampagne natürlich auch Marketing-Aspekte, die in unserem Falle nicht unwichtig sind.

Klaus-Martin Meyer: Werden die User der Plattform auch direkt angesprochen, um in die peopleAG zu investieren?

Marcus Reiner: Ja natürlich, dies war geplant. Der allererste Investor war dann auch tatsächlich ein Kunde der ersten Stunde von uns, der investiert hat. Smartjobberseits haben wir festgestellt, dass die Einlagenhöhe ab 500 Euro doch für die meisten eine Hürde zu sein scheint – irgendwie auch nachvollziehbar, haben sich die Smartjobber doch vor allem bei uns angemeldet, um Geld zu verdienen. Da ist dann ein 500er viel Geld.

Klaus-Martin Meyer: Die Samwers starten mit einem ähnlich gelagerten Thema. Was zieht Ihr daraus für Schlüsse und warum könnte diese Information die Investitionsentscheidung der Anleger positiv oder auch negativ beeinflussen?

Marcus Reiner: Ich persönlich bin froh und gespannt, was Samwers davon umsetzen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert allerdings nicht , nur weil man einen Algorithmus programmieren kann – das haben wir bei Gigalocal schon gelernt. Das Vertrauen sowohl Kunden- als auch Smartjobberseits zu gewinnen – und dafür zu sorgen, dass eingestellte Aufgaben auch durchgeführt werden – das ist das Wesentliche. Neben der Henne-Ei – Problematik ist der Mikrojob-Bereich auch mit sehr viel Service drum herum verbunden, „mal eben so“ und vollautomatisch geht da nichts. Zumindest nicht, wenn man eine ordentliche Provision verdienen möchte., die bei uns mit insgesamt 25% schon recht hoch ist.
Wie aktuelle Anleger unseren Wissensvorsprung auslegen, bleibt abzuwarten J

Klaus-Martin Meyer: Mit BluePatent ist ein crowdfinanziertes Crowdsourcing-Startup gerade in die Insolvenz geschlittert. Warum sind die Aussichten bei der peopleAG besser?

Marcus Reiner: BluePatent ist in einer speziellen Nische unterwegs wo es um besonderes Fachwissen innerhalb der Crowd und deren Kunden geht. Wir sind da mit „Regale aufhängen“, „Autos waschen gehen“ und 97 anderen Kategorien sehr viel näher am Endkunden – und haben damit ein riesiges Marktpotenzial.
Ansonsten: auch Unternehmen, die nicht crowdfinanziert sind, gehen pleite. Das ist letztlich Teil des Spiels und gehört zum Geschäftsleben.

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